logo
Listen Language Learn
thumb

Geheimakte - Geheimakte: Peggy - Folge 16: Cold Case

-
+
15
30

ANTENNE BAYERN-Reporter Christoph Lemmer erzählt im True Crime Podcast "Geheimakte #Peggy" die Geschichte von Deutschlands rätselhaftestem Kriminalfall. Von Anfang an begleitet er diesen Fall - es ist der Fall seines Lebens. Das kleine Mädchen Peggy verschwindet und wird ermordet. Eine Stadt in Oberfranken kommt nicht zur Ruhe. Die Ermittlungen werden von Skandalen erschüttert, die Arbeit von Polizei und Mordkommission gerät ins Stocken. Im Herbst 2020 ist Schluss mit den Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft macht den Fall zum Cold Case. Christoph Lemmer fasst in dieser Episode noch einmal zusammen und zieht Bilanz, spricht mit Tatverdächtigen von damals und macht ein spannendes Experiment - ein Experiment, das die Pannen der Beweisaufnahme aufdeckt. Alles im neuen True Crime Podcast von ANTENNE BAYERN.

Antenne
Bayern
Geheimakten
Peggy
Kohelet
KS
Willkommen
zur
letzten
Episode
unseres
Podcasts.
Der
Fall
Peggy
Nach
fast
20
Jahren
ist
der
Fall
eingestellt.
Er
ist
jetzt
ein
Cold
Case.
Und
bei
mir
ist
wieder
Christoph
Lemmer,
der
Journalist,
dabei
Antenne
Bayern
seit
vielen
Jahren
über
den
Fall
Peggy
berichtet,
der
ein
Buch
über
diesen
Fall
geschrieben
hat,
der
für
diese
Podcast
Serie
mit
dem
deutschen
Radio
Preis
prämiert
wurde.
Genau
jetzt
ist
der
Fall
Peggy
zu
Ende.
Jetzt
bringen
wir
in
dieser
letzten
Episode
den
Abschluss
dieses
Falls
nach
fast
20
Jahren
Ermittlungen,
nach
fast
20
Jahren,
die
dieses
Mädchen
verschwunden
ist.
Und
zum
Schluss,
da
hab
ich
mir
ein
Experiment
ausgedacht.
Zugegebenermaßen
ein
ziemlich
krasses
Experiment.
Das
möchte
ich
mit
dir
am
Ende
machen.
Und
dieses
Experiment
hat
mit
diesem
Fall
zu
tun,
hat
mit
den
Ermittlungen
zu
tun
und
das
hat
mit
dieser
Art
der
Ermittlungen
in
diesem
Fall
zu
tun.
Und
vielleicht
auch
nicht
nur
in
diesem
Fall.
Es
hat
auch
damit
zu
tun,
wie
schnell
urplötzlich
völlig
unschuldige
Menschen
ganz
blöd
dastehen
können
und
nicht
nur
sie,
sondern
auch
Frau
und
Kinder,
wenn
Menschen
unter
Verdacht
geraten,
die
dann
plötzlich
Leben
in
Trümmer
gehen
sehen.
Ja,
darum
in
diesem
Experiment,
ich
mit
dir
machen
möchte.
Okay.
Du
wirst
dich
nicht
wohlfühlen.
Ich
bin
gespannt.
Aber
jetzt
lass
uns
zuerst
einmal
klären,
was
hier
eigentlich
passiert
ist
und
warum
das
so
viele
Leute
auch
so
stark
beschäftigt.
Cold
Case
Fall
eingestellt
und
das
nach
20
Jahren.
Christoph,
wie
beurteilst
du
das
denn
als
gigantische
Niederlage
für
die
Polizei
und
die
Staatsanwaltschaft?
Denn
sie
haben
alles
mögliche
probiert
über
diese
fast
20
Jahre,
um
den
Fall
Peggy
zu
lösen.
Sie
haben.
Sie
haben
natürlich
viel
ermittelt.
Sie
haben
mit
einem
unfassbaren
Aufwand
auch
ermittelt
oder
nach
diesem
Mädchen
gesucht.
Sie
haben
einen
Unschuldigen
vor
Gericht
gestellt.
Sie
haben
hinnehmen
müssen,
dass
zehn
Jahre
nach
diesem
Urteil
dieser
Unschuldige
dann
freigesprochen
worden
ist.
Sie
haben
andere
Spuren
fallen
lassen,
die
sie
besser
nicht
hätten
fallen
lassen.
Und
sie
haben
zum
Schluss
dann
sogar
noch
einmal
versucht,
auf
diese
erste
falsche
Spur
zurückzukommen.
Denn
nichts
anderes
ist
das
gewesen,
was
in
den
letzten
zwei
Jahren
an
Ermittlungsarbeit
stattgefunden
hat
und
am
Ende
daneben
nach
dieser
ganzen
Mühe,
Durchsuchungen
und
eben
auch
menschlichen
Schicksalen,
die
da
dran
hängen.
Haben
sie
einräumen
müssen.
Sie
haben
den
Fall
nach
fast
20
Jahren
nicht
lösen
können.
Und
das
nenne
ich
tatsächlich
eine
krachende
Niederlage.
Man
fragt
sich
an
der
Stelle
natürlich
auch
Was
sagt
Peggy
S.
Mutter
zu
alledem?
Die
hat
ja
jetzt
damit
überhaupt
keine
Hoffnung
mehr,
dass
der
Mörder
ihrer
Tochter
jemals
gefasst
wird,
während
sie
denn.
Ja.
Entsprechend
ist
die
Erklärung,
die
sie
hat
abgeben
lassen,
sag
ich.
Sie
hat
sich
selber
öffentlich
nicht
geäußert,
sondern
sie
hat
eine
Anwältin,
mit
der
sie
persönlich
befreundet
ist.
Und
diese
Anwältin
Theaterleben
Tag,
an
dem
die
Staatsanwaltschaft
bekannt
gegeben
hat,
dass
das
Verfahren
eingestellt
ist,
eine
Erklärung
herumgeschickt.
