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Geheimakte - Geheimakte: Peggy - Folge 14: Der Skandal

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ANTENNE BAYERN-Reporter Christoph Lemmer erzählt im True Crime Podcast "Geheimakte #Peggy" die Geschichte von Deutschlands rätselhaftestem Kriminalfall. Von Anfang an begleitet er diesen Fall - es ist der Fall seines Lebens. Das kleine Mädchen Peggy verschwindet und wird ermordet. Eine Stadt in Oberfranken kommt nicht zur Ruhe. Die Ermittlungen werden von Skandalen erschüttert, die Arbeit von Polizei und Mordkommission gerät ins Stocken. Kann der geständige Ulvi K. wirklich der Täter sein oder bleibt der Fall Peggy ein unaufgeklärtes Verbrechen? Mit Hilfe von Zeugenaussagen rekonstruiert Christoph Lemmer den genauen Ablauf der Tat. Wurden Beweismittel gefälscht, welche Fehler machte die Justiz, was für ein Mädchen war Peggy? Alles im neuen True Crime Podcast von ANTENNE BAYERN.

Geheimakten
Peggy
Der
Rätselhafte
ist
der
Kriminalfall
in
Deutschland.
Die
Bürger
in
und
um
Lichtenberg
finden
keine
Ruhe.
Das
ungewisse
Schicksal
von
Peggy
bewegt
alle
hier.
Seit
2001
ist
der
Fall.
Ungelöst
ist
bis
heute.
Sie
haben
den
Schuldigen
gebraucht,
und
einen
richtigen
Fund
bekommen.
Nein,
mit
umgewandt?
Antenne
Bayern
Podcast
Geheimakten
Peggy.
Die
Geschichte
eines
Skandals
als
Episode
14
Der
Skandal.
Willkommen
zu
Geheimakten
Peggy,
dem
Podcast
von
Antenne
Bayern.
Ich
bin
Kordula
Sanft
aus
der
Antenne
Bayern
Nachrichtenredaktion
und
bei
mir
ist
mein
Kollege
Christoph
Lemmer
und
wir
würden
uns
natürlich
wie
immer
über
eine
gute
Bewertung
freuen.
Am
liebsten
natürlich
die
vollen
5
Sterne
Geheimakten.
Peggy
Es
ist
die
14.
Episode,
in
der
wir
die
Geschichte
des
Falz
Peggy
erzählen.
Die
Geschichte
eines
neunjährigen
Mädchens
aus
Oberfranken,
das
im
Jahr
2001
spurlos
verschwand.
Diese
Episode
heißt
Der
Skandal.
In
der
letzten
Folge
ging
es
um
den
Prozess
und
um
das
Urteil
lebenslange
Haft
wegen
Mordes.
Da
wäre
der
Skandal
doch
eigentlich
schon
vorbei.
Ja,
aber
der
Skandal
ging
jahrelang
immer
weiter
und
geht
möglicherweise
noch
immer
weiter.
Auch
heute
noch.
Niemand
wusste
ja
im
Jahr
2004
im
Detail,
was
an
diesen
Ermittlungen
alles
angreifbar
war.
Das
lag
trotz
des
Endes
des
Prozesses
bereits
eine
Ahnung
in
der
Luft,
aber
eben
mehr
auch
nicht.
Nun
kann
man
diese
erste
Ahnung
irgendwie
greifbar
machen.
Ein
Ereignis,
das
die
ganze
Sache
danach
ins
Rollen
brachte.
Ja,
das
kann
man.
Und
zwar
in
Form
eines
Leserbriefes
in
der
Franken
Post
am
10.
Mai
2004.
Das
war
nur
wenige
Wochen
nach
dem
Motel.
Und
dieser
Leserbrief
hat
es
in
sich.
Hören
wir
uns
mal
einen
Auszug
daraus
an.
Das
Gericht
hat
die
Zeugen,
die
für
den
Angeklagten
ausgesagt
haben,
indirekt
der
Falschaussage
und
Konspiration
beschuldigt.
Warum
wurden
diese
Zeugen
dann
nicht
angeklagt,
wenn
sie
angeblich
gelogen
haben
sollen?
Weil
man
dann
hätte
beweisen
müssen,
wie
es
wirklich
war.
Ich
kenne
den
Angeklagten
seit
seiner
Geburt
als
einen
gutmütigen,
höflichen
Menschen,
da
es
ihm
trotz
seines
von
Gutachtern
bescheinigten
IQ
von
67
Punkten
gelungen
sein
soll,
alle
Ermittler
hinters
Licht
zu
führen.
Bleibt
die
eine
Frage
stehen
Sollte
man
sich
um
deren
Sorgen
machen?
Die
Justiz
vollführt
einen
Rückschritt
nicht
nur
ins
Dritte
Reich,
sondern
ins
Mittelalter.
Das
gesamte
Verfahren
lief
ab
mit
Familien,
nein,
Sippen,
Verurteilung.
Nahezu
die
gesamte
Bevölkerung
einer
Stadt
wurde
zu
Helfershelfern
abgestempelt.
Noch
sind
der
schwarze
Kittel
und
die
grüne
Uniform
kein
Monopol
und
auch
keine
Garantie
für
Gesetzestreue,
Anstand
und
Moral.
Er
hat
so
richtig
auf
den
Putz
gehauen.
,
aber
es
war
ja
trotzdem
nur
ein
Leserbrief
in
einer
Zeitung.
Aber
wenn
er
mit
Konsequenzen.
Den
hat
auch
die
spätere
Betreuerin
des
Verurteilten
gelesen.
Die
schrieb
dann
selber
auch
einen
Leserbrief
und
unterzeichnete
den
ganz
frech
einfach
im
Namen
einer
noch
gar
nicht
existierenden
Bürgerinitiative.
Und
das
an
einem
der
Redakteure
auf
und
statt
eines.
Als
Leserbrief
wurde
dieser
Leserbrief
eben
als
redaktioneller
Artikel
verarbeitet.
Und
dieser
Artikel,
der
loggte
dann
weitere
Leute
an,
die
trafen
sich
dann
über
die
Jahre
immer
wieder
und
diskutierten
den
Fall
und
beschafften
sich
nach
und
nach
Akten.
Ja,
die
waren
es
dann
auch,
die
die
Wiederaufnahme
des
Prozesses
dann
Jahre
später
in
Auftrag
gaben
und
damit
dann
letztlich
sogar
Erfolg
hatten.
Ja,
und
dann
ja
noch
kurz
nach
dem
Urteil
ein
Ereignis,
das
zunächst
kaum
einer
bemerkt
hat,
das
aber
in
der
Folge
viele
Diskussionen
ausgelöst
hat.
Ja,
das
war
die
Einrichtung
einer
Grabstätte
für
Peggy.
Die
war
deshalb
ungewöhnlich,
weil
es
sich
um
ein
leeres
Grab
handelt.
Als
das
Urteil
gesprochen
wurde,
da
hatte
das
Gericht
zwar
einen
Mann
wegen
Mordes
verurteilt,
aber
es
gab
eben
keine
Leiche.
Genau
genommen
war
es
eh
nur
eine
Vermutung,
dass
Peggy
tot
sei.
Wissen
konnte
das
tatsächlich
noch
niemand.
Und
eingerichtet
hat
dieses
Grab
Peggy
Mutter
und
das
hat
dann
einigen
Wirbel
verursacht.
Zunächst
mal
bei
der
Kirchengemeinde,
zu
der
sie
ging
und
auf
deren
Friedhof
sie
das
Grab
bekam.
Das
ist
die
jubilierte
Kirche
in
Nordheim.
ist
von
Lichtenberg
ungefähr
20
Kilometer
entfernt
und
dort
erschien
kurz
nach
dem
Urteil
per
Mutter
und
bat
den
Pfarrer
Matthias
Rückert
darum,
dort
ein
Gedenken
für
Peggy
einrichten
zu
können.
Und
der
Pfarrer?
Der
erinnert
sich
da
auch
noch
dran.
Die
Gestaltung
wurde
eigentlich
von
der.
Initiiert
geht
er
immer
über
einen
Steinmetz,
wo
das
alles
aufbaut.
wäre
wichtig,
uns
angeschaut
haben,
schon
da,
das
ging
ja
relativ
gut
damals
für
uns.
Und
dann
war
es
sehr
schwierig
für
uns
zu
sagen
Jetzt
war
mal
wieder
alles
weg.
Soviel
muss
eigentlich
nicht
geben.
Das
sei
so
schnell
gegangen.
Da
sei
die
Gemeinde
dann
schwer
überrascht
gewesen,
wie
die
Grabstelle
fertig
war,
denn
es
war
am
Ende
eine
richtige
Grabstelle
geworden
und
nicht
nur
irgendwie
ein
Gedenkstein
oder
sowas.
Nur
eben
eine
leere
Grabstelle
ohne
sterbliche
Überreste.
Und
gut
möglich,
dass
Pegnitz,
Mutter
und
der
Pfarrer
sich
da
auch
irgendwie
missverstanden
haben.
Jedenfalls
empfanden
einige
aus
der
Gemeinde
die
Grabstelle
für
Peggy
als
makaber.
Es
gab
Ärger
und
der
Pfarrer
musste
es
irgendwie
erklären,
dass
Irritationen
da
waren.
Selbstverständlich
das
Leugnen.
Und
dass
wir
natürlich
dann
auch
so
ein
bisschen
auf
den
Leuten
mit.
Und
wie
hat
Peggy
Mutter
das
erklärt?
Ja,
das
hab
ich
sie
gefragt.
Und
darauf
hat
sie
auch
geantwortet.
Schon
vor
längerer
Zeit,
nämlich
2012,
als
ich
die
Beitrag
Serie
über
den
Fall
Peggy
für
Antenne
Bayern
produziert
habe.
Genau
zu
dieser
Zeit
ist
die
Mutter
auch
ziemlich
heftig
attackiert
worden
und
zwar
von
dieser
Bürgerinitiative,
die
sich
für
den
Verurteilten
einsetzte.
Diese
Initiative
warf
der
Mutter
vor,
sie
wisse
mehr
über
den
Tod
ihrer
Tochter,
als
sie
preisgebe.
Es
gebe
Zweifel,
dass
Peggy
überhaupt
tot
sei
und
dass
die
Mutter
das
Grab
für
Peggy
einrichtete.
Das
sei
verdächtig.
Und
dass
sie
den
7.
Mai
2001
als
Todestag
auf
den
Grabstein
setzen
ließ,
das
könne
sie
gar
nicht
wissen,
weil
die
Leiche
ja
noch
gar
nicht
aufgetaucht
sei.
Und
dann
wurde
da
mal
behauptet,
Peggy
lebe
in
Tschechien,
dann
immer
wieder
in
der
Türkei,
dann,
sie
lebe
irgendwo
anders
in
Deutschland.
Besonders
krass
war
die
wirklich
frei
erfundene
Version,
ein
Mädchen
in
Weimar
sei
in
Wahrheit
Peggy
und
lebe
da
unter
einem
neuen
Namen
weiter.
Dieses
Mädchen
in
Weimar,
das
gibt
es
wirklich.
Das
wurde
damals
von
einigen
selbsternannten
Privatermittler
aus
dem
Kreis
dieser
Bürgerinitiative
regelrecht
gestalkt.
Die
lauerten
ihr
z.B.
vor
der
Schule
auf.
Da
musste
die
Polizei
einschreiten
und
jedesmal
sollte
per
irgendwas
damit
zu
tun
haben.
Die
Bürgerinitiative
hatte
sich
richtig
auf
die
Mutter
eingeschossen.
Das
hat
zeitweise
schlimme
Ausmaße
gehabt.
Ich
habe
Mutter
2012
darauf
angesprochen,
zu
einer
Zeit,
als
es
richtig
hochkochte
und
die
Mutter
glaub
ich
auch
mir
gegenüber
misstrauisch
war
und
irgendwie
gedacht
hatte,
ich
hing
nur
noch
mit
denen
zusammen,
die
da
so
über
sie
reden,
was
aber
nie
der
Fall
war.
Das
war
in
der
Konsequenz
aber
auch
erst
hinterher
klar.
Jedenfalls
hat
sie
mit
mir
gesprochen.
Sie
hat
meine
Fragen
beantwortet
und
hier
ist,
was
sie
dazu
gesagt
hat
zu
diesem
Grabstein.
Von
Gericht
heißt
es
Mein
Kind
ist
tot.
Das
ist
der
Stand
nach
dem
Urteil.
Wir
sagte
auch
mit
meinem
Psychologen
damals
in
Zusammenarbeit
ist
dieser
Stein,
ist
dieser
Ort
entstanden
für
mich.
Ja,
ich
verstehe.
Im
Moment
muss
ich
Ihnen
auch
ganz
ehrlich
sagen,
ich
verstehe
das
irgendwo
nicht,
dass
sich
jetzt
jeder,
dass
es
sich
alles
um
und
um
diesen,
um
diesen
Stein
dreht.
Normalerweise
stehen
gerade
unten
in
Bayern
sind
ganz
viele,
wenn
wenn
ein
Kind
oder
egal
ob
Kind
Erwachsener
diese
Unfall
stellen,
überall
steht
ein
Kreuz
am
Weg.
Das
haben
wir
hier
bei
uns,
auch
wenn
irgendwo
was
ist,
nur
an
dem
Datum.
Das
Datum
steht
doch
fest.
Am
2001
ist
mein
Kind
verschwunden.
Laut
Prozess.
Laut
dem
Urteil
heißt
es
Mein
Kind
ist
am
7.
5.
Sturm
muss
man
so
sagen
umgebracht
worden.
Sturm.
Finde
ich
jetzt
ein
bisschen
humaner
ausgedrückt,
wenn
ich
sage,
dass
sie
gestorben
ist
an
diesem
Tag.