Und
diese
Erklärung
lautet,
dass
sie
die
Anwältin
für
die
Mutter
jetzt
prüfen
werde,
ob
dieser
Einstellungs
Beschluss
tatsächlich
zulässig
ist
oder
ob
sie
ihn
anfechten
möchte.
Das
Ergebnis
ist
natürlich
noch
offen,
aber
ich
denke
eine
große
Chance
darauf,
dass
sie
noch
einmal
weitere
Ermittlungen
erzwingen
kann.
Die
dürften
wohl
eher
klein
sein.
Zuletzt
gab
es
ja
eben
auch
nur
noch
diese
eine
Spur
auf
Manuel
Schmidt.
Die
war
dann
auch
der
Anlass
für
Polizei
und
Staatsanwaltschaft,
das
Verfahren
im
Fall
Peggy
in
Gänze
einzustellen.
Hören
wir
uns
das
doch
nochmal
an.
Diese
Aufnahme
klingt
ein
bisschen
merkwürdig
wegen
der
Tonqualität.
Und
dazu
sagen
wir
dann
auch
noch
was.
Meine
sehr
geehrten
Damen
und
Herren,
wir
dürfen
Ihnen
die
gemeinsame
Presseerklärung
der
Staatsanwaltschaft
Bayreuth
und
des
Polizeipräsidiums
Oberfranken
zum
Abschluss
des
Ermittlungsverfahrens
bekannt
geben.
Im
Fall
B
wird
es
keine
weitere
Anklage
geben.
Das
Ermittlungsverfahren
gegen
den
letzten
Beschuldigten
Manuelles
wurde
eingestellt.
Der
BG
ist
damit
insgesamt
beendet.
Diese
Aufnahme
ist
ja
ungewöhnlich.
haben
die
Behörden
selber
und
in
Eigenregie
aufgezeichnet
und
so
hört
sie
sich
auch
an
und
so
sieht
sie
aus.
Normalerweise
hätte
die
Staatsanwaltschaft
zusammen
mit
der
Polizei
vermutlich
in
Bayreuth
eine
Pressekonferenz
veranstaltet.
Da
wären
dann
eben
der
Staatsanwalt
und
die
Polizeisprecherin
auf
der
Bühne
gewesen
und
die
Journalisten
hätten
auch
Fragen
stellen
können.
Aber
das
ist
eben
ausgefallen.
Das
hat
leider
auch
unangenehmen
Nebeneffekt,
das
muss
man
dazusagen,
jetzt
nicht
gar
nicht
wertend,
sondern
es
ist
schlicht
eine
Tatsache.
Diese
Corona
bedingte
Einschränkung
bedeutet
eben
auch,
dass
niemand
hat
Nachfragen
stellen
können.
Ich
finde,
die
Erklärung,
die
die
Staatsanwaltschaft
und
die
Polizei
abgegeben
haben,
geht
so
nicht.
Sie
nicht,
was
die
in
den
letzten
zwei
Jahren
tatsächlich
eigentlich
untersucht
haben.
Sie
haben
ja
über
die
letzten
zwei
Jahre
immer
wieder
Details
zu
dieser
Ermittlungsarbeit
angekündigt
und
immer
gesagt,
zum
gegenwärtigen
Zeitpunkt
könnten
sie
nix
sagen.
Jetzt
ist
der
Zeitpunkt.
Da
jetzt
stellen
sie
sich
selber
hin
und
sagen
eben
auch
nur
naja,
gerade
mal
das
Allernotwendigste
man
kann
halt
nicht
nachfragen
mit
der
Begründung
wegen
Coruña.
Dann
gehen
wir
doch
nochmal
zurück
in
den
Fall
und
die
wichtigsten
Ereignisse.
Der
eine,
der
erste,
der
größte,
der
auch
jahrelang
den
ganzen
Fall
Peggy
dominiert
hat.
Das
war
eben
der
Ermittlungsstand
Ulvi
Ulvi.
Das
ist
dieser
geistig
minderbemittelte
Mann
aus
Lichtenberg,
der
dann
irgendwann
unter
Verdacht
geriet.
Wobei
dieser
Verdacht
offensichtlich
zum
ersten
Mal
damit
zusammenhing,
dass
Polizisten
erzählt
hat,
er
hätte
einen
Hilferuf
gehört,
der
hinten
aus
dem
Haus
der
Familie
Knobloch,
also
da
Voli
Peggy
gewohnt
hat,
gekommen
sei.
Das
hat
ihm
der
Polizist
nicht
geglaubt.
Das
hat
niemand
nachgeprüft
auf
das
Mögliches,
aber
der
Hilfe,
der
war
damit
irgendwie
auf
der
Liste.
Und
dann
haben
sie
angefangen,
auch
diesen
Strang
zu
ermitteln
und
und
zu
versuchen,
da
Details
und
Material
heranzuführen.
Und
dann
ist
es
so
gewesen,
dass
der
Ulvi,
weil
er
aufgrund
seiner
Behinderung
einfach
so
ein
Entwicklungssprung
Problem
hatte,
wo
Körper
und
Geist
nicht
so
ganz
zusammengepasst
sind.
Da
kann
man
die
Pubertät.
Der
Geist
war
immer
noch
sehr
kindisch
und
infantil
und
der
Körper,
der
war
naja,
eben
da,
wo
pubertäre
Körper
so
sind,
wo
sie
sich
auch
beginnen
für
Dinge
zu
interessieren,
für
die
sich
Kinder
eigentlich
nicht
interessieren.
Und
das
hat
dazu
geführt,
dass
er
eben
einige
sonderbare
Verhaltensweisen,
was
das
Sexuelle
betrifft,
an
den
Tag
gelegt
hat.
Und
da
ist
er
z.B.
Exhibitionist,
hat
vor
Kindern
und
ähnliches
mehr.
Dafür
war
er
dann
in
Bayreuth
in
der
geschlossenen
psychiatrischen
Abteilung
und
dort
in
dieser
Psychiatrie.
Da
hat
dann
die
Polizei
einen
V-Mann
aufgetan,
tatsächlich
ein
V-Mann.
Da
machen
wir
jetzt
einfach
nochmal
einen
kleinen
Rückblick.
Denn
das
ist
eine
ganz
entscheidende
Passage,
die
dazu
geführt
hat,
dass
der
Ulvi
dann
später
ein
Geständnis
abgegeben
hat,
mit
ganz
fatalen
Folgen
für
ihn
selbst
und
auch
für
die
Ermittlungen
in
diesem
Fall.
Dieser
V-Mann,
der
hatte
mich
behauptet,
der
ÖFI
hätte
ihm
gegenüber
in
dieser
geschlossenen
Psychiatrie
gesagt,
er
hätte
die
Peggy
umgebracht.
Der
hat
ihm
auch
gesagt,
wo
er
die
Leiche
versteckt
habe.
Und
er,
dieser
V-Mann
Peter
Hoffmann,
hieß
er.
Er
lebt
nicht
mehr.
Dieser
Peter
Hoffmann
hat
sich
dann
angeboten,
dass
er
vom
Ulvi
weitere
Details
in
Erfahrung
bringen
mit
ihm
redet.
Die
Polizei
ist
darauf
angesprungen.
Das
hatte
auch
damit
zu
tun,
dass
dieser
Peter
Hofmann
früher,
als
er
noch
in
Freiheit
war,
immer
mal
wieder
als
V-Mann
für
die
Polizei
tätig
gewesen
war
in
der
Drogenszene,
so
rings
um
Bayreuth.
Und
dann
hat
dieser
Peter
Hofmann
angefangen,
den
Ulvi,
ich
sage
mal,
durchaus
in
die
Mangel
zu
nehmen.
Ich
habe
selbst
den
Peter
Hoffmann
gesprochen,
und
der
hat
dann
viele
Jahre
nachdem
aufgrund
seiner
Arbeit
und
des
von
ihm
erdachten
Geständnisses,
der
Ulvi
verurteilt
worden
war,
klar
Schiff
gemacht
und
zugegeben,
dass
er
den
Ulvi
falsch
beschuldigt
hatte,
dass
er
sich
dieses
Geständnis
ausgedacht
hatte
und
dass
der
Ulvi
tatsächlich
nie
ein
Geständnis
ihm
gegenüber
abgelegt
hatte,
mit
dem
die
Polizei
dann
aber
eben
weiter
ermittelt
hat
und
mit
dem
die
Polizei
dann
noch
den
Ulvi
unter
Druck
gesetzt
hatte.
Naja,
das
war
eigentlich
eine
Falschaussage
gewesen,
weil
die
so
ich
damals
ich
angestiftet,
die
Falschaussage
zu
machen,
unter
dem
Vorwand,
dass
wir
dann
zur
Staatsanwaltschaft
gehen
und
ein
gutes
Wort
einlegen
für
mich.
Und
als
ich
dann
rauskam,
gleich
anschließend
Ulvi,
mit
dem
ich
eben
auch
über
diesen
Peter
Hoffmann
gesprochen
habe
und
ihn
gefragt
habe,
wie
er
den
eigentlich
erlebt
hat.
Wurden
Sie
denn
Freunde
oder
Bekannte
oder
haben
sie
sich
häufiger
miteinander
geredet
miteinander
geredet?
Was
haben
Sie
denen
erzählt?
Ich
jetzt
von
dem
Gefühl,
dass
sie
die
BW
gewählt
haben.
meine
das
mal
irgendwo.
Sollte
wer
das
jetzt
gesagt,
hätte
Herr
Hoffmann
Sie
jetzt
so
gefragt,
dass
Sie
das
sagen
sollten?
Oder
haben
Sie
des
Versicherers
erzählt?
Das
hat
man
gesagt,
dass
ich
das
gesagt.
Dieses
Geständnis
hatte
ja
noch
eine
weitere
Konsequenz.
Die
Polizei
hat
nämlich
alle
anderen
Ermittlungen
daraufhin
eingestellt
und
das
war
zumindest
das
eine
Spur
betrifft
möglicherweise
fatal
auf
einen
jungen
Mann,
der
dann
Jahre
später
mehrfach
wegen
sexuellen
Missbrauchs
von
Kindern
verurteilt
worden
ist.
Dieser
junge
Mann,
der
kam
etwa
ein
Dreivierteljahr
vor
Peggy
verschwinden
und
mutmaßlich
auch
per
Tod
in
das
Leben
von
Peggy.
Und
zeitlich,
mit
diesem
Moment,
nämlich
den
Sommerferien
des
Jahres
2000,
hat
die
Peggy
auch
begonnen,
sich
zu
verändern,
und
zwar
zum
Schlechten.
Sie
hat
sie
ihre.
Sie
wurde
in
der
Schule
schlechter.
Sie
hat
angefangen
wieder
einzunisten.
Sie
hat
sich
abgekapselt
von
anderen
Kindern.
Sie
hat
manchmal
ewig
lang
vor
dem
Fernseher
auf
dem
Sofa
gesessen
und
das
Licht
nicht
angemacht,
was
sie
früher
nie
getan
hatte,
dass
es
dem
Stiefvater
von
ihr
damals
aufgefallen.
Und
dieser
junge
Mann,
der
eben
im
Sommer
2000
ins
Leben
von
Peggy.
Treten
ist
er
hat
ja
eigentlich
an
jeder
Stelle
die
Unwahrheit
gesagt,
an
der
man
es
ihm
hat
nachweisen
können,
als
er
es
nach
Alibis
gefragt.
Er
hat
mehrere
genannt.
Alle
waren
falsch.
Die
Polizei
hat
sie
jeweils
auch
alle
widerlegen
können.
Am
Ende
hat
die
Polizei
trotzdem
und
zwar
falsch
in
den
Abschlussbericht
geschrieben.
Der
hätte
ein
Alibi
gehabt.
Das
stimmt
schlicht
nicht.
Und
das
kam
eben
zustande,
nachdem
der
Ulvi
gestanden
hat.
Und
hier
kommt
für
mich
ein
ganz
bestimmter
Effekt
zum
Greifen,
der
einfach
auch
mal
vielleicht
zu
untersuchen
wäre,
was
diese
Polizeiarbeit
betrifft.