Zugleich
sagte
die
Mutter
in
demselben
Gespräch
auch
noch
etwas
anderes,
was
eigentlich
nicht
zu
dem
Grabstein
und
dem
Today's
Termin
passen
will.
Hören
wir
uns
doch
das
an.
Es
ist
ja
immer
noch
nach
wie
vor
die
Frage
Wo
ist
mein
Kind?
Und
ich
möchte
mein
Kind
einfach
wiederhaben.
Da
hatte
sie
recht,
als
sie
das
sagte.
Wie
gesagt,
im
Jahr
2012,
das
war
noch
Jahre
vor
dem
wieder
Aufnahmeprozess
und
noch
länger
vor
dem
Auffinden
der
sterblichen
Überreste
ihrer
Tochter.
Und
in
dem
Gespräch
äußerte
sie
andererseits
auch
noch
Hoffnung.
Ich
habe
die
Hoffnung,
wenn
es
zu
einem
Wiederaufnahmeverfahren
kommen
sollte,
das
ich
ganz
einfach
meine
Tochter
wieder
kriege.
Und
dass
die
Fragen
zum
Verbleib
meiner
Tochter
geklärt
werden.
Christoph
Ich
wage
ja
kaum,
da
jetzt
so
rein
zu
fragen.
Aber
ich
finde,
dass
das
schon
ein
bisschen
widersprüchlich
klingt.
Also
einerseits
ein
Todesdatum
auf
dem
Grabstein,
andererseits
die
Hoffnung,
PEGI
wieder
zu
kriegen.
Das
ist
ja
auch
widersprüchlich.
Dazu
muss
man
aber
sagen
Diese
Widersprüchlichkeit,
die
hat
sich
bei
Mutter
nicht
selber
ausgedacht,
die
ist
damit
konfrontiert
worden,
und
zwar
vom
Staat,
die
eine
staatliche
Stelle,
nämlich
das
Gericht
hat
gesagt,
Peggy
sei
tot.
Und
auch
der
Staatsanwalt
hat
es
im
ersten
Prozess
ja
ganz
deutlich
formuliert,
dass
er
von
Der
Tod
überzeugt
sei.
Aber
es
gab
zugleich
noch
Jahre
später
andere
staatliche
Stellen.
Die
haben
so
getan,
als
sei
Peggy
am
Leben.
Und
die
Mutter
hat
damals
auch
keinen
Totenschein
bekommen.
Und
was
sie
sonst
über
Behörden
verhalten
sagt,
das
klingt.
Gruselig,
finde
ich,
können
wir
dann
nochmal
weiterreichen.
Ja,
es
geht
z.B.
bei
Lewis,
er
bei
mir
gemeldet
ist,
dass
dann
z.B.
jetzt
die
Wähler
Post
kommt,
weil
sie
ist
ja
über
18,
sie
kann
ja
wählen,
das
zum
einen
dann
zum
Beispiel
von
der
Krankenkasse
kommt
Post,
dass
er
ja
die
Schule
beendet
hätte,
ob
sie
jetzt
vorhat,
ne
Ausbildung
anzufangen
oder
ob
sie
studieren
möchte.
Da
ist
dann
ganz
einfach
die
Sache,
ob
sie
sich
selber
versichern
möchte
oder
ob
sie
dann,
wenn
sie
studiert,
weiter
bei
mir
versichert
bleiben
möchte.
Dann
z.B.
beim
Umzug
geht
es
weiter,
mal
auf
der
Meldestelle
das
man
das
angeben
muss.
Wie
gesagt
dann
der
Schulbesuch
damals,
dass
ich
Post
bekommen
habe,
in
welche
Schule
ich
denn
weiterführende
Schule
ich
Peggy
an
anmelden
möchte.
Ja,
so
zieht
sich
das
wie
ein
roter
Faden
durch
das
ich
ja
eigentlich
sogar
auch
bei
meinem
Vermieter
und
da
sie
ja
mit
gemeldet
ist
das
wäre
ja
dann
ein
4
Personen
Haushalt
und
dementsprechend
müsste
ich
dann
ja
waser
die
ganzen
die
ganzen
Nebenkosten
die
anfallen
nicht.
Er
Ja
dann.
Für
eine
vierte
Person
eigentlich
zahlt
wären.
Also
das
Gericht
sagt,
Peggy
sei
tot.
Die
Schulbehörde
sagt,
die
Mutter
solle
Peggy
zur
Schule
anmelden.
Das
Einwohner
schickt
Peggy
eine
Wähler
Bescheinigung
und
das
zu
einer
Zeit,
als
Peggy
schon
11
Jahre
verschwunden
war.
Das
ist
wirklich
verrückt.
Da
ist
nicht
die
Mutter
verrückt,
da
ist
der
Staat
verrückt.
Und
was
soll
die
Mutter
denn
da
glauben?
Dass
sie
tot
ist?
Wie
das
Gericht
sagt,
dass
sie
nicht
tot
ist?
Wie
man
aus
dem
Verhalten
der
anderen
Behörden
schließen
soll.
Und
dann
zugleich
diese
Angriffe
aus
der
Bürgerinitiative
man
muss
sich
das
wirklich
mal
vorstellen
verliert
diese
Frau
ihre
Tochter
und
Jahre
später
wird
sie
für
vermeintliche
Verfehlungen
in
ihrem
Privatleben,
die
niemanden
etwas
angehen,
öffentlich
angegriffen.
Ehrlich
gesagt,
ich
finde
auch
das
skandalös.
Geheimakten
Peggy
von
Antenne
Bayern
Christoph
Du
hast
in
den
letzten
Monaten
auch
wieder
versucht,
den
Fall
weiterzubringen
und
vielleicht
doch
noch
zu
einer
Lösung
beizutragen.
Gibt's
dazu
denn
was
Neues
für
diesmal
nur
eine
Kleinigkeit.
Die
Staatsanwaltschaft
hat
auf
meine
Anfrage
zu
dem
Geschäftsmann
in
Ostdeutschland
geantwortet.
Also
den
Mann,
den
wir
in
der
letzten
Folge
vorgestellt
haben.
Genau.
Der
Mann,
von
dem
eine
Nachbarin
von
PGs
Familie
sagte,
er
gebe
ihr
jederzeit
Geld,
wenn
sie
welches
brauche.
Ich
wollte
wissen,
ob
die
Polizei
diesen
Mann
einmal
vernommen
hat.
Die
Staatsanwaltschaft
hat
es
bestätigt.
Das
haben
sie.
Ich
wollte
außerdem
wissen,
ob
Sie
die
Finanzen
dieses
Mannes
untersucht
haben,
also
ob
Sie
ermittelt
haben,
ob
er
damals
nach
Bagis
verschwinden,
eine
größere
Summe
Geld
flüssig
gemacht
hat.
Die
Antwort
der
Staatsanwaltschaft
Nein,
das
haben
Sie
nicht
untersucht.
Diese
Antwort
würde
ich
als
Eingeständnis
eines
Versäumnis
werten.
Die
Polizei
hat
zu
diesem
Mann
keine
Finanzer
Ermittlungen
durchgeführt.
Das
wäre
angesichts
der
Aussage
der
Nachbarin
von
Birgits
Familie
aber
notwendig
gewesen.
Diese
betreffende
Aussage
der
Nachbarin,
aus
der
sich
das
ergibt,
die
liegt
mir
auch
vor.
Für
mich
ist
an
dieser
Stelle
Endstation.
Der
Geschäftsmann
selber
wollte
mit
mir
nicht
reden.
Der
Rest
der
Familie
auch
nicht.
gut,
also
soviel
dazu.
Zurück
zur
Entwicklung
des
Falls
nach
dem
ersten
Urteil.
Wobei
es
ja
schon
bemerkenswert
ist,
dass
wir
hier
einen
Kriminalfall
haben,
der
erst
nach
dem
Urteil
richtig
eskalierte
und
nicht
vorher,
wie
das
ja
normal
wäre.
Und
da
hattest
du
ja
auch
schon
die
Anfänge
geschildert.
Zu
dem
Verurteilten
muss
man
sagen,
dass
er
geistig
behindert
ist
und
zwar
so
schwer,
dass
eine
gesetzliche
Betreuerin
hat.
Früher
nannte
man
das
Vormund.
Betreuerin
ist
dasselbe.
Klingt
halt
nur
anders.
Und
die
Gründerin
dieser
Bürgerinitiative?
Die
hat
sich
mit
Unterstützung
der
Eltern
des
Verurteilten
gerichtlich
als
Betreuerin
einsetzen
lassen.
Und
das
ist
sie
bis
heute.
Und
sie
hat
mit
ihren
Mitstreitern
begonnen,
ja
Akten
zu
sammeln
und
über
etliche
Jahre
Ungereimtheiten
zu
diskutieren.
Naja,
ich
kann
mich
an
die
Zeit
auch
noch
erinnern,
da
es
immer
wieder
mal
auch
kritische
Artikel.
Da
wurde
immer
wieder
gezweifelt,
ob
dieses
Urteil
denn
richtig
war.
Und
auch
wir
von
Antenne
Bayern
haben
natürlich
darüber
berichtet
und
da
wurde
auch
immer
wieder
die
Betreuerin
zitiert.
Aber
so
richtig
heiß
wurde
es
nie,
weil
die
Betreuerin
und
ihre
Mitstreiter
eben
immer
wieder
auch
über
das
Ziel
hinausgeschossen
sind,
z.B.
mit
ihren
Vorwürfen
gegen
Peggy
Mutter
oder
bis
in
die
jüngste
Zeit
auch
mit
laut
geäußerten
Zweifeln
z.B.
daran,
dass
die
sterblichen
Überreste
von
Peggy,
die
ja
inzwischen
eben
doch
gefunden
wurden,
wirklich
zu
Peggy
gehören.
Und
wenn
ich
das
als
persönliche
Einschätzung
sage,
da
hat
manches
schon
ein
leicht
verschwörungstheoretischen
Touch.
Also
viele
Anstöße
der
Bürgerinitiative,
die
waren
absolut
richtig.
Aber
anderes
passte
eben
nicht.
Ja,
aber
das
hat
sich
ja
dann
doch
wieder
geändert.
Irgendwann
kam
der
Fall
ja
dann
doch
wieder
in
den
Schlagzeilen.
Ja,
genau
das
war
dann
ab
dem
Jahr
2011
2012.
Da
war
Peggy
dann
10
Jahre
und
mehr
verschwunden.
Und
eines
Tages,
da
wandte
sich
die
Betreuerin
des
Verurteilten
an
den
Frankfurter
Rechtsanwalt
Michael
Euler.
Der
erinnert
sich
ja.
Es
begab
sich,
dass
ich
einen
Anruf
erhielt
von
der
Betreuerin
meines
damaligen
Mandanten.
Die
kam
auch
mehr
oder
minder
durch
Zufall
auf
mich.
Ich
hatte
mich
damals
schon
so
ein
bisschen
auf
Wiederaufnahmeverfahren
eingestimmt.
Es
ist
eine
Spezial
Materie.
Im
Strafrecht
wird
auch
nicht
von
vielen
Strafverteidigern
bearbeitet
und
von
einem
ehemaligen
Mandanten
hatte
diese
Betreuerin
erfahren,
dass
ich
mich
mit
Wiederaufnahmeverfahren
auseinandersetze.
Daraufhin
hat
sie
wie
gesagt
Kontakt
zu
mir
aufgenommen
und
ich
habe
sie
in
die
Kanzlei
eingeladen.
Sie
wollte
mir
unbedingt
einen
Fall
präsentieren.
Sie
kam
dann
auch
mit
ihrem
Ehemann
zu
mir
und
fragte
mich,
ob
ich
was
mit
dem
Fall
Peggy
anfangen
könne.
Ich
habe
damals
gesagt,
so
adhoc
fiel
mir
nichts
zu
ein.
Der
Fall
Peggy
war
in
den
Medien
gewesen,
zu
einem
Zeitpunkt,
da
war
ich
selbst
noch
gar
nicht
Rechtsanwalt.
Ich
hab
den
Fall
natürlich
damals
auch
in
der
Presse
verfolgt
gehabt.
Dem
konnte
sich
ja
eigentlich
niemand
entziehen.
Das
ging
ja
tagelang
wirklich
durch
die
Presse,
zumal
da
ja
auch
diese
Tornados
flogen,
die
Nachtheil
nach
diesem
Mädchen
gesucht
haben.
Und
ich
hab
dann
bei
Google
zunächst
mal
den
Namen
eingegeben
gehabt
Peggy
Mord.
Und
das
erste,
was
kam,
war
dieses
Bild
von
diesem
Mädchen
mit
den
blauen
Augen.
Und
dann
dämmerte
es
auch
mir,
was
das
für
ein
Fall
gewesen
ist.
Und
dann
hab
ich
erst
einmal
die
Betreuerin
erzählen
lassen.
Sie
sagte
zu
mir
Sie
bittet
mich
mal
um
knapp
eine
Stunde
meiner
Zeit.
Sie
will
mir
diesen
Fall
mal
präsentieren
und
auch
das,
sie
schon
selbst
ermittelt
hat.
Und
dann
habe
ich
sie
eine
Stunde
lang
erzählen
lassen.
Und
es
gab
da
Momente,
wo
es
mir
dann
teilweise
eiskalt
den
Rücken
runter
gelaufen
ist.
Schon
anhand
ihrer
Schilderungen,
was
da
damals
alles
schiefgelaufen
ist
in
diesem
Verfahren.
Und
man
muss
halt
wissen,
es
gibt
viele
Mandanten,
die
erzählen
Anwalt
erst
die
tollsten
Geschichten.
Wenn
man
dann
ein
bisschen
tiefer
bohrt
und
nachforscht,
hält
man
fest
Das
sind
alles
irgendwelche
Luftnummern.
Aber
die
Betreuerin
verstand
es
tatsächlich,
mich
dann
auch
auf
Anhieb
zu
überzeugen,
weil
alles
das,
was
sie
mir
gesagt
hat,
konnte
sie
direkt
vor
Ort
anhand
von
Akten
belegen.
hat
also
Ordner
weise
Akten
dabei
gehabt
und
hat
auch
relativ
schnell
Zugriff
drauf
und
hat
mir
gesagt,
sie
das,
was
gerade
gesagt
habe,
da
und
da
und
da
steht's.
Und
dann
fragte
sie
mich
eben,
ob
ich
den
Fall
übernehmen
würde.
Und
ich
hatte
ihr
damals
erklärt,
dass
gerade
vor
dem
Hintergrund
des
Umfangs
dieser
Akte
das
sind
nach
meiner
Erinnerung
über
15
000
Seiten
Ermittlungsakte
gewesen.
Habe
ich
gesagt
Das
ist
ein
Fall,
den
kann
kein
Rechtsanwalt,
wenn
es
nicht
ordentlich
honoriert
wird,
mal
so
ad
hoc
bearbeiten,
ich
gesagt.
Der
Fall
hört
sich
spannend
an.
Ich
gucke
mir
den
gerne
an,
aber
es
wird
dauern.
Und
ich
habe
dann
angefangen,
diesen
Fall
hobbymäßig
mit
tatkräftiger
Unterstützung
von
der
Betreuerin,
also
neben
meinem
Hauptberuf
sage
ich
mal
zu
bearbeiten.
Eine
gewaltige
Aufgabe,
wie
sich
herausstellte.
Und
Anwalt
Euler
erinnert
sich
auch,
wie
er
von
der
Staatsanwaltschaft
von
Anfang
an
ausgebremst
wurde.
Man
muss
natürlich
zunächst
einmal
sich
die
Akte
komplett
beschaffen.
Da
fing
es
schon
an,
hatte
man
mir
schon
Steine
in
den
Weg
gelegt
seitens
der
Justiz
in
Hof.
Das
heißt,
die
Akten
befanden
sich
dort
nach
wie
vor
bei
der
Staatsanwaltschaft
und
normalerweise
so,
dass
man
als
Anwalt
Akten
schriftlich
anfordert
und
man
die
dann
in
die
Kanzlei
geschickt
bekommt.
Was
nicht
so?
Da
bekam
ich
ein
nettes
Schreiben
der
Staatsanwaltschaft,
die
mir
aufgaben,
dass
ich
diese
Akten
doch
bitte
ausschließlich
persönlich
abholen
sollte
und
diese
Akten
auch
persönlich
wieder
zurückbringen
müsse,
sodass
ich
tatsächlich
zunächst
einmal
den
weiten,
beschwerlichen
Weg
auf
mich
nehmen
musste,
nach
Hof
zu
fahren.
Die
Akten
in
Empfang
zu
nehmen,
die
dann
hier
erst
einmal
entsprechend
zu
kopieren.
Man
kriegt
ja
relativ
kurze
Fristen,
nur
bis
diese
Akten
wieder
zurück
gelangen
müssen,
zur
Staatsanwaltschaft
oder
zu
Gericht.
Ja
und
dann
fing
man
hier
erst
einmal
an,
diese
Akten
komplett
einzuscannen.
Also
nicht
zu
kopieren.
Ich
habe
die
hier
verkannt.
Hat
dann
auch
eine
entsprechende
Volltextsuche
gehabt
in
diesen
Akten.
Wie
gesagt,
es
waren
über
15
000
Seiten.
Und
dann
gingen
die
Akten
wieder
zurück
nach
Hof.
Und
dann
saß
man
hier
zunächst
einmal.
Zum
einen
mit
den
Ausarbeitungen
einer
Betreuerin
und
mit
einem
relativ
großen
Stapel
Akten,
die
zwar
fast
gent
waren,
die
waren
dann
auf
einer
CD
drauf.
Das
heißt,
das
hat
man
erst
einmal
nicht
so
gesehen.
Wie
umfangreich
das
ist.
Aber
ich
hatte
ja
allerorten
bei
mir
im
Büro
stehen
gehabt.
Wir
haben
gerade
mit
Müh
und
Not
in
ein
Auto
bekommen
und
hatten
dann
entsprechend
die
Ordner
aufgereiht
bei
mir
im
Büro.
Das
war
eine
relativ
lange
Schlange
an
Ordnern,
die
da
so
nebeneinander
standen.
Dann
ging
es
darum,
die
erst
zu
verkennen,
dass
man
überhaupt
richtig
mit
diesen
Akten
arbeiten
konnte.
Und
ja,
und
dann
gingen,
wie
gesagt,
die
eigentliche
Arbeit
zunächst
einmal
los.
Also
15
000
Seiten
Akten
lesen.
15000
Seiten?
Genau.
Aber
jetzt
muss
man
sich
diese
15
000
Seiten
nicht
etwa
als
sortiert
und
geordnet
vorstellen,
sodass
da
alles
klar
wird
beim
Lesen,
sondern
ganz
im
Gegenteil.
sich
mal
als
Anwalt
hätten
und
lesen
mal
15
000
Seiten
Gerichtsakten,
wenn
Sie
die
einmal
durchgelesen
haben.
Nun
fangen
Sie
ja
gerade
wieder
von
vorne
an,
weil
sie
gar
nicht
mehr
wissen,
was
im
ersten
Band
gestanden
hat.
Und
es
war
eine
unsägliche
Arbeit
vor
dem
Hintergrund,
dass
diese
Akte
seinerzeit
weder
durch
Polizei
noch
durch
Staatsanwaltschaft
ordnungsgemäß
aufbereitet
worden
ist.
Wir
haben
da
wirklich
eine
Akte
gehabt,
wo
man
sich
gefragt
hat,
ob
die
sich
mal
in
einem
sortierten
Zustand
befand
und
die
Ermittlungsbehörden
oder
die
Staatsanwaltschaft
hergegangen
ist
und
alle
Seiten
bunt
durchgemischt
hat,
einfach
nur
ums
Verteidigen
oder
Gerichten
schwer
zu
machen,
den
Überblick
zu
behalten.
Während
Anwalt
Euler
sich
durch
die
Akte
arbeitete,
interessierten
sich
dann
auch
Medien
wieder
stärker
für
den
Fall
Peggy.
Das
war
dann
2012
und
da
spielten
wir
von
Antenne
Bayern,
das
kann
man
schon
so
sagen
eine
ganz
besondere
Rolle.
Ja,
die
Antenne
Bayern
Exclusiv
Reportage,
das
war
ja
eine
Serie
mit
Beiträgen
von
dir.
Eine
ganze
Woche
lang
mit
mehreren
Beiträgen
täglich
in
den
Nachrichten
und
im
laufenden
Programm.
Das
war
wirklich
außergewöhnlich,
muss
man
sagen.
Lass
uns
da
doch
nochmal
kurz
ein
paar
Passagen
daraus
anhören.
Antenne
Bayern
Redakteure
haben
monatelang
intensiv
recherchiert
und
erstaunliche
Widersprüche
und
auch
neue
Erkenntnisse
gefunden.
Die
Ermittler
haben
uns
unter
Druck
gesetzt,
um
Aussagen
zu
widerrufen,
wenn
sie
nicht
ins
Konzept
passen.
Normalerweise.
Denn
in
den
Fall
der
kleinen
Peggy
aus
Lichtenberg
in
Oberfranken,
die
vor
mehr
als
elf
Jahren
verschwunden
ist,
kommt
wieder
Bewegung.
Zwei
Kinder
haben
damals
Peggy
noch
Lichtenberg
gesehen,
als
sie
angeblich
schon
nicht
mehr
am
Leben
sein
sollte.
Der
Anwalt
des
Verurteilten,
Ulf,
will
den
Prozess
noch
einmal
neu
aufrollen
lassen.
Dabei
stützt
er
sich
auch
auf
die
Ergebnisse
unserer
Antenne
Bayern
Recherchen.
Rechtsanwalt
Michael
Euler
plant,
neue
Beweise
vorzulegen,
die
bisher
nie
vor
Gericht
gelandet
sind.
Ich
kann
mich
an
diese
exklusive
Reportage
wirklich
noch
gut
erinnern.
Aber
was
ich
bis
heute
nicht
weiß
Wie
kam
die
eigentlich
zustande?
Ich
weiß
noch,
Christoph,
dass
du
damals
monatelang
unterwegs
warst.
Ab
und
zu
im
Sender
mit
dem
Chefredakteur
gesprochen
hat,
das
dann
unsere
Produktions
Abteilung
mit
viel
Aufwand
deine
Beiträge
hergestellt
hat
und
dann
ein
ganzer
Wochenplan
für
diese
Serie
in
unseren
E-Mails
landete.
Aber
wie
kam
es
dazu?
Es
kann
deshalb,
weil
die
Programmdirektoren
nicht
beauftragt
hatte,
das
Thema
von
Grund
auf
zu
recherchieren.
Und
sie
hat
praktisch
alle
Mittel
freigegeben,
damit
ich
das
ohne
Zeitdruck
machen
konnte.
Nicht
anders
als
jetzt
übrigens
auch.
Oder
vergangenes
Jahr,
als
ich
die
Hintergründe
des
Terroranschlags
am
Münchner
Olympia
Einkaufszentrum
recherchiert
habe
und
das
als
erste
Geheimakten
Podcast
Serie
produzieren
konnte.
Also
wirklich
eine
ungewöhnliche
Vorgehensweise.
Ich
kenne
auch
keinen
anderen
Sender,
weder
öffentlich
rechtlich
noch
privat,
wo
ein
Reporter
so
arbeiten
kann.
Und
das
war
ja
auch
riskant.
Als
ich
angefangen
habe,
da
hatte
ich
wirklich
keine
Ahnung,
ob
diese
Recherche
zu
irgendetwas
führt.
Da
hat
die
Justiz
in
Oberfranken
ja
immer
noch
eisern
behauptet,
das
Urteil
von
2004
sei
korrekt
gewesen
und
habe.
Sogar
in
der
Revision
vor
dem
Bundesgerichtshof
Bestand
gehabt,
haben
ja
sowieso
konsequent
versucht,
jeden
als
Spinner
dastehen
zu
lassen,
der
Zweifel
an
diesem
Urteil
geäußert
hat.
Also
wie
ich
dich
angerufen
hatte,
ich
hatte
das
Gefühl,
die
behandeln
mich
jetzt
auch,
als
ob
ich
irgendwie
so
ein
Verschwörungstheoretiker
wäre.
Aber
ich
habe
einfach
nur
meine
Fragen
gehabt
und
ich
hatte
wirklich
handfest
begründete
Zweifel
und
diese
wollten
die
einfach
nicht
wahrhaben.
Aber
dann
gab's
in
meiner
Recherche
den
Durchbruch.
Ich
hab
dann
ein
Detail
aufgeklärt
bekommen.
Da
war
dann
wirklich
glasklar,
dass
dieses
Urteil
nicht
stimmen
konnte.
Na
dann
lass
mal
hören.
Lichtenberg
in
Oberfranken.
Juni
2012.
Ich
bin
unterwegs
zu
Jörg
D.
Der
war
damals
ein
Schulkamerad
von
Peggy
Jörg
D.
Und
sein
bester
Freund
waren
nach
der
Verschwinden
wochenlang
immer
wieder
von
der
Polizei
vernommen
worden.
Die
beiden
sagten
aus,
sie
hätten
Peggy
am
Nachmittag
am
Martok
Platz
in
der
Stadtmitte
getroffen.
Wenn
das
stimmt,
dann
musste
das
Urteil
falsch
sein,
denn
das
Gericht
hatte,
dass
Peggy
am
Mittag
zwischen
13.15
und
13.45
ermordet
worden
sein
musste.
Davor
war
sie
in
der
Schule.
Danach
hatte
der
Verurteilte
ein
Alibi.
Die
beiden
Buben
sahen
Peggy
aber
zwischen
14
Uhr,
45
und
15
Uhr,
und
zwar
lebend.
Über
Wochen
hatte
die
Polizei
Jörg
T.
Und
seinen
Freund
immer
wieder
vernommen.
Die
beiden
wurden
in
ihren
Aussagen
aber
immer
detaillierter.
Und
dann,
am
Ende
dieser
Vernehmung
Serie
wieder,
riefen
beide
plötzlich
alles,
was
sie
bis
dahin
ausgesagt
hatten.
Sie
bezeichneten
alles
Vorherige
als
Lüge.
Das
kam
mir
komisch
vor.
Ich
wollte
wissen,
wie
das
zustande
gekommen
war.
Zuerst
diese
detaillierten
Aussagen,
die
auch
immer
übereinstimmten
und
dann
plötzlich
der
Widerruf.
Ich
habe
Jörg
D.
Ausfindig
gemacht
und
will
ihn
ein
Fachfragen
eröffnet.
Ich
frage
Was
habt
ihr
damals
wirklich
gesehen?
Er
antwortet
Also
ich
weiß,
dass
ich
mit
Kumpels
und
nur
eben
im
auch
unten
am
und
Peggy
einsteigen
Auto.
Aber
warum
dann
habt
ihr
eure
Aussagen
widerrufen,
nachdem
ihr
wochenlang
immer
detaillierter
genau
das
ausgesagt
habt?
Die
Polizei
habe
ihn
noch
einmal
vernommen
und
behauptet,
sein
Freund
habe
seine
Aussage
zurückgenommen,
antwortet
Jörg.
Ja,
das
war
so,
dass
die
Polizei
uns
einzeln
vernommen
haben,
also
ohne
Elternteil
oder
sonst
irgendetwas.
Ganz
alleine
habe
ich
natürlich
aus
Angst,
weil
ich
ja
noch
klein
waren.
Hab
gedacht,
bevor
ich
Ärger
mit
der
Polizei
bekommen.