Vielleicht
haben
sie
einfach
einen
Tunnelblick
gehabt.
Vielleicht
wollten
sie
einfach,
dass
das
jetzt
stimmt
mit
diesem
Geständnis,
weil
sie
viel
Druck
hatten,
auch
von
der
Politik.
Der
Fall
war
ja
auch
schon
einige
Jahre
her.
Es
waren
die
Ermittlungen
schon
zwei
oder
drei
Jahre
am
Laufen,
bis
das
Innenministerium
in
München
hatte
den
Chef
der
Sonderkommission
ausgewechselt
gehabt,
damit
endlich
etwas
vorangeht.
Und
dann
kommt
eben
dieses
Geständnis.
Da
haben
sie
eben
auch
diese
Spur
fallen
lassen,
die
sie
wahrscheinlich
nicht
hätten
fallen
lassen
sollen.
Das
war
der
vielleicht
größte
Fehler
in
dieser
ganzen
fast
20
Jahre
währenden
Ermittlungsarbeit.
Und
dann
kam
aber
ja
die
Wiederaufnahme
vor
Gericht
im
Jahr
2014.
Und
das
betrifft
eben
wieder
den
Ulvi.
Der
war
2004
wegen
Mordes
an
Peggy
verurteilt
worden
zu
lebenslanger
Haft,
wobei
er
dann
eben
nicht
ins
Gefängnis
gekommen
ist,
sondern
er
war
immer
noch
zur
Therapie
in
der
geschlossenen
Psychiatrie
in
Bayreuth.
Aber
ihm
drohte
Gefängnis
für
den
Fall,
dass
er
da
irgendwann
aus
therapiert
wäre.
Und
dann
haben
aber
über
die
Jahre
sich
Unterstützer
gefunden.
Auch
viele
Lichtenberger,
die
nicht
geglaubt
haben,
dass
der
Ulvi
tatsächlich
fähig
gewesen
wäre,
dieses
kleine
Mädchen
Peggy
zu
ermorden.
Und
es
waren
eben
auch
viele
Lichtenberger,
die
als
Zeugen
in
diesem
Verfahren
ausgesagt
haben,
z.B.
zwei
Boum,
die
ganz
genau
wussten,
dass
sie
die
Peggy
nachmittags
um
15.30
mitten
im
Ort
gesehen
haben
und
andere
Kinder,
die
dasselbe
gesagt
haben.
Es
gab
letztlich
Aussagen,
die
die
Peggy
bis
19
Uhr
gesehen
haben.
Kein
einziger
dieser
Zeugen
hat
es
in
das
erste
Verfahren
und
das
erste
Gerichtsverfahren
geschafft.
Sämtliche
dieser
Zeugen
sind
zwar
von
der
Polizei
gehört
worden,
die
Aussagen
finden
sich
auch
in
den
Ermittlungsakten.
Sie
sind
aber
nicht
in
die
Anklage
der
Staatsanwaltschaft
aufgenommen
worden
und
sie
sind
vor
Gericht
nicht
gehört
worden.
ist
im
Grunde
genommen
auf
einer
ganz
verkürzten
Faktenlage
verurteilt
worden,
und
die
beruhte
darauf,
dass
man
gesagt
hat
Der
muss
die
Peggy
zwischen
etwa
13.15
und
13.45
dieses
Tages
umgebracht
haben
und
dafür
gesorgt
haben,
dass
sie
verschwindet.
Was
schon
sehr
ambitioniert
ist,
gerade
für
jemanden,
der
geistig
nicht
so
ganz
auf
der
Höhe
ist.
Aber
anders
ging
es
nicht,
weil
er
für
vorher
ein
Alibi
hatte
und
für
nachher
ein
Alibi
hat.
Und
die
waren
nun
eindeutig
diese
Alibis.
Es
musste
diese
halbe
Stunde
sein.
All
diese
Aussagen.
,
in
die
Peggy
am
Abend
noch
gelebt
hat,
die
haben
da
gestört.
Und
deswegen,
und
das
ist
meine
Unterstellung
aufgrund
der
Faktenlage
hat
die
Polizei
sie
weggeräumt
und
die
Staatsanwaltschaft
hat
sich
nicht
in
die
erste
Anklage
aufgenommen.
Sie
existierten,
aber
sie
wurden
vor
Gericht
nicht
verhandelt.
Das
ist
jetzt
keine
Unterstellung,
sondern
das
ist
eine
Tatsache.
Und
das
haben
dann
ja
ein
Rechtsanwalt
und
die
vom
Gericht
bestellte
Betreuerin
vom
auf
die
Tagesordnung
gebracht.
Der
Rechtsanwalt
hat
ein
Wiederaufnahmeverfahren
angestrengte
als
damit
auch
durchgekommen.
Dann
ist
der
Fall
neu
verhandelt
worden.
Das
war
dann
eben
im
Jahr
2014,
zehn
Jahre
nach
dem
ersten
Urteil.
Und
dass
der
ÖFI
dann
tatsächlich
freigesprochen
worden.
Naja,
und
als
all
das
dann
schon
passiert
war
Ermittlungen,
falsches
Urteil,
Wiederaufnahme,
unfassbar
viele
Pannen.
Du
hast
gerade
einige
geschildert
oder
viele
geschildert.
Tatsächlich
auch
ein
skandalöses
Verhalten
im
Umgang
mit
Zeugen.
Erst
danach
wird
dann
überhaupt
Peggy
Leiche
gefunden.
Zweiter
Juli
2016
13.30
Bei
Ronacher
Bundes
ist
ein
kleiner
Weiler
in
Thüringen
der
südlichste
Ende
von
Thüringen,
direkt
an
der
Grenze
zu
Bayern,
zu
Franken.
Da
war
ein
Pilzsammler
unterwegs.
Da
haben
wir
in
unserer
Episode
2
unseres
Podcasts
Der
Fall
Peggy
diese
Szene
nachgespielt,
die
dann
im
Wald
spielt.
Als
der
Pilzsammler
bei
Rudere
Bron
Pilze
sucht
und
da
hören
wir
nochmal
rein.
Hallo!
Was
ist
das?