Aber
ich
sag
ja,
das
war
eine
Lüge.
Und
dasselbe
habe
die
Polizei
zur
selben
Zeit
mit
seinem
Freund
auch
gemacht.
Ja,
das
ist
wirklich
unglaublich.
Beide
Zeugen,
die
damals
noch
kleine
Jungs
waren,
wurden
unter
Druck
gesetzt
und
es
wurde
ihnen
jeweils
erzählt,
der
andere
habe
die
Aussage
zurückgenommen,
was
ja
auch
nicht
stimmte.
Das
war
der
Punkt,
an
dem
ich
gesagt
habe
Hier
stimmt
wirklich
was
nicht.
Und
das
ist
nicht
nur
irgendein
Gerede.
Geheimakten
Peggy
Episode
14
Der
Skandal.
Die
Aussagen
dieser
beiden
jungen
Jörg
D.
Und
seines
Freundes
erinnert
sich
auch
Anwalt
Euler
noch
gut
und
auch
daran,
wie
er
selber
nach
unserer
Berichterstattung
die
Spur
aufgenommen
hat.
Die
haben
Skizzen
angefertigt,
sind
getrennt
voneinander
vernommen
worden,
wohlgemerkt,
haben
Skizzen
angefertigt,
haben
gezeigt,
wo
der
Mercedes
stand,
wo
die.
Eingestiegen
ist.
Die
konnten
sehr
detailliert
beschreiben,
dass
sie
beispielsweise
auf
dem
Rücksitz
Platz
genommen
hatte,
man
diese
zu
umklappen
musste.
Also
alles
eine
Beschreibung,
wo
man
sie
sagt.
Zwei
kleine
Jungs
von
9
10
Jahren
tätig
können
sich
sowas
nicht
ausdenken,
schon
gar
nicht
absprechen.
Zumal.
Welchen
Grund
sollten
die
denn
da
gehabt
haben,
der
Polizei
so
einen
Unfug
zu
erzählen?
Aus
der
Akte
wäre
die
Aussage
dieser
beiden
Buben
allerdings
bestenfalls
mit
viel
Glück
zu
rekonstruieren
gewesen.
Im
Jahr
2012,
Euler
selber
noch
sein
Material
sichtete.
Da
hab
ich
ihn
am
Telefon
mit
dieser
von
der
Polizei
manipulierten
Aussage
der
beiden
Jungen
konfrontiert
und
das
war
seine
Reaktion
damals
am
Telefon.
Aus
der
neuerlich
getroffenen
Aussage
von
dem
Herrn
Donat
ergibt
sich
natürlich
jetzt
ein
weiterer
Wiederaufnahme
Grund
für
das
gesamte
Verfahren.
Darüber
hinaus
muss
man
sich
wirklich
fragen
Wie
hat
die
Polizei
damals
die
Vernehmungen
geführt?
Also
hier
in
diesem
konkreten
Fall
jetzt
muss
man
tatsächlich
davon
sprechen,
dass
hier
Aussagen
durch
die
Polizeibehörden
passend
gemacht
worden
sind.
Und
natürlich
haben
wir
auch
jetzt
noch
einmal
darüber
gesprochen
und
so
erinnert
sich
der
Anwalt
heute,
da
bin
ich
aber
auch
erst
relativ
spät
darauf
aufmerksam
geworden,
weil
man
muss
wissen,
sämtliche
Zeugenvernehmungen
in
der
Akte.
Wir
erinnern
uns
über
15
000
Seiten
Akte,
die
befanden
sich
nicht
unmittelbar
hintereinander
in
der
Arktis
an
die
Wand
verstreut.
Und
diese
Zeugenvernehmungen
befand
sich
wie
eine
Vernehmung.
Ich
sage
jetzt
mal
in
Band
4,
die
von
dem
zweiten
Jungen
in
Band
6,
der
Widerruf
war
dann
irgendwo
in
Band
15
von
dem
einen
Jungen.
Der
andere
Junge
hat
es
in
Band
18
widerrufen
und
das
muss
man
sich
erst
einmal
zusammensuchen.
Und
um
dann
einen
Zusammenhang
herzustellen,
muss
man
erst
einmal
alle
Aussagen
sortieren,
die
in
entsprechender
Reihenfolge
bringen.
Hintereinander
sortieren.
Was
weiß
ich
anfangs
sagte
Man
kam
sich
vor,
als
hätte
man
mit
dieser
gesamten
Ermittlungsakte
einmal
Memory
gespielt
und
alle
Seiten
durchmischt.
Und
als
ich
dann
mir
dieses
Bild
verschafft
habe,
die
Aussagen
nebeneinander
gelegt,
habe
ich
gesagt
Hier
stimmt
irgendetwas
nicht,
hier
stimmt
irgendetwas
nicht,
sagt
also
auch
der
Anwalt.
Und
der
ist
dann
auch
nach
Lichtenberg
gefahren
und
hat
mit
den
beiden
Jungs
gesprochen
und
er
erinnert
sich,
was
sie
ihm
sagten.
Und
dann
erzählten
sie
mir
eine
Geschichte.
Da
stellen
sich
mir
heute
noch
die
Nackenhaare
auf.
Die
sagten
Nee,
nee,
das,
was
wir
erst
erzählt
haben
bei
der
Polizei,
das
stimmte.
Wir
sind
dann
ein
Jahr
später
nochmal
zur
Polizei
geholt
worden.
Soweit
wir
uns
erinnern,
waren
unsere
Eltern
nicht
dabei.
Auch
ein
Kuriosum
in
der
Akte
steht
drin.
Erschienen
mit
den
Eltern
bei
der
Polizei.
Die
Eltern
sagen
mir
heute
Nein.
Wir
waren
dann
nicht
mehr
dabei.
Wir
haben
das
überhaupt
nicht
gewusst,
dass
sie
nochmal
vernommen
worden
sind.
Und
dann
schildern
die
Jungs
etwas.
Was
ein
Unding
eigentlich
ist
Die
Polizei
ist
hell
gegangen
und
hat
dem
ersten
gesagt
Wir
wissen
schon,
dass
du
gelogen
hast.
Dein
Freund
hat
uns
nämlich
schon
gestanden,
dass
ihr
euch
das
ausgedacht
habt.
Jetzt
sag
uns,
dass
du
auch
gelogen
hast.
Uns
gibt's
hier
eine
Menge.
Leider.
So
ein
kleiner
Bub
von
10
Jahren.
Was
macht
in
der
Situation?
Der
sagt
natürlich.
Okay.
Ja,
hat
nicht
gestimmt.
Daraufhin
war
natürlich
dieser
Entlastungszeugen
kein
Entlastungszeugen
mehr.
Der
war
verbrannt.
Genauso.
Beide
Jungen
wurden
darum
im
ersten
Prozess
erst
gar
nicht
als
Zeugen
angehört.
Die
Polizei
hat
es
tatsächlich
geschafft,
so
gut
wie
sämtliche
Belastungszeugen
oder
Entlastungszeugen
aus
dem
Weg
zu
räumen.
Die
Polizei
nicht
aus
eigenem
Antrieb
gemacht?
Oder
ist
die
Polizei
dazu
eine
Staatsanwaltschaft?
Naja,
ermuntert
oder
unter
Druck
gesetzt
worden?
Also
ich
habe
keine
Hinweise
gefunden,
dass
das
auf
Betreiben
der
Staatsanwaltschaft
erfolgt
ist.
Das
ist
nach
meinem
Dafürhalten
von
der
Polizei
selbst
ausgegangen.
Aber
man
musste
halt
einen
Täter
präsentieren
und
die
Geschichte
passend
machen.
Und
wer
das
für
sich
genommen
schon
skandalös
genug
klingt
es
kommt
eben
dazu,
dass
die
Behörden
aktiv
versucht
haben,
wenigstens
die
spätere
Aufklärung
zu
verhindern.
Etwa
als
Anwalt
Euler
versuchte,
Kontakt
zu
dem
V-Mann
der
Polizei
aufzunehmen.
Wir
erinnern
uns
Der
Mann,
der
mit
dem
Verurteilten
im
Fall
Peggy
gemeinsam
in
der
geschlossenen
Psychiatrie
in
Bayreuth
saß
und
bei
der
Polizei
behauptete,
er
habe
ein
Geständnis
von
ihm
erhalten.
Im
Ermittlungsverfahren
hatte
der
eine
zentrale
Rolle
gespielt,
und
darum
wollte
der
Anwalt
mit
ihm
reden.
Aber
das
war
gar
nicht
so
einfach.
Ich
habe
ihn
jedenfalls
aufgesucht.
Stand
an
der
Pforte
vom
Bezirks
Klinikum,
hatte
erbeten,
dass
ich
als
Anwalt
diesen
Peter
Hofmann
sprechen
dürfe.
Worauf
es
dann
erst
einmal
hieß
Den
gibt's
hier
nicht.
Es
kann
doch
gar
nicht
sein.
Nein,
ein
Peter
Hoffmann
haben
wir
hier
nicht
gesagt.
Also
entweder
sucht
ihr
den
jetzt
bei
euch
oder
wir
holen
die
Polizei
bzw.
ich
würde
ganz
gerne
den
Leiter
hier
sprechen,
wo
denn
euer
Peter
Hoffmann
abgeblieben
ist.
Ja,
Moment,
vergingen
etliche
Minuten
und
dann
hieß
es
Ja,
der
ist
hier
auf
Station
XY
Epsilon.
Nun
können
Sie
natürlich
besuchen
haben
Sie
mich
zunächst
zur
falschen
Station
geschickt.
Von
da
bin
ich
dann
weitergeschickt
worden
und
dann
habe
ich
da
etliche
Minuten
warten
müssen,
bis
dann
letzten
Endes
eine
Ärztin
mit
einem
Pfleger
erschien.
Und
die
mir
Herr
Euler,
der
Hofmann
ist
bei
uns.
Ich
komme
jetzt,
um
Ihnen
zu
sagen,
dass
er
sie
nicht
sehen
möchte.
Und
ich
hab
auch
extra
hier
den
Pfleger
mitgebracht
als
Zeugen
dafür,
dass
das
stimmt,
was
ich
ihnen
erzähle.
Also
die
ganze
Situation
war
völlig
grotesk.
Ich
hab
dann
gesagt
Okay,
ich
kann
natürlich
nicht
erzwingen,
dass
der
mit
mir
spricht,
aber
ich
bitte
Sie,
ihm
mein
Kärtchen
zu
überreichen.
Und
auf
dieses
Kärtchen
hab
ich
auf
die
Rückseite
drauf
geschrieben.
Hallo
Herr
Hofmann.
Schade,
dass
Sie
nicht
mit
mir
sprechen
wollten.
Es
hätte
sich
für
Sie
gelohnt.
Und
ich
habe
der
Ärztin
auch
gesagt,
dass
ich
überprüfen
werde,
ob
er
dieses
Kärtchen
bekommt.
Dann
bin
ich
gegangen.
Mal
wieder
eine
Fahrt
völlig
umsonst.
Zunächst.
Und
dann?
Es
war
an
einem
Samstag,
habe
ich
einen
Anruf
erhalten.
Bei
mir
auf
dem
Telefon.
Ich
hab
als
Strafverteidiger
eine
regelnde
Ruf
drin,
dass
man
auch
am
Wochenende
erreichbar
ist,
weil
der
eine
oder
andere
Mandant
kommt
in
ungeahnte
Schwierigkeiten.
Meistens
Verhaftungen,
sodass
man
als
Strafverteidiger
eigentlich
rund
um
die
Uhr
irgendwie
erreichbar
sein
muss.
Jedenfalls
es
ja.
Hoffmann
Hier
erst
mal
überhaupt
nichts
mit
anfangen,
weil
das
wie
gesagt
drei
Wochen
später
war.
Weil
ich,
Hoffmann.
Ich
wüsste
ja
schon,
warum
er
anruft,
ich
ja.
Es
geht
ja
um
seine
Falschaussage.
So
war
ich
erst
mal
wie
vom
Donner
getroffen,
weil
ich
denk
Falschaussage.
Peter
Hoffmann.
Tatsächlich
war
es
ja
so,
dass.
Ihm
ein
bisschen
was
zu
Peggy
erzählt
hatte.
Also
das
heißt,
das
war
gar
nicht
so
abwegig,
dass
er
eben
was
gesagt
hat.
Aber
jedenfalls
schilderte
mir
der
Peter
Hoffmann
dann
in
Folge,
dass
das,
was
er
jedenfalls
vor
Gericht
gesagt
hat,
nicht
stürmte.
Nämlich,
dass
ihm
gestanden
hätte,
dass
er
die
Peggy
gepackt
und
so
lange
gewürgt
hätte,
bis
sie
nicht
mehr
atmet.
natürlich
Knaller
schlechthin.
Ich
hatte
einen
Zeugen,
der
gelogen
hatte.
Klassische
Wiederaufnahme
Grund.
Und
genau
so
hat
es
der
Peter
Hofmann
uns
ja
auch
gesagt
gehabt.
Hören
wir
uns
das
auch
noch
einmal
an.
Na
ja,
es
war
eigentlich
eine
Falschaussage
gewesen,
die
so
beging
ich
damals,
als
ich
angestiftet
habe,
die
Falschaussage
zu
machen,
unter
dem
Vorwand,
dass
wir
dann
zur
Staatsanwaltschaft
gehen
und
dann
gutes
Wort
einlegen
für
mich.
Und
als
ich
dann
rauskam.
Im
Sommer
2012
haben
wir
mit
deiner
Beitrag
Serie
bei
Antenne
Bayern
den
Fall
Peggy
dann
in
die
Öffentlichkeit
zurückgebracht
und
damit
ging
es
ja
dann
erst
richtig
los.