Oh
mein
Gott.
Er
findet
Knochen,
Teile
eines
menschlichen
Skeletts.
Der
Mann
alarmiert
die
Polizei.
Die
rückt
schnell
an
und
sperrt
das
Gelände
weiträumig.
Die
Beamten
werden
nach
und
nach
den
kompletten
Oberkörper
mitsamt
Schädel
und
Armen.
Der
Unterkörper,
also
Beckenknochen
und
Beine,
fehlt
bis
heute.
Fassen
wir
das
bis
hierher
noch
einmal
zusammen.
Peggy
verschwindet
im
Mai
2001.
Drei
Jahre
später
wird
Ulvi
wegen
Mordes
verurteilt.
2014
wird
Ulvi
in
der
Wiederaufnahme
dann
freigesprochen
und
das
erste
Mord
Urteil
als
falsch
entlarvt.
Und
noch
einmal
zwei
Jahre
später,
nämlich
2016
wird
überhaupt
erst
PGS
Leiche
gefunden
bzw.
Teile
davon
2016
und
dann
weitere
zwei
Jahre
darauf,
im
Jahr
2018.
Da
nehmen
die
Ermittler
einen
letzten
Anlauf.
Sie
beginnen
Ermittlungen
gegen
einen
Mann,
der
früher
in
Lichtenberg
gelebt
hat
Manuel
S.
Eigentlich
kennen
wir
den
Namen
vollständig
sagen.
Manuel
Schmidt
heißt
er.
Der
kam
nochmal
unter
Verdacht,
wobei
die
Spur
oder
die
Ermittlungen
gegen
Manuel
Schmidt
eben
keine
eigenständige
Ermittlung
war,
sondern
im
Grunde
genommen
ging
es
wieder
um
die
erste
Spur,
die
aus
dem
falschen
Urteil
die
gegen
den
Ulvi
Der
Manuel
Schmidt
ist
nie
als
Mörder
von
Peggy
bezeichnet
worden
von
der
Polizei.
Ein
Polizeisprecher
hat
aber
tatsächlich
wirklich
sachlich
falsch
davon
gesprochen,
der
Manuel
Schmidt
habe
Mittäterschaft
gestanden.
Was
definitiv
wirklich
richtig
falsch
ist.
Er
hatte
etwas
anderes,
ich
sage
mal
gestanden,
in
Anführung
und
Anführungsstrichen,
in
einer
sehr
langen
Vernehmung,
nämlich
dass
er
in
Lichtenberg
an
dem
Tag,
an
dem
Peggy
Verschwundenes
mit
seinem
Auto
unterwegs
gewesen
sei,
dass
er
an
einem
Bus
Wartehäuschen
vorbeigekommen
sei.
Dass
dann
da
der
Ulvi
gesessen
hat.
Und
jetzt
können
wir
das
auch
so
offen
sagen,
weil
ich
tatsächlich
von
allen
Beteiligten
weiß
Ja,
er
hat
gesagt,
der
Wolfi
hätte
da
in
diesem
Bus
Wartehäuschen
gesessen,
der
habe
zufällig
die
tote
Peggy
dabei
gehabt,
der
hätte
ihn
angehalten,
der
hätte
ihn
gefragt.
Thomas,
kannst
du
für
mich
die
tote
Peggy
irgendwo
hin
verstecken?
Der
Manuel
habe
dann
gesagt
Klar,
mach
ich.
Da
sei
er
ausgestiegen,
hätte
sein
Kofferraum
geöffnet,
der
eine
Decke
rausgeholt.
Dann
hätte
er
noch
versucht,
die
Peggy
wiederzubeleben.
Das
sei
misslungen.
Dann
hätte
er
die
Peggy
in
diese
Decke
eingewickelt.
Die
hätte
er
dann
in
den
Kofferraum
gelegt
und
dann
wäre
es
wieder
in
sein
Auto
eingestiegen.
Wird
sie
zum
Ulvi
gesagt,
Schuss
und
sei
losgefahren
nach
rudere
Brunn,
um
die
Pegida
zu
verscharren
in
dem
Waldstück,
das
hat
er
gesagt.
Was
aber
ja
auch,
wie
wir
heute
wissen,
nicht
so
ganz
richtig
war.
Ja,
ich
hab
mich
gefragt
Warum
hat
er
das
gesagt?
Diese
Aussage
so
was
kann
ich,
will
ich
das
nennen?
Soll.
Schwachsinnig.
Unglaubwürdig.
Haben
sich
viele
gefragt.
Wie
kommt
man
dazu,
sowas
a
zu
gestehen
und
erst
recht
dieses
Geständnis
wahr
sein
sollte
zu
tun.
Also
hab
ich
Sie
gefragt.
Jetzt
Sie
zwei
Jahre
lang
unter
diesem
Verdacht.
Jetzt
muss
ich
mal
direkt
fragen.
Stimmt
der
Verdacht?
War
da
was
dran?
Haben
die
richtig
gelegen?
irgendeine
Spur
oder
irgendetwas?
Was
das
stimmte?
Oder
was
muss
man
davon
halten?
Stimme
tut
überhaupt
nichts
dran.
Ich
hab
mit
dem
Foll
überhaupt
nichts
zu
tun.
Ich
habe
mit
Mädchen
nie
irgendwas
gemacht.
Ich
habe
sie
nie
angefasst.
Ich
weiß
nicht,
wie
sie
es
so
auf
mich
komme.
Nachdem
Atommülllager
Mittel
sofort
um
mich
gelaufen
ist.
Es
ist
für
mich
unerklärlich,
dass
das
jetzt
noch
einmal
gewagt,
Tom
und
geplatzt
sind.
Hier
mit
meiner
Familie
mir
alles
auf
den
Kopf
zu
stellen.
Bis
dahin,
dass
er
mich
in
Untersuchungshaft
gebracht.
Dann
müssen
wir
noch
vorgehen,
wie
das
funktioniert.
Es
gibt
keinerlei
Beweise
oder
Gründe,
mir
das
überhaupt
anzulasten.
Es
ist
ein
Unding.
Sie
haben
bei
einer
Vernehmung
damals
eine
Aussage
gemacht,
die
bis
heute
immer
noch
zitiert
wird,
die
als
Teil,
Geständnis
oder
Geständnis
immer
zitiert
wird,
wo
Sie
eben
gesagt
haben,
Sie
seien
an
dem
Tag,
an
dem
die
verschwunden
ist,
mit
dem
Auto
durch
Lichtenberg
gefahren.
Das
sagen
Sie
einem
Busfahrer
sind
vorbeigekommen,
da
sei
ein
Mann
gewesen.
Dieser
Mann
hätte
die
tote
Peggy
dabei
gehabt,
hätte
er
gefragt,
ob
sie
das
Mädchen
für
ihn
wegbringen
würden.
Sie
hätten
gesagt
Ja,
das
tun
sie.
Warum
haben
Sie
diese
Aussage
getroffen?
An
dem
Tag,
wo
die
vorher
war,
wo
ich
Auto
durch
mündig
Leben
gewesen
war
das
Wolff
voll
durch.
Dann
würden
wir
vor
der
Polizei
auf
der
Straße
mitgenommene
nur
wird
konfrontiert
mit
den
Fall
Peggy
muss
da
was
zu
tun
haben
und
und
und.
Das
Modell
geschockte
so
eine
innere
Schulglocke
argumentiert
und
und
dann
kriegt
Moka
Hilfe.
Also
mir
ist
K.
Anwalt
zukommen
lassen
wollen.
Das
ist
eine
Lüge.
Wie
muss
sowas
als
Geständnis
bewerten
oder
als
Teil
Geständnis
ist
fraglich.
Für
mich
haben
die
nichts
in
der
Birne,
die
Lage
des
Mondes
das
ist
reine
gegen
mich.
Es
wird
nur
gegen
mich
benutzt.
Haben
Sie,
die
Polizisten
in
dieser
Vernehmung
gesagt,
dass
das,
was
Sie
da
erzählen,
nicht
stimmt?
Ich
habe
mehrmals.
Ich
kann
euch
doch
nicht
einfach
eine
Geschichte
erzählen
und
man
muss
halt
erzählen.
Ich
bin
ständig
animiert,
weiterzuerzählen
und
dann
irgendwann
habe
ich
gedacht
Nee,
oder
natürlich
ihnen
halt
selbst
noch
eine
Pause
bin
ich
nun,
da
komme
ich.
Soll
ja
immer
in
die
Kamera
sprechen
und
hab
dann
gesagt
leid,
ich
kann
euch
doch
nicht
irgendetwas
erzählen.
Jetzt
hier
nochmal
auf
Dolomit
und.
Jetzt
bin
ich
würde
auch
animiert
worden
und
und
das
weitergeht.
Und
ob
ich
ihnen
dann
wirklich
dazu.
Und
ja,
es
war
eine
Schulglocke
aus
meiner,
aus
den
heraus,
da
irgendwie
rauszukommen,
ich
mir
immer
wieder
mit
Aussicht
elektron.
Ja,
wenn
ich
das.
Und
wie,
wenn
das
dann
beendet
wird,
ich
dann
haben
kann.
Und
so
war
irgendwie.
Was
ist
denn
für
Sie
in
dieser
Zeit,
in
der
das
Ermittlungsverfahren
lief,
mit
Ihrem
Leben
passiert?
Also
Familie,
Vereine
et
cetera.
Naja,
das
Leben
ist
natürlich
eingeschränkt,
wenn
andere
Leute
glauben,
irgendein
Verbrechen
begangen,
da
wird
man
natürlich
ausgegrenzt,
spielt
das
natürlich.
Wir
wurden
zum
Teil
Schulfreunde
für
die
Kinder,
die
dann
zu
uns
auf
den
Hof
promovierende,
wo
die
Eltern
informiert
haben,
dass
sie
ja
dürfen.
Ich
wurde
einmütig
engagiert,
da
bin
ich
natürlich
zum
Austritt
genötigt
worden
und
sonst
nur
ich
wollte
bei
Feinstofflichkeit
ich
bin
ja
denn
viele
Freunde
in
Grenzen
halten
wollen.
Traut
sich
also
selber
nirgendwo
mehr
hin.
Das
ist
einfach
so.
Und
jetzt,
wo
es
vorbei
ist?
Was
erwarten
Sie
für
die
Zukunft?
Wie
es
weitergeht?
Naja,
ich
hoffe,
dass
ich
mich
schon
wieder
in
die
Gesellschaft
integrieren
konnte,
die
Leute
sind.
Ich
bin.
Okay,
wie
das
immer
so
in
meinem
Leben.
Ich
bin
zuverlässig,
bodenständig.
Ich
hab
noch
nie
irgendwie
irgendwelche
kriminellen
Handlungen
gemocht
und
ich
hoffe
einfach,
dass
da
mal
Gras
über
die
Sache
wächst.
Also
dieser
letzte
Verdächtige.
Wir
haben
ihn
gerade
gehört.
Manuel
Christoph,
warst
du
überrascht,
dass
bei
den
Ermittlungen
gegen
ihn
nichts
herausgekommen
ist?
Ganz
ehrlich?
Nein,
überhaupt
nicht.
Nicht
die
Bohne.
Und
das
ist
jetzt
nicht
so
dahergesagt,
weil
man
halt
immer
irgendwie
hinterher
schlauer
ist
als
vorher
und
hinterher
sagen
kann
Ich
hab's
vorher
auch
schon
gewusst.
Ich
hab
jetzt
von
Anfang
an
nicht
geglaubt.
Ich
hab
das
schon
nicht
geglaubt,
als
2018
die
Pressekonferenz
von
Staatsanwaltschaft
und
Polizei
in
Bayreuth
stattfand
und
diesen
Verdacht
da
bekanntgegeben
haben.
Ich
hab
den
auf
dieser
Pressekonferenz
ja
auch
sehr
viele,
auch
sehr
kritische
Fragen
dazu
gestellt
in
dieser
ernsten
Situation,
weil
eben
einfach
klar
war,
dass
das
nur
einen
Rückgriff
auf
die
falsche
Spur
ist.