Ja,
genau
kurz
dann
erfolgte
das
öffentlich
rechtliche
Fernsehen
mit
einem
Film
im
Hauptabendprogramm
zum
Fall
Peggy.
Die
Zeitungen
stiegen
wieder
in
das
Thema
ein
und
ja,
ich
bekam
dann
Anfragen
für
ein
Buch
zum
Fall
Peggy.
Ich
hab
da
noch
Ina
Jung
kennengelernt,
die
spätere
Co-Autorin,
die
schon
lange
an
diesem
Fall
recherchiert
hat,
aber
bis
dahin
nie
etwas
dazu
veröffentlichen
konnte.
Und
sie
war
im
Gespräch
mit
dem
Trümmer
Verlag
und
hat
mich
dann
gefragt,
ob
wir
nicht
gemeinsam
ein
Buchsteiner
schreiben,
statt
jeder
eines
zum
selben
Thema.
Und
das
haben
wir
dann
auch
gemacht.
2013
kam
das
Buch
dann
raus
und
darüber
gab's
dann
wieder
auch
massenhaft
Berichterstattung
in
allen
Medien.
Print,
Spiegel,
Online
war
damit
sogar
bei
SternTV.
Also
das
war
wirklich
heftig,
was
damals
passiert
ist.
Und
dann
passierte
etwas,
was
Journalisten
sonst
ja
eigentlich
nie
passiert
fast
nie
der
Fall
kam
tatsächlich
wieder
ins
Rollen.
Es
ist
so
irre
gewesen,
es
wirklich
nicht
vergessen.
Also
ich
schreibe
eine
Geschichte
und
ich
schreibe
das
ein
falsches
Urteil
getroffen
worden
ist.
Und
plötzlich
fingen
dann
reale
Ereignisse
an!
Diesen
dem
Eindruck,
den
ich
da
erweckt
habe,
zu
folgen,
dass
Kinder
mit
Lust
Anwalt
die
Wiederaufnahme
tatsächlich
fertig
bekam
und
im
April
2013
einreichte.
Die
Staatsanwaltschaft
meinte
dann
in
einer
ersten
Stellungnahme
die
Wiederaufnahme
eines
abgeschlossenen
Strafverfahrens.
Die
sei
schon
vom
Grundsatz
her
so
gut
wie
ausgeschlossen
und
Oilers
Antrag
aus
juristischer
Sicht
wenig
relevant.
Aber
dann
brach
der
Widerstand
der
Behörden
doch
genau
zuerst
bei
der
Polizei.
Die
ermittelte
neu,
obwohl
das
Urteil
noch
Bestand
hatte
und
es
gar
keinen
Fall
formell
gab,
und
zwar
zu
der
viel
naheliegendere
Spur
nach
Ostdeutschland,
die
wir
in
dem
Buch
ausführlich
beschrieben
haben,
aber
eben
vermutlich
zu
spät.
Aber
dann
stieg
auch
die
Justiz
ein.
Genau.
Zuerst
die
Staatsanwaltschaft
Bayreuth,
die
im
November
2013
die
Wiederaufnahme
empfahl.
Und
nur
wenige
Tage
später,
am
9.
Dezember
2013,
ordnete
das
Landgericht
Bayreuth
die
Wiederaufnahme
an
und
das
war
jetzt
definitiv
eine
Sensation.
Im
April
2014
begann
dann
der
Wiederaufnahme
Prozess.
Verhandelt
wurde
an
nur
sieben
Tagen
und
in
dieser
Verhandlung
traten
alle
auf,
die
in
unserer
Beitrag
Serie
bei
Antenne
Bayern
oder
im
Buch
vorkamen,
mit
den
selben
Aussagen
und
Informationen.
Alle
Fehler
und
Pannen
der
Ermittler
wurden
diesmal
vor
Gericht
ausgebreitet
und
der
Gutachter,
der
sich
im
ersten
Prozess
noch
so
sicher
war,
der
ließ
auf
einmal
Zweifel
daran
zu,
dass
das
Geständnis
des
Angeklagten
wirklich
auf
wahren
Begebenheiten
beruhe.
Tja,
und
am
8.
Verhandlungstag
dann
das
neue
Urteil
Freispruch.
Und
zwar
Freispruch
aus
tatsächlichen
Gründen,
wie
Richter
Eckstein
sagte.
Kein
Freispruch
aus
Mangel
an
Beweisen,
der
oft
fälschlich
als
Freispruch
zweiter
Klasse
geschmäht
wird,
sondern
Freispruch
aus
tatsächlichen
Gründen,
weil
die
Behauptungen
aus
dem
Geständnis
widerlegt
seien.
Weil
die
Schulfreunde
Peggy
noch
am
Nachmittag
lebendig
in
der
Stadt
sahen,
weil
die
Ermittler
Zeugen
suggestiv
befragt
hatten,
weil
das
Gericht
nicht
glaubte,
dass
der
Angeklagte
und
Peggy
sich
am
Mittag
des
7.
Mai
2001
begegneten.
Das
Gericht
bezweifelte
sogar,
dass
Peggy
wirklich
auf
den
letzten
Metern
vor
ihrem
Zuhause
verschwand.
Was
bemerkenswert
ist,
denn
genau
das
glauben
die
Ermittler
heute
wieder.
Es
ist
wirklich
bemerkenswert
in
der
ersten
Folge
unseres
Podcasts.
Da
ging
es
um
die
aktuellen
Ermittlungen
und
um
die
Rückkehr
der
Polizei
zu
einer
Tat
Version,
die
im
Video
Aufnahmeprozess
widerlegt
wurde.
Ja
genau.
Apropos
aktueller
Stand
Wie
ist
denn
der
aktuelle
Stand
der
Ermittlungen?
Gibt's
da
mittlerweile
was
Neues?
Naja,
wir
liegen
da
mit
unserer
ersten
Episode
noch
ziemlich
gut
auf
dem
aktuellen
Stand.
Es
gibt
ein
Ermittlungsverfahren
nach
wie
vor
gegen
einen
41
Jahre
alten
Mann.
Da
geht
es
um
den
Verdacht
der
Mittäterschaft.
Und
dieses
Verfahren
basiert
im
Wesentlichen
auf
denselben
Annahmen,
auf
denen
des
Gerichts.
Ein
erstes.
Wie
gesagt,
als
falsch
anerkanntes
und
korrigiert
das
Urteil
stützte.
Die
Staatsanwaltschaft
hat
mir
jetzt
auf
eine
frische
Anfrage
mitgeteilt,
dass
sich
da
nichts
getan
habe
in
den
letzten
Wochen
und
eine
umfassende
Einschätzung
der
Spuren
noch
nicht
möglich
sei.
Und
zu
dem
Auto,
mit
dem
per
GUIs
Leiche
vermeintlich
abtransportiert
wurde,
teilte
die
Staatsanwaltschaft
mit.
Der
Audi
ist
weiterhin
hier
sichergestellt.
Eine
abschließende
Bewertung
der
Untersuchungen
steht
noch
aus.
Das
zieht
sich
also
offenbar
noch
eine
Weile
hin.
Das
war
die
14.
Episode
unseres
Podcasts
Geheimakten
Pagé
und
gelöst
ist
der
Fall
bis
heute
nicht.
Niemand
weiß
oder
kann
beweisen,
was
mit
Peggy
passiert
ist.
Aber
eines
ist
gewiss
In
diesem
Fall
haben
Polizei
und
Justiz
massive
Fehler
gemacht
und
bis
heute
sind
sie
nur
eingeschränkt
bereit,
sie
zu
korrigieren.
Das
Landgericht
Bayreuth
hat
das
mit
dem
falschen
ersten
Urteil
getan.
Die
Staatsanwaltschaft
und
die
Polizei
sind
soweit
noch
nicht.
Und
nun
war's
das.
Eine
Kleinigkeit
hat
man
noch.
Nächste
Woche
sprechen
wir
mit
dem
Mann,
der
politisch
verantwortlich
war
für
den
größten
Teil
der
Ermittlungen
im
Fall
Peggy.
Auch
für
den
skandalöses
Teil
dieser
Ermittlungen.
Ein
Mann,
der
sich
aber
seiner
Verantwortung
stellt
und
der
sich
auch
kritischen
Fragen
stellt,
nämlich
der
damalige
Innenminister
Bayerns
und
Ministerpräsident
a.D.
,
Günther
Beckstein.
Nächste
Woche
bis.
Geheimakten
Der
Rätselhaftes,
der
Kriminalfall
in
Deutschland.
Ein
Podcast
von
Antenne
Bayern.
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Geheimakten Peggy Der Rätselhafte ist der Kriminalfall in Deutschland. Die Bürger in und um Lichtenberg finden keine Ruhe. Das ungewisse Schicksal von Peggy bewegt alle hier. Seit 2001 ist der Fall. Ungelöst ist bis heute. Sie haben den Schuldigen gebraucht, und einen richtigen Fund bekommen. Nein, mit umgewandt? Antenne Bayern Podcast Geheimakten Peggy. Die Geschichte eines Skandals als Episode 14 Der Skandal. Willkommen zu Geheimakten Peggy, dem Podcast von Antenne Bayern. Ich bin Kordula Sanft aus der Antenne Bayern Nachrichtenredaktion und bei mir ist mein Kollege Christoph Lemmer und wir würden uns natürlich wie immer über eine gute Bewertung freuen. Am liebsten natürlich die vollen 5 Sterne Geheimakten. Peggy Es ist die 14. Episode, in der wir die Geschichte des Falz Peggy erzählen. Die Geschichte eines neunjährigen Mädchens aus Oberfranken, das im Jahr 2001 spurlos verschwand. Diese Episode heißt Der Skandal. In der letzten Folge ging es um den Prozess und um das Urteil lebenslange Haft wegen Mordes. Da wäre der Skandal doch eigentlich schon vorbei. Ja, aber der Skandal ging jahrelang immer weiter und geht möglicherweise noch immer weiter. Auch heute noch. Niemand wusste ja im Jahr 2004 im Detail, was an diesen Ermittlungen alles angreifbar war. Das lag trotz des Endes des Prozesses bereits eine Ahnung in der Luft, aber eben mehr auch nicht. Nun kann man diese erste Ahnung irgendwie greifbar machen. Ein Ereignis, das die ganze Sache danach ins Rollen brachte. Ja, das kann man. Und zwar in Form eines Leserbriefes in der Franken Post am 10. Mai 2004. Das war nur wenige Wochen nach dem Motel. Und dieser Leserbrief hat es in sich. Hören wir uns mal einen Auszug daraus an. Das Gericht hat die Zeugen, die für den Angeklagten ausgesagt haben, indirekt der Falschaussage und Konspiration beschuldigt. Warum wurden diese Zeugen dann nicht angeklagt, wenn sie angeblich gelogen haben sollen? Weil man dann hätte beweisen müssen, wie es wirklich war. Ich kenne den Angeklagten seit seiner Geburt als einen gutmütigen, höflichen Menschen, da es ihm trotz seines von Gutachtern bescheinigten IQ von 67 Punkten gelungen sein soll, alle Ermittler hinters Licht zu führen. Bleibt die eine Frage stehen Sollte man sich um deren Sorgen machen? Die Justiz vollführt einen Rückschritt nicht nur ins Dritte Reich, sondern ins Mittelalter. Das gesamte Verfahren lief ab mit Familien, nein, Sippen, Verurteilung. Nahezu die gesamte Bevölkerung einer Stadt wurde zu Helfershelfern abgestempelt. Noch sind der schwarze Kittel und die grüne Uniform kein Monopol und auch keine Garantie für Gesetzestreue, Anstand und Moral. Er hat so richtig auf den Putz gehauen. , aber es war ja trotzdem nur ein Leserbrief in einer Zeitung. Aber wenn er mit Konsequenzen. Den hat auch die spätere Betreuerin des Verurteilten gelesen. Die schrieb dann selber auch einen Leserbrief und unterzeichnete den ganz frech einfach im Namen einer noch gar nicht existierenden Bürgerinitiative. Und das an einem der Redakteure auf und statt eines. Als Leserbrief wurde dieser Leserbrief eben als redaktioneller Artikel verarbeitet. Und dieser Artikel, der loggte dann weitere Leute an, die trafen sich dann über die Jahre immer wieder und diskutierten den Fall und beschafften sich nach und nach Akten. Ja, die waren es dann auch, die die Wiederaufnahme des Prozesses dann Jahre später in Auftrag gaben und damit dann letztlich sogar Erfolg hatten. Ja, und dann ja noch kurz nach dem Urteil ein Ereignis, das zunächst kaum einer bemerkt hat, das aber in der Folge viele Diskussionen ausgelöst hat. Ja, das war die Einrichtung einer Grabstätte für Peggy. Die war deshalb ungewöhnlich, weil es sich um ein leeres Grab handelt. Als das Urteil gesprochen wurde, da hatte das Gericht zwar einen Mann wegen Mordes verurteilt, aber es gab eben keine Leiche. Genau genommen war es eh nur eine Vermutung, dass Peggy tot sei. Wissen konnte das tatsächlich noch niemand. Und eingerichtet hat dieses Grab Peggy Mutter und das hat dann einigen Wirbel verursacht. Zunächst mal bei der Kirchengemeinde, zu der sie ging und auf deren Friedhof sie das Grab bekam. Das ist die jubilierte Kirche in Nordheim. ist von Lichtenberg ungefähr 20 Kilometer entfernt und dort erschien kurz nach dem Urteil per Mutter und bat den Pfarrer Matthias Rückert darum, dort ein Gedenken für Peggy einrichten zu können. Und der Pfarrer? Der erinnert sich da auch noch dran. Die Gestaltung wurde eigentlich von der. Initiiert geht er immer über einen Steinmetz, wo das alles aufbaut. wäre wichtig, uns angeschaut haben, schon da, das ging ja relativ gut damals für uns. Und dann war es sehr schwierig für uns zu sagen Jetzt war mal wieder alles weg. Soviel muss eigentlich nicht geben. Das sei so schnell gegangen. Da sei die Gemeinde dann schwer überrascht gewesen, wie die Grabstelle fertig war, denn es war am Ende eine richtige Grabstelle geworden und nicht nur irgendwie ein Gedenkstein oder sowas. Nur eben eine leere Grabstelle ohne sterbliche Überreste. Und gut möglich, dass Pegnitz, Mutter und der Pfarrer sich da auch irgendwie missverstanden haben. Jedenfalls empfanden einige aus der Gemeinde die Grabstelle für Peggy als makaber. Es gab Ärger und der Pfarrer musste es irgendwie erklären, dass Irritationen da waren. Selbstverständlich das Leugnen. Und dass wir natürlich dann auch so ein bisschen auf den Leuten mit. Und wie hat Peggy Mutter das erklärt? Ja, das hab ich sie gefragt. Und darauf hat sie auch geantwortet. Schon vor längerer Zeit, nämlich 2012, als ich die Beitrag Serie über den Fall Peggy für Antenne Bayern produziert habe. Genau zu dieser Zeit ist die Mutter auch ziemlich heftig attackiert worden und zwar von dieser Bürgerinitiative, die sich für den Verurteilten einsetzte. Diese Initiative warf der Mutter vor, sie wisse mehr über den Tod ihrer Tochter, als sie preisgebe. Es gebe Zweifel, dass Peggy überhaupt tot sei und dass die Mutter das Grab für Peggy einrichtete. Das sei verdächtig. Und dass sie den 7. Mai 2001 als Todestag auf den Grabstein setzen ließ, das könne sie gar nicht wissen, weil die Leiche ja noch gar nicht aufgetaucht sei. Und dann wurde da mal behauptet, Peggy lebe in Tschechien, dann immer wieder in der Türkei, dann, sie lebe irgendwo anders in Deutschland. Besonders krass war die wirklich frei erfundene Version, ein Mädchen in Weimar sei in Wahrheit Peggy und lebe da unter einem neuen Namen weiter. Dieses Mädchen in Weimar, das gibt es wirklich. Das wurde damals von einigen selbsternannten Privatermittler aus dem Kreis dieser Bürgerinitiative regelrecht gestalkt. Die lauerten ihr z.B. vor der Schule auf. Da musste die Polizei einschreiten und jedesmal sollte per irgendwas damit zu tun haben. Die Bürgerinitiative hatte sich richtig auf die Mutter eingeschossen. Das hat zeitweise schlimme Ausmaße gehabt. Ich habe Mutter 2012 darauf angesprochen, zu einer Zeit, als es richtig hochkochte und die Mutter glaub ich auch mir gegenüber misstrauisch war und irgendwie gedacht hatte, ich hing nur noch mit denen zusammen, die da so über sie reden, was aber nie der Fall war. Das war in der Konsequenz aber auch erst hinterher klar. Jedenfalls hat sie mit mir gesprochen. Sie hat meine Fragen beantwortet und hier ist, was sie dazu gesagt hat zu diesem Grabstein. Von Gericht heißt es Mein Kind ist tot. Das ist der Stand nach dem Urteil. Wir sagte auch mit meinem Psychologen damals in Zusammenarbeit ist dieser Stein, ist dieser Ort entstanden für mich. Ja, ich verstehe. Im Moment muss ich Ihnen auch ganz ehrlich sagen, ich verstehe das irgendwo nicht, dass sich jetzt jeder, dass es sich alles um und um diesen, um diesen Stein dreht. Normalerweise stehen gerade unten in Bayern sind ganz viele, wenn wenn ein Kind oder egal ob Kind Erwachsener diese Unfall stellen, überall steht ein Kreuz am Weg. Das haben wir hier bei uns, auch wenn irgendwo was ist, nur an dem Datum. Das Datum steht doch fest. Am 2001 ist mein Kind verschwunden. Laut Prozess. Laut dem Urteil heißt es Mein Kind ist am 7. 5. Sturm muss man so sagen umgebracht worden. Sturm. Finde ich jetzt ein bisschen humaner ausgedrückt, wenn ich sage, dass sie gestorben ist an diesem Tag. Zugleich sagte die Mutter in demselben Gespräch auch noch etwas anderes, was eigentlich nicht zu dem Grabstein und dem Today's Termin passen will. Hören wir uns doch das an. Es ist ja immer noch nach wie vor die Frage Wo ist mein Kind? Und ich möchte mein Kind einfach wiederhaben. Da hatte sie recht, als sie das sagte. Wie gesagt, im Jahr 2012, das war noch Jahre vor dem wieder Aufnahmeprozess und noch länger vor dem Auffinden der sterblichen Überreste ihrer Tochter. Und in dem Gespräch äußerte sie andererseits auch noch Hoffnung. Ich habe die Hoffnung, wenn es zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommen sollte, das ich ganz einfach meine Tochter wieder kriege. Und dass die Fragen zum Verbleib meiner Tochter geklärt werden. Christoph Ich wage ja kaum, da jetzt so rein zu fragen. Aber ich finde, dass das schon ein bisschen widersprüchlich klingt. Also einerseits ein Todesdatum auf dem Grabstein, andererseits die Hoffnung, PEGI wieder zu kriegen. Das ist ja auch widersprüchlich. Dazu muss man aber sagen Diese Widersprüchlichkeit, die hat sich bei Mutter nicht selber ausgedacht, die ist damit konfrontiert worden, und zwar vom Staat, die eine staatliche Stelle, nämlich das Gericht hat gesagt, Peggy sei tot. Und auch der Staatsanwalt hat es im ersten Prozess ja ganz deutlich formuliert, dass er von Der Tod überzeugt sei. Aber es gab zugleich noch Jahre später andere staatliche Stellen. Die haben so getan, als sei Peggy am Leben. Und die Mutter hat damals auch keinen Totenschein bekommen. Und was sie sonst über Behörden verhalten sagt, das klingt. Gruselig, finde ich, können wir dann nochmal weiterreichen. Ja, es geht z.B. bei Lewis, er bei mir gemeldet ist, dass dann z.B. jetzt die Wähler Post kommt, weil sie ist ja über 18, sie kann ja wählen, das zum einen dann zum Beispiel von der Krankenkasse kommt Post, dass er ja die Schule beendet hätte, ob sie jetzt vorhat, ne Ausbildung anzufangen oder ob sie studieren möchte. Da ist dann ganz einfach die Sache, ob sie sich selber versichern möchte oder ob sie dann, wenn sie studiert, weiter bei mir versichert bleiben möchte. Dann z.B. beim Umzug geht es weiter, mal auf der Meldestelle das man das angeben muss. Wie gesagt dann der Schulbesuch damals, dass ich Post bekommen habe, in welche Schule ich denn weiterführende Schule ich Peggy an anmelden möchte. Ja, so zieht sich das wie ein roter Faden durch das ich ja eigentlich sogar auch bei meinem Vermieter und da sie ja mit gemeldet ist das wäre ja dann ein 4 Personen Haushalt und dementsprechend müsste ich dann ja waser die ganzen die ganzen Nebenkosten die anfallen nicht. Er Ja dann. Für eine vierte Person eigentlich zahlt wären. Also das Gericht sagt, Peggy sei tot. Die Schulbehörde sagt, die Mutter solle Peggy zur Schule anmelden. Das Einwohner schickt Peggy eine Wähler Bescheinigung und das zu einer Zeit, als Peggy schon 11 Jahre verschwunden war. Das ist wirklich verrückt. Da ist nicht die Mutter verrückt, da ist der Staat verrückt. Und was soll die Mutter denn da glauben? Dass sie tot ist? Wie das Gericht sagt, dass sie nicht tot ist? Wie man aus dem Verhalten der anderen Behörden schließen soll. Und dann zugleich diese Angriffe aus der Bürgerinitiative man muss sich das wirklich mal vorstellen verliert diese Frau ihre Tochter und Jahre später wird sie für vermeintliche Verfehlungen in ihrem Privatleben, die niemanden etwas angehen, öffentlich angegriffen. Ehrlich gesagt, ich finde auch das skandalös. Geheimakten Peggy von Antenne Bayern Christoph Du hast in den letzten Monaten auch wieder versucht, den Fall weiterzubringen und vielleicht doch noch zu einer Lösung beizutragen. Gibt's dazu denn was Neues für diesmal nur eine Kleinigkeit. Die Staatsanwaltschaft hat auf meine Anfrage zu dem Geschäftsmann in Ostdeutschland geantwortet. Also den Mann, den wir in der letzten Folge vorgestellt haben. Genau. Der Mann, von dem eine Nachbarin von PGs Familie sagte, er gebe ihr jederzeit Geld, wenn sie welches brauche. Ich wollte wissen, ob die Polizei diesen Mann einmal vernommen hat. Die Staatsanwaltschaft hat es bestätigt. Das haben sie. Ich wollte außerdem wissen, ob Sie die Finanzen dieses Mannes untersucht haben, also ob Sie ermittelt haben, ob er damals nach Bagis verschwinden, eine größere Summe Geld flüssig gemacht hat. Die Antwort der Staatsanwaltschaft Nein, das haben Sie nicht untersucht. Diese Antwort würde ich als Eingeständnis eines Versäumnis werten. Die Polizei hat zu diesem Mann keine Finanzer Ermittlungen durchgeführt. Das wäre angesichts der Aussage der Nachbarin von Birgits Familie aber notwendig gewesen. Diese betreffende Aussage der Nachbarin, aus der sich das ergibt, die liegt mir auch vor. Für mich ist an dieser Stelle Endstation. Der Geschäftsmann selber wollte mit mir nicht reden. Der Rest der Familie auch nicht. gut, also soviel dazu. Zurück zur Entwicklung des Falls nach dem ersten Urteil. Wobei es ja schon bemerkenswert ist, dass wir hier einen Kriminalfall haben, der erst nach dem Urteil richtig eskalierte und nicht vorher, wie das ja normal wäre. Und da hattest du ja auch schon die Anfänge geschildert. Zu dem Verurteilten muss man sagen, dass er geistig behindert ist und zwar so schwer, dass eine gesetzliche Betreuerin hat. Früher nannte man das Vormund. Betreuerin ist dasselbe. Klingt halt nur anders. Und die Gründerin dieser Bürgerinitiative? Die hat sich mit Unterstützung der Eltern des Verurteilten gerichtlich als Betreuerin einsetzen lassen. Und das ist sie bis heute. Und sie hat mit ihren Mitstreitern begonnen, ja Akten zu sammeln und über etliche Jahre Ungereimtheiten zu diskutieren. Naja, ich kann mich an die Zeit auch noch erinnern, da es immer wieder mal auch kritische Artikel. Da wurde immer wieder gezweifelt, ob dieses Urteil denn richtig war. Und auch wir von Antenne Bayern haben natürlich darüber berichtet und da wurde auch immer wieder die Betreuerin zitiert. Aber so richtig heiß wurde es nie, weil die Betreuerin und ihre Mitstreiter eben immer wieder auch über das Ziel hinausgeschossen sind, z.B. mit ihren Vorwürfen gegen Peggy Mutter oder bis in die jüngste Zeit auch mit laut geäußerten Zweifeln z.B. daran, dass die sterblichen Überreste von Peggy, die ja inzwischen eben doch gefunden wurden, wirklich zu Peggy gehören. Und wenn ich das als persönliche Einschätzung sage, da hat manches schon ein leicht verschwörungstheoretischen Touch. Also viele Anstöße der Bürgerinitiative, die waren absolut richtig. Aber anderes passte eben nicht. Ja, aber das hat sich ja dann doch wieder geändert. Irgendwann kam der Fall ja dann doch wieder in den Schlagzeilen. Ja, genau das war dann ab dem Jahr 2011 2012. Da war Peggy dann 10 Jahre und mehr verschwunden. Und eines Tages, da wandte sich die Betreuerin des Verurteilten an den Frankfurter Rechtsanwalt Michael Euler. Der erinnert sich ja. Es begab sich, dass ich einen Anruf erhielt von der Betreuerin meines damaligen Mandanten. Die kam auch mehr oder minder durch Zufall auf mich. Ich hatte mich damals schon so ein bisschen auf Wiederaufnahmeverfahren eingestimmt. Es ist eine Spezial Materie. Im Strafrecht wird auch nicht von vielen Strafverteidigern bearbeitet und von einem ehemaligen Mandanten hatte diese Betreuerin erfahren, dass ich mich mit Wiederaufnahmeverfahren auseinandersetze. Daraufhin hat sie wie gesagt Kontakt zu mir aufgenommen und ich habe sie in die Kanzlei eingeladen. Sie wollte mir unbedingt einen Fall präsentieren. Sie kam dann auch mit ihrem Ehemann zu mir und fragte mich, ob ich was mit dem Fall Peggy anfangen könne. Ich habe damals gesagt, so adhoc fiel mir nichts zu ein. Der Fall Peggy war in den Medien gewesen, zu einem Zeitpunkt, da war ich selbst noch gar nicht Rechtsanwalt. Ich hab den Fall natürlich damals auch in der Presse verfolgt gehabt. Dem konnte sich ja eigentlich niemand entziehen. Das ging ja tagelang wirklich durch die Presse, zumal da ja auch diese Tornados flogen, die Nachtheil nach diesem Mädchen gesucht haben. Und ich hab dann bei Google zunächst mal den Namen eingegeben gehabt Peggy Mord. Und das erste, was kam, war dieses Bild von diesem Mädchen mit den blauen Augen. Und dann dämmerte es auch mir, was das für ein Fall gewesen ist. Und dann hab ich erst einmal die Betreuerin erzählen lassen. Sie sagte zu mir Sie bittet mich mal um knapp eine Stunde meiner Zeit. Sie will mir diesen Fall mal präsentieren und auch das, sie schon selbst ermittelt hat. Und dann habe ich sie eine Stunde lang erzählen lassen. Und es gab da Momente, wo es mir dann teilweise eiskalt den Rücken runter gelaufen ist. Schon anhand ihrer Schilderungen, was da damals alles schiefgelaufen ist in diesem Verfahren. Und man muss halt wissen, es gibt viele Mandanten, die erzählen Anwalt erst die tollsten Geschichten. Wenn man dann ein bisschen tiefer bohrt und nachforscht, hält man fest Das sind alles irgendwelche Luftnummern. Aber die Betreuerin verstand es tatsächlich, mich dann auch auf Anhieb zu überzeugen, weil alles das, was sie mir gesagt hat, konnte sie direkt vor Ort anhand von Akten belegen. hat also Ordner weise Akten dabei gehabt und hat auch relativ schnell Zugriff drauf und hat mir gesagt, sie das, was gerade gesagt habe, da und da und da steht's. Und dann fragte sie mich eben, ob ich den Fall übernehmen