Und
sie
haben
damals
in
dieser
Pressekonferenz
auch
noch
nicht
einmal
andeutungsweise
sagen
können,
was
konkret
der
gemacht
haben
soll.
Sie
haben
nur
das
formale
Delikt
dargestellt.
Also
Sie
haben
gesagt,
Sie
ermitteln
wegen
Mordes.
Okay,
was
anderes
geht
auch
gar
nicht,
weil
alles
andere
verjährt
gewesen
wäre.
Dieses
angebliche
Geständnis,
das
wäre
und
das
hat
die
Polizei
zum
Schluss
ja
auch
selber
gesagt,
es
wäre
Strafvereitelung
gewesen.
Sie
haben
ja
auch
die
schriftliche
Erklärung
zur
Einstellungs
Verfügung
dazugeschrieben,
dass
die
Strafvereitelung
verjährt
gewesen
wäre,
als
hätte
sie
stattgefunden.
Das
ist
so
irrwitzig.
Das
ist
so
das
Gegenteil
von
im
Zweifel
für
den
Angeklagten.
Das
ist
einfach
zu
sagen
ja,
ich
halte
den
Verdacht
jetzt
nochmal
aufrecht,
weil
wir
haben
ihn
ja
nicht
widerlegt.
Aber
der
Punkt
ist
der
ist
nicht
zu
widerlegen,
sondern
wer
ein
Verdacht
äußert
und
anklagen
will,
der
muss
den
Beweis
haben,
dass
die
Schuld
zutrifft.
Die
Schuld
muss
bewiesen
werden
und
nicht
die
Unschuld.
Und
mit
dieser
Erklärung
hat
die
Staatsanwaltschaft
in
höchstem
Maße
eine
Instanz
der
Rechtspflege.
Diesem
Land
das
Bindeglied
zwischen
zweiter
und
dritter
Gewalt
erklärt,
dass
sie
den
Beweis
für
die
Unschuld
nicht
gefunden
haben.
Ich
finde
das
unglaublich,
dass
es
zum
Schluss
letztlich
eigentlich
noch
einen
Skandal
obendrauf
und
ich
finde,
man
muss
das
auch
in
dieser
Klarheit
einfach
mal
sagen,
diese
Pannen
und
Fehler,
die
da
passiert
sind.
waren
die
eigentlich
eine
Ausnahme?
War
der
Fall
Peggy
für
die
Behörden
einfach
nur
Pech,
oder?
Man
wagt
es
ja
kaum
zu
denken.
Ist
das
möglicherweise
normal
oder
zumindest
passiert
öfter
mal
eins
dass
im
Fall
Peggy
anders
als
in
den
meisten
anderen
Kriminalfällen
also
fundamental
anders
kann
ich
die
Art
und
Weise,
wie
die
Polizei
ermittelt,
auch
nicht,
wie
die
Staatsanwaltschaft
vorgeht,
auch
nicht,
wie
sie
mit
Zeugen
umgehen.
Es
ist
alles
mehr
oder
weniger
im
Rahmen
des
Üblichen
und
der
üblichen
Praxis.
Auch
die
Art
und
Weise,
wie
z.B.
Vernehmungen
protokolliert
werden.
Ich
habe
wirklich
in
vielen
Fällen
schon
Vernehmungsprotokolle
gelesen
und
ich
staune
immer,
wie
relativ
schlampig
deutsche
Polizei
Behörden
Vernehmungen
protokollieren.
Es
gibt
offensichtlich
keine
wirkliche
Form,
ob
Leerung
dabei
sind
z.B.
mal
steht's
drin,
mal
steht
es
nicht
drin.
Also
mit
Belehrungen
meine
ich,
ob
man
z.B.
demjenigen,
der
vernommen
wird,
sagt,
ob
das
jetzt
der
beschuldigten
Vernehmung
ist
oder
ob
es
eine
Zeugenvernehmung
ist.
Was
ja
nun
wirklich
einen
riesigen
Unterschied
machen
kann.
In
meinem
Fall
kann
halt
einfach
den
Mund
halten
und
sagen
Ich
will
einen
Anwalt.
Das
geht
nie
aus
diesen
oder
ganz
selten
aus
Protokollen
hervor.
Also
alles
das.
Da
ist
der
Fall
Peggy
erst
mal
nicht
ungewöhnlich,
aber
an
einer
Stelle
ist
er.
Ungewöhnlich.
Man
weiß
wahnsinnig
viel
über
diesen
Fall.
Ich
meine
damit,
man
kennt
wahnsinnig
viele
Interna,
man
kennt
sehr
viele
Details,
man
kennt
sehr
viel
Material,
man
kennt
die
Akten.
Ich
kenne
jedenfalls
den
größten
Teil
dieser
Akten.
Ich
kenne
Zeugenaussagen.
Ich
kenne
auch
Zeugenaussagen,
die
dem
widersprechen,
was
Polizisten
bekannt
gegeben
haben
oder
Polizeisprecher
bekannt
gegeben
haben.
Und
der
Umstand,
dass
so
viel
über
diesen
Fall
bekannt
ist,
der
macht
ihn
ungewöhnlich.
Man
kann
die
Polizei
bei
Fehlern
ertappen,
wie
man
das
eigentlich
sonst
nie
kann.
Und
man
kann
zeigen,
wie
die
Polizei
am
Ende
nur
noch
in
eine
einzige
Richtung
ermittelt
hat,
koste
es,
was
es
wolle
und
gebe
es
auch
Anlässe,
vielleicht
nochmal
woanders
hinzuschauen.
Man
hat
es
gelassen
und
das
lässt
sich
zeigen.
Und
das
ist
eben
das
Ungewöhnliche
in
diesem
Fall.
Aber
warum?
Was
ist
denn
das
Motiv
der
Polizisten?
Warum
tun
die
das?
Ich
glaube
gar
nicht
aus
bösem
Willen.
Ich
glaube,
das
liegt
tatsächlich
zum
einen
daran,
dass
sie
unter
Druck
stehen.
Also
die
Staatsanwaltschaft
kann
Druck
machen.
Hat
sie
auch
in
diesem
Fall
gemacht.