würde. Und ich hatte ihr damals erklärt, dass gerade vor dem Hintergrund des Umfangs dieser Akte das sind nach meiner Erinnerung über 15 000 Seiten Ermittlungsakte gewesen. Habe ich gesagt Das ist ein Fall, den kann kein Rechtsanwalt, wenn es nicht ordentlich honoriert wird, mal so ad hoc bearbeiten, ich gesagt. Der Fall hört sich spannend an. Ich gucke mir den gerne an, aber es wird dauern. Und ich habe dann angefangen, diesen Fall hobbymäßig mit tatkräftiger Unterstützung von der Betreuerin, also neben meinem Hauptberuf sage ich mal zu bearbeiten. Eine gewaltige Aufgabe, wie sich herausstellte. Und Anwalt Euler erinnert sich auch, wie er von der Staatsanwaltschaft von Anfang an ausgebremst wurde. Man muss natürlich zunächst einmal sich die Akte komplett beschaffen. Da fing es schon an, hatte man mir schon Steine in den Weg gelegt seitens der Justiz in Hof. Das heißt, die Akten befanden sich dort nach wie vor bei der Staatsanwaltschaft und normalerweise so, dass man als Anwalt Akten schriftlich anfordert und man die dann in die Kanzlei geschickt bekommt. Was nicht so? Da bekam ich ein nettes Schreiben der Staatsanwaltschaft, die mir aufgaben, dass ich diese Akten doch bitte ausschließlich persönlich abholen sollte und diese Akten auch persönlich wieder zurückbringen müsse, sodass ich tatsächlich zunächst einmal den weiten, beschwerlichen Weg auf mich nehmen musste, nach Hof zu fahren. Die Akten in Empfang zu nehmen, die dann hier erst einmal entsprechend zu kopieren. Man kriegt ja relativ kurze Fristen, nur bis diese Akten wieder zurück gelangen müssen, zur Staatsanwaltschaft oder zu Gericht. Ja und dann fing man hier erst einmal an, diese Akten komplett einzuscannen. Also nicht zu kopieren. Ich habe die hier verkannt. Hat dann auch eine entsprechende Volltextsuche gehabt in diesen Akten. Wie gesagt, es waren über 15 000 Seiten. Und dann gingen die Akten wieder zurück nach Hof. Und dann saß man hier zunächst einmal. Zum einen mit den Ausarbeitungen einer Betreuerin und mit einem relativ großen Stapel Akten, die zwar fast gent waren, die waren dann auf einer CD drauf. Das heißt, das hat man erst einmal nicht so gesehen. Wie umfangreich das ist. Aber ich hatte ja allerorten bei mir im Büro stehen gehabt. Wir haben gerade mit Müh und Not in ein Auto bekommen und hatten dann entsprechend die Ordner aufgereiht bei mir im Büro. Das war eine relativ lange Schlange an Ordnern, die da so nebeneinander standen. Dann ging es darum, die erst zu verkennen, dass man überhaupt richtig mit diesen Akten arbeiten konnte. Und ja, und dann gingen, wie gesagt, die eigentliche Arbeit zunächst einmal los. Also 15 000 Seiten Akten lesen. 15000 Seiten? Genau. Aber jetzt muss man sich diese 15 000 Seiten nicht etwa als sortiert und geordnet vorstellen, sodass da alles klar wird beim Lesen, sondern ganz im Gegenteil. sich mal als Anwalt hätten und lesen mal 15 000 Seiten Gerichtsakten, wenn Sie die einmal durchgelesen haben. Nun fangen Sie ja gerade wieder von vorne an, weil sie gar nicht mehr wissen, was im ersten Band gestanden hat. Und es war eine unsägliche Arbeit vor dem Hintergrund, dass diese Akte seinerzeit weder durch Polizei noch durch Staatsanwaltschaft ordnungsgemäß aufbereitet worden ist. Wir haben da wirklich eine Akte gehabt, wo man sich gefragt hat, ob die sich mal in einem sortierten Zustand befand und die Ermittlungsbehörden oder die Staatsanwaltschaft hergegangen ist und alle Seiten bunt durchgemischt hat, einfach nur ums Verteidigen oder Gerichten schwer zu machen, den Überblick zu behalten. Während Anwalt Euler sich durch die Akte arbeitete, interessierten sich dann auch Medien wieder stärker für den Fall Peggy. Das war dann 2012 und da spielten wir von Antenne Bayern, das kann man schon so sagen eine ganz besondere Rolle. Ja, die Antenne Bayern Exclusiv Reportage, das war ja eine Serie mit Beiträgen von dir. Eine ganze Woche lang mit mehreren Beiträgen täglich in den Nachrichten und im laufenden Programm. Das war wirklich außergewöhnlich, muss man sagen. Lass uns da doch nochmal kurz ein paar Passagen daraus anhören. Antenne Bayern Redakteure haben monatelang intensiv recherchiert und erstaunliche Widersprüche und auch neue Erkenntnisse gefunden. Die Ermittler haben uns unter Druck gesetzt, um Aussagen zu widerrufen, wenn sie nicht ins Konzept passen. Normalerweise. Denn in den Fall der kleinen Peggy aus Lichtenberg in Oberfranken, die vor mehr als elf Jahren verschwunden ist, kommt wieder Bewegung. Zwei Kinder haben damals Peggy noch Lichtenberg gesehen, als sie angeblich schon nicht mehr am Leben sein sollte. Der Anwalt des Verurteilten, Ulf, will den Prozess noch einmal neu aufrollen lassen. Dabei stützt er sich auch auf die Ergebnisse unserer Antenne Bayern Recherchen. Rechtsanwalt Michael Euler plant, neue Beweise vorzulegen, die bisher nie vor Gericht gelandet sind. Ich kann mich an diese exklusive Reportage wirklich noch gut erinnern. Aber was ich bis heute nicht weiß Wie kam die eigentlich zustande? Ich weiß noch, Christoph, dass du damals monatelang unterwegs warst. Ab und zu im Sender mit dem Chefredakteur gesprochen hat, das dann unsere Produktions Abteilung mit viel Aufwand deine Beiträge hergestellt hat und dann ein ganzer Wochenplan für diese Serie in unseren E-Mails landete. Aber wie kam es dazu? Es kann deshalb, weil die Programmdirektoren nicht beauftragt hatte, das Thema von Grund auf zu recherchieren. Und sie hat praktisch alle Mittel freigegeben, damit ich das ohne Zeitdruck machen konnte. Nicht anders als jetzt übrigens auch. Oder vergangenes Jahr, als ich die Hintergründe des Terroranschlags am Münchner Olympia Einkaufszentrum recherchiert habe und das als erste Geheimakten Podcast Serie produzieren konnte. Also wirklich eine ungewöhnliche Vorgehensweise. Ich kenne auch keinen anderen Sender, weder öffentlich rechtlich noch privat, wo ein Reporter so arbeiten kann. Und das war ja auch riskant. Als ich angefangen habe, da hatte ich wirklich keine Ahnung, ob diese Recherche zu irgendetwas führt. Da hat die Justiz in Oberfranken ja immer noch eisern behauptet, das Urteil von 2004 sei korrekt gewesen und habe. Sogar in der Revision vor dem Bundesgerichtshof Bestand gehabt, haben ja sowieso konsequent versucht, jeden als Spinner dastehen zu lassen, der Zweifel an diesem Urteil geäußert hat. Also wie ich dich angerufen hatte, ich hatte das Gefühl, die behandeln mich jetzt auch, als ob ich irgendwie so ein Verschwörungstheoretiker wäre. Aber ich habe einfach nur meine Fragen gehabt und ich hatte wirklich handfest begründete Zweifel und diese wollten die einfach nicht wahrhaben. Aber dann gab's in meiner Recherche den Durchbruch. Ich hab dann ein Detail aufgeklärt bekommen. Da war dann wirklich glasklar, dass dieses Urteil nicht stimmen konnte. Na dann lass mal hören. Lichtenberg in Oberfranken. Juni 2012. Ich bin unterwegs zu Jörg D. Der war damals ein Schulkamerad von Peggy Jörg D. Und sein bester Freund waren nach der Verschwinden wochenlang immer wieder von der Polizei vernommen worden. Die beiden sagten aus, sie hätten Peggy am Nachmittag am Martok Platz in der Stadtmitte getroffen. Wenn das stimmt, dann musste das Urteil falsch sein, denn das Gericht hatte, dass Peggy am Mittag zwischen 13.15 und 13.45 ermordet worden sein musste. Davor war sie in der Schule. Danach hatte der Verurteilte ein Alibi. Die beiden Buben sahen Peggy aber zwischen 14 Uhr, 45 und 15 Uhr, und zwar lebend. Über Wochen hatte die Polizei Jörg T. Und seinen Freund immer wieder vernommen. Die beiden wurden in ihren Aussagen aber immer detaillierter. Und dann, am Ende dieser Vernehmung Serie wieder, riefen beide plötzlich alles, was sie bis dahin ausgesagt hatten. Sie bezeichneten alles Vorherige als Lüge. Das kam mir komisch vor. Ich wollte wissen, wie das zustande gekommen war. Zuerst diese detaillierten Aussagen, die auch immer übereinstimmten und dann plötzlich der Widerruf. Ich habe Jörg D. Ausfindig gemacht und will ihn ein Fachfragen eröffnet. Ich frage Was habt ihr damals wirklich gesehen? Er antwortet Also ich weiß, dass ich mit Kumpels und nur eben im auch unten am und Peggy einsteigen Auto. Aber warum dann habt ihr eure Aussagen widerrufen, nachdem ihr wochenlang immer detaillierter genau das ausgesagt habt? Die Polizei habe ihn noch einmal vernommen und behauptet, sein Freund habe seine Aussage zurückgenommen, antwortet Jörg. Ja, das war so, dass die Polizei uns einzeln vernommen haben, also ohne Elternteil oder sonst irgendetwas. Ganz alleine habe ich natürlich aus Angst, weil ich ja noch klein waren. Hab gedacht, bevor ich Ärger mit der Polizei bekommen. Aber ich sag ja, das war eine Lüge. Und dasselbe habe die Polizei zur selben Zeit mit seinem Freund auch gemacht. Ja, das ist wirklich unglaublich. Beide Zeugen, die damals noch kleine Jungs waren, wurden unter Druck gesetzt und es wurde ihnen jeweils erzählt, der andere habe die Aussage zurückgenommen, was ja auch nicht stimmte. Das war der Punkt, an dem ich gesagt habe Hier stimmt wirklich was nicht. Und das ist nicht nur irgendein Gerede. Geheimakten Peggy Episode 14 Der Skandal. Die Aussagen dieser beiden jungen Jörg D. Und seines Freundes erinnert sich auch Anwalt Euler noch gut und auch daran, wie er selber nach unserer Berichterstattung die Spur aufgenommen hat. Die haben Skizzen angefertigt, sind getrennt voneinander vernommen worden, wohlgemerkt, haben Skizzen angefertigt, haben gezeigt, wo der Mercedes stand, wo die. Eingestiegen ist. Die konnten sehr detailliert beschreiben, dass sie beispielsweise auf dem Rücksitz Platz genommen hatte, man diese zu umklappen musste. Also alles eine Beschreibung, wo man sie sagt. Zwei kleine Jungs von 9 10 Jahren tätig können sich sowas nicht ausdenken, schon gar nicht absprechen. Zumal. Welchen Grund sollten die denn da gehabt haben, der Polizei so einen Unfug zu erzählen? Aus der Akte wäre die Aussage dieser beiden Buben allerdings bestenfalls mit viel Glück zu rekonstruieren gewesen. Im Jahr 2012, Euler selber noch sein Material sichtete. Da hab ich ihn am Telefon mit dieser von der Polizei manipulierten Aussage der beiden Jungen konfrontiert und das war seine Reaktion damals am Telefon. Aus der neuerlich getroffenen Aussage von dem Herrn Donat ergibt sich natürlich jetzt ein weiterer Wiederaufnahme Grund für das gesamte Verfahren. Darüber hinaus muss man sich wirklich fragen Wie hat die Polizei damals die Vernehmungen geführt? Also hier in diesem konkreten Fall jetzt muss man tatsächlich davon sprechen, dass hier Aussagen durch die Polizeibehörden passend gemacht worden sind. Und natürlich haben wir auch jetzt noch einmal darüber gesprochen und so erinnert sich der Anwalt heute, da bin ich aber auch erst relativ spät darauf aufmerksam geworden, weil man muss wissen, sämtliche Zeugenvernehmungen in der Akte. Wir erinnern uns über 15 000 Seiten Akte, die befanden sich nicht unmittelbar hintereinander in der Arktis an die Wand verstreut. Und diese Zeugenvernehmungen befand sich wie eine Vernehmung. Ich sage jetzt mal in Band 4, die von dem zweiten Jungen in Band 6, der Widerruf war dann irgendwo in Band 15 von dem einen Jungen. Der andere Junge hat es in Band 18 widerrufen und das muss man sich erst einmal zusammensuchen. Und um dann einen Zusammenhang herzustellen, muss man erst einmal alle Aussagen sortieren, die in entsprechender Reihenfolge bringen. Hintereinander sortieren. Was weiß ich anfangs sagte Man kam sich vor, als hätte man mit dieser gesamten Ermittlungsakte einmal Memory gespielt und alle Seiten durchmischt. Und als ich dann mir dieses Bild verschafft habe, die Aussagen nebeneinander gelegt, habe ich gesagt Hier stimmt irgendetwas nicht, hier stimmt irgendetwas nicht, sagt also auch der Anwalt. Und der ist dann auch nach Lichtenberg gefahren und hat mit den beiden Jungs gesprochen und er erinnert sich, was sie ihm sagten. Und dann erzählten sie mir eine Geschichte. Da stellen sich mir heute noch die Nackenhaare auf. Die sagten Nee, nee, das, was wir erst erzählt haben bei der Polizei, das stimmte. Wir sind dann ein Jahr später nochmal zur Polizei geholt worden. Soweit wir uns erinnern, waren unsere Eltern nicht dabei. Auch ein Kuriosum in der Akte steht drin. Erschienen mit den Eltern bei der Polizei. Die Eltern sagen mir heute Nein. Wir waren dann nicht mehr dabei. Wir haben das überhaupt nicht gewusst, dass sie nochmal vernommen worden sind. Und dann schildern die Jungs etwas. Was ein Unding eigentlich ist Die Polizei ist hell gegangen und hat dem ersten gesagt Wir wissen schon, dass du gelogen hast. Dein Freund hat uns nämlich schon gestanden, dass ihr euch das ausgedacht habt. Jetzt sag uns, dass du auch gelogen hast. Uns gibt's hier eine Menge. Leider. So ein kleiner Bub von 10 Jahren. Was macht in der Situation? Der sagt natürlich. Okay. Ja, hat nicht gestimmt. Daraufhin war natürlich dieser Entlastungszeugen kein Entlastungszeugen mehr. Der war verbrannt. Genauso. Beide Jungen wurden darum im ersten Prozess erst gar nicht als Zeugen angehört. Die Polizei hat es tatsächlich geschafft, so gut wie sämtliche Belastungszeugen oder Entlastungszeugen aus dem Weg zu räumen. Die Polizei nicht aus eigenem Antrieb gemacht? Oder ist die Polizei dazu eine Staatsanwaltschaft? Naja, ermuntert oder unter Druck gesetzt worden? Also ich habe keine Hinweise gefunden, dass das auf Betreiben der Staatsanwaltschaft erfolgt ist. Das ist nach meinem Dafürhalten von der Polizei selbst ausgegangen. Aber man musste halt einen Täter präsentieren und die Geschichte passend machen. Und wer das für sich genommen schon skandalös genug klingt es kommt eben dazu, dass die Behörden aktiv versucht haben, wenigstens die spätere Aufklärung zu verhindern. Etwa als Anwalt Euler versuchte, Kontakt zu dem V-Mann der Polizei aufzunehmen. Wir erinnern uns Der Mann, der mit dem Verurteilten im Fall Peggy gemeinsam in der geschlossenen Psychiatrie in Bayreuth saß und bei der Polizei behauptete, er habe ein Geständnis von ihm erhalten. Im Ermittlungsverfahren hatte der eine zentrale Rolle gespielt, und darum wollte der Anwalt mit ihm reden. Aber das war gar nicht so einfach. Ich habe ihn jedenfalls aufgesucht. Stand an der Pforte vom Bezirks Klinikum, hatte erbeten, dass ich als Anwalt diesen Peter Hofmann sprechen dürfe. Worauf es dann erst einmal hieß Den gibt's hier nicht. Es kann doch gar nicht sein. Nein, ein Peter Hoffmann haben wir hier nicht gesagt. Also entweder sucht ihr den jetzt bei euch oder wir holen die Polizei bzw. ich würde ganz gerne den Leiter hier sprechen, wo denn euer Peter Hoffmann abgeblieben ist. Ja, Moment, vergingen etliche Minuten und dann hieß es Ja, der ist hier auf Station XY Epsilon. Nun können Sie natürlich besuchen haben Sie mich zunächst zur falschen Station geschickt. Von da bin ich dann weitergeschickt worden und dann habe ich da etliche Minuten warten müssen, bis dann letzten Endes eine Ärztin mit einem Pfleger erschien. Und die mir Herr Euler, der Hofmann ist bei uns. Ich komme jetzt, um Ihnen zu sagen, dass er sie nicht sehen möchte. Und ich hab auch extra hier den Pfleger mitgebracht als Zeugen dafür, dass das stimmt, was ich ihnen erzähle. Also die ganze Situation war völlig grotesk. Ich hab dann gesagt Okay, ich kann natürlich nicht erzwingen, dass der mit mir spricht, aber ich bitte Sie, ihm mein Kärtchen zu überreichen. Und auf dieses Kärtchen hab ich auf die Rückseite drauf geschrieben. Hallo Herr Hofmann. Schade, dass Sie nicht mit mir sprechen wollten. Es hätte sich für Sie gelohnt. Und ich habe der Ärztin auch gesagt, dass ich überprüfen werde, ob er dieses Kärtchen bekommt. Dann bin ich gegangen. Mal wieder eine Fahrt völlig umsonst. Zunächst. Und dann? Es war an einem Samstag, habe ich einen Anruf erhalten. Bei mir auf dem Telefon. Ich hab als Strafverteidiger eine regelnde Ruf drin, dass man auch am Wochenende erreichbar ist, weil der eine oder andere Mandant kommt in ungeahnte Schwierigkeiten. Meistens Verhaftungen, sodass man als Strafverteidiger eigentlich rund um die Uhr irgendwie erreichbar sein muss. Jedenfalls es ja. Hoffmann Hier erst mal überhaupt nichts mit anfangen, weil das wie gesagt drei Wochen später war. Weil ich, Hoffmann. Ich wüsste ja schon, warum er anruft, ich ja. Es geht ja um seine Falschaussage. So war ich erst mal wie vom Donner getroffen, weil ich denk Falschaussage. Peter Hoffmann. Tatsächlich war es ja so, dass. Ihm ein bisschen was zu Peggy erzählt hatte. Also das heißt, das war gar nicht so abwegig, dass er eben was gesagt hat. Aber jedenfalls schilderte mir der Peter Hoffmann dann in Folge, dass das, was er jedenfalls vor Gericht gesagt hat, nicht stürmte. Nämlich, dass ihm gestanden hätte, dass er die Peggy gepackt und so lange gewürgt hätte, bis sie nicht mehr atmet. natürlich Knaller schlechthin. Ich hatte einen Zeugen, der gelogen hatte. Klassische Wiederaufnahme Grund. Und genau so hat es der Peter Hofmann uns ja auch gesagt gehabt. Hören wir uns das auch noch einmal an. Na ja, es war eigentlich eine Falschaussage gewesen, die so beging ich damals, als ich angestiftet habe, die Falschaussage zu machen, unter dem Vorwand, dass wir dann zur Staatsanwaltschaft gehen und dann gutes Wort einlegen für mich. Und als ich dann rauskam. Im Sommer 2012 haben wir mit deiner Beitrag Serie bei Antenne Bayern den Fall Peggy dann in die Öffentlichkeit zurückgebracht und damit ging es ja dann erst richtig los. Ja, genau kurz dann erfolgte das öffentlich rechtliche Fernsehen mit einem Film im Hauptabendprogramm zum Fall Peggy. Die Zeitungen stiegen wieder in das Thema ein und ja, ich bekam dann Anfragen für ein Buch zum Fall Peggy. Ich hab da noch Ina Jung kennengelernt, die spätere Co-Autorin, die schon lange an diesem Fall recherchiert hat, aber bis dahin nie etwas dazu veröffentlichen konnte. Und sie war im Gespräch mit dem Trümmer Verlag und hat mich dann gefragt, ob wir nicht gemeinsam ein Buchsteiner schreiben, statt jeder eines zum selben Thema. Und das haben wir dann auch gemacht. 2013 kam das Buch dann raus und darüber gab's dann wieder auch massenhaft Berichterstattung in allen Medien. Print, Spiegel, Online war damit sogar bei SternTV. Also das war wirklich heftig, was damals passiert ist. Und dann passierte etwas, was Journalisten sonst ja eigentlich nie passiert fast nie der Fall kam tatsächlich wieder ins Rollen. Es ist so irre gewesen, es wirklich nicht vergessen. Also ich schreibe eine Geschichte und ich schreibe das ein falsches Urteil getroffen worden ist. Und plötzlich fingen dann reale Ereignisse an! Diesen dem Eindruck, den ich da erweckt habe, zu folgen, dass Kinder mit Lust Anwalt die Wiederaufnahme tatsächlich fertig bekam und im April 2013 einreichte. Die Staatsanwaltschaft meinte dann in einer ersten Stellungnahme die Wiederaufnahme eines abgeschlossenen Strafverfahrens. Die sei schon vom Grundsatz her so gut wie ausgeschlossen und Oilers Antrag aus juristischer Sicht wenig relevant. Aber dann brach der Widerstand der Behörden doch genau zuerst bei der Polizei. Die ermittelte neu, obwohl das Urteil noch Bestand hatte und es gar keinen Fall formell gab, und zwar zu der viel naheliegendere Spur nach Ostdeutschland, die wir in dem Buch ausführlich beschrieben haben, aber eben vermutlich zu spät. Aber dann stieg auch die Justiz ein. Genau. Zuerst die Staatsanwaltschaft Bayreuth, die im November 2013 die Wiederaufnahme empfahl. Und nur wenige Tage später, am 9. Dezember 2013, ordnete das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme an und das war jetzt definitiv eine Sensation. Im April 2014 begann dann der Wiederaufnahme Prozess. Verhandelt wurde an nur sieben Tagen und in dieser Verhandlung traten alle auf, die in unserer Beitrag Serie bei Antenne Bayern oder im Buch vorkamen, mit den selben Aussagen und Informationen. Alle Fehler und Pannen der Ermittler wurden diesmal vor Gericht ausgebreitet und der Gutachter, der sich im ersten Prozess noch so sicher war, der ließ auf einmal Zweifel daran zu, dass das Geständnis des Angeklagten wirklich auf wahren Begebenheiten beruhe. Tja, und am 8. Verhandlungstag dann das neue Urteil Freispruch. Und zwar Freispruch aus tatsächlichen Gründen, wie Richter Eckstein sagte. Kein Freispruch aus Mangel an Beweisen, der oft fälschlich als Freispruch zweiter Klasse geschmäht wird, sondern Freispruch aus tatsächlichen Gründen, weil die Behauptungen aus dem Geständnis widerlegt seien. Weil die Schulfreunde Peggy noch am Nachmittag lebendig in der Stadt sahen, weil die Ermittler Zeugen suggestiv befragt hatten, weil das Gericht nicht glaubte, dass der Angeklagte und Peggy sich am Mittag des 7. Mai 2001 begegneten. Das Gericht bezweifelte sogar, dass Peggy wirklich auf den letzten Metern vor ihrem Zuhause verschwand. Was bemerkenswert ist, denn genau das glauben die Ermittler heute wieder. Es ist wirklich bemerkenswert in der ersten Folge unseres Podcasts. Da ging es um die aktuellen Ermittlungen und um die Rückkehr der Polizei zu einer Tat Version, die im Video Aufnahmeprozess widerlegt wurde. Ja genau. Apropos aktueller Stand Wie ist denn der aktuelle Stand der Ermittlungen? Gibt's da mittlerweile was Neues? Naja, wir liegen da mit unserer ersten Episode noch ziemlich gut auf dem aktuellen Stand. Es gibt ein Ermittlungsverfahren nach wie vor gegen einen 41 Jahre alten Mann. Da geht es um den Verdacht der Mittäterschaft. Und dieses Verfahren basiert im Wesentlichen auf denselben Annahmen, auf denen des Gerichts. Ein erstes. Wie gesagt, als falsch anerkanntes und korrigiert das Urteil stützte. Die Staatsanwaltschaft hat mir jetzt auf eine frische Anfrage mitgeteilt, dass sich da nichts getan habe in den letzten Wochen und eine umfassende Einschätzung der Spuren noch nicht möglich sei. Und zu dem Auto, mit dem per GUIs Leiche vermeintlich abtransportiert wurde, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Audi ist weiterhin hier sichergestellt. Eine abschließende Bewertung der Untersuchungen steht noch aus. Das zieht sich also offenbar noch eine Weile hin. Das war die 14. Episode unseres Podcasts Geheimakten Pagé und gelöst ist der Fall bis heute nicht. Niemand weiß oder kann beweisen, was mit Peggy passiert ist. Aber eines ist gewiss In diesem Fall haben Polizei und Justiz massive Fehler gemacht und bis heute sind sie nur eingeschränkt bereit, sie zu korrigieren. Das Landgericht Bayreuth hat das mit dem falschen ersten Urteil getan. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei sind soweit noch nicht. Und nun war's das. Eine Kleinigkeit hat man noch. Nächste Woche sprechen wir mit dem Mann, der politisch verantwortlich war für den größten Teil der Ermittlungen im Fall Peggy. Auch für den skandalöses Teil dieser Ermittlungen. Ein Mann, der sich aber seiner Verantwortung stellt und der sich auch kritischen Fragen stellt, nämlich der damalige Innenminister Bayerns und Ministerpräsident a.D. , Günther Beckstein. Nächste Woche bis. Geheimakten Der Rätselhaftes, der Kriminalfall in Deutschland. Ein Podcast von Antenne Bayern. Jetzt abonnieren.

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