Die
Politik
hat
Druck
gemacht.
Es
gab
eben,
wie
gesagt,
den
Austausch
der
Leitung
bei
der
Sonderkommission
Peggy
durch
den
damaligen
Innenminister,
der
dazu
ja
auch
steht.
Das
hat
er
uns
ja
auch
gesagt.
Für
diesen
Podcast.
Ich
sehe
das
auch
daran,
dass
heute
übrigens
auch
kein
Interview
Mögliches
mit
den
beiden
zuständigen
Ministern
Eisenreich
und
Herrmann,
Justiz
und
Inneres,
die
sich
schlicht
kategorisch
weigern,
zum
Fall
Peggy
was
zu
sagen.
Auch
jetzt,
nachdem
man
Kauch
jetzt
nachdem
vorbei
ist.
Aber
ich
glaube,
das
Motiv,
das
wichtigste
Motiv
oder
der
wichtigste
Grund,
warum
das
so
schiefgegangen
ist
und
warum
die
Polizei
solche
Dinge
tut,
ist
etwas.
Das
nennen
Psychologen
den
Confirmation
Bias.
Also
das
müssen
wir
ja,
das
ist
eine
eine
Wahrnehmungs
Verzerrung.
Man
erwartet
sich
etwas,
weil
man
mit
einem
bestimmten
Bild
rangeht.
Man
könnte
sagen,
es
gibt
schon
so
ein
vorgefaßte
Urteil.
Und
alles,
was
dann
da
rein
prasselt
an
Details
und
weiteren
Ermittlungsergebnissen,
die
sortiere
ich
in
dieses
schon
vorgefasste
Bild
als
glaubwürdig
oder
nicht
glaubwürdig.
Manchmal
mag
das
stimmen,
dass
der
Eindruck
richtig
ist
und
jemand
einfach
sich
irgendwas
ausdenkt
und
man
das
auch
tatsächlich
zu
gutem
Recht
weg
buchen
kann.
Aber
manchmal
gibt
es
eben
auch
Verdachtsmomente,
die
stimmen.
Aber
die
sagen
mir
dann
eben,
meine
bisherigen
Ermittlungen
gingen
in
die
falsche
Richtung.
wenn
ich
schon
zwei
Jahre
irgendwo
lang
ermittle
und
dauernd
Druck
bekomme,
dann
nochmal
die
Kraft
aufzubringen
und
zu
sagen
Hey,
ich
hab
womöglich
zwei
Jahre
einfach
das
Falsche
gemacht
und
mir
die
falsche
Spur
angeschaut
und
muss
immer
von
vorne
anschauen.
Das
ist
offensichtlich
menschlich
schwierig,
auch
für
Ermittler.
Und
ich
glaube,
das
ist
der
hauptsächliche
Grund.
Also
lautet
die
Erkenntnis
Der
Staat
bekommt
keineswegs
immer
die
Täter.
Der
perfekte
Mord
passiert
womöglich
häufiger,
als
man
denkt.
Und
es
könnte
im
Extremfall
reichen,
einfach
am
falschen
Ort
gewesen
zu
sein,
um
unschuldig
ins
Gefängnis
zu
kommen.
Ja,
und
solche
Fälle
gibt
es
ja,
die
gibt
es
ja
auch
nachweislich.
Weiß
nicht,
ob
dir
der
Fall
des
Bauern
Rupp
noch
etwas
sagt.
Es
würde
mich
der
krasseste
Fall
von
wirklich
schlimmer,
falscher
Arbeit
der
Ermittlungsbehörden.
Der
Bauer
Rupp,
der
war
am
letzten
Tag
oder
am
letzten
Abend
seines
Lebens
in
einer
Wirtschaft
und
hat
ordentlich
gezecht.
Und
dann
isser
halt
ziemlich
besoffen
nach
Hause
gefahren
in
seinem
Mercedes
und
kam
aber
nicht
mehr
an.
Der
Bauer
Rupp
kam
nicht
an,
weil
er
verschwunden
war
oder
weil
er
irgendwo
tot
gefunden
wurde.
Nee,
der
kam
nicht
an
und
war
verschwunden.
War
verschwunden.
Einfach
weg
mit
seinem
Mercedes,
war
weg
mitsamt
seinem
Mercedes
Bergkamen
schlicht
nicht
an
und
kein
Mensch
wusste
bis
zum
Urteil
und
auch
noch
einige
Zeit
danach,
was
wohl
mit
ihm
geschehen
sein
könnte.
Aber
dann
kam
ein
schneidiger
Staatsanwalt,
der
praktisch
in
Eigenregie
den
Ermittler
spielte
und
dann
auch
ja
sehr
breitbeinig
und
lautstark
selber
die
Vernehmung
zum
Teil
übernahm.
Und
dann
ist
irgendwann
die
Familie
Frau,
Töchter,
Schwieger
Kinder
angeklagt
worden.
Und
mit
diesen
wirklich
ihm
vollkommen
unterlegenen
leuten
der
Familie
des
Bauern
Rupp
unfassbar
rubik
umging,
um
das
mal
ein
kleines
wortspiel
zu
benutzen.
Und
dann
sind
die
angeklagt
worden,
von
denen
und
verurteilt
wurden
wegen
Mordes,
Totschlags
und
andere
Dinge.
Und
er
hat
sich
frei
ausgedacht,
dass
die
den
umgebracht
haben,
weil
er
ein
Tyrann
gewesen
sein
soll.
Deswegen
hätten
sie
ihn
loswerden
wollen.
Und
die
Leiche,
die
hätten
sie
so
weggeschafft,
dass
sie
die
den
Hunden
zum
Fraß
vorgeworfen
hätten.
Oh
Gott!
Und
dann
kamen
die
halt
alle
ins
Gefängnis.
Szenenwechsel
Eines
Tages
ein
Bagger
bei
Neuburg
an
der
Donau.
Der
Bagger
schaufelt
das
Hafenbecken
aus.
Von
Neuburg
an
der
Donau.
Und
wie
der
Bagger
eine
Schaufel
voll
Schlick
hochzieht,
hängt
da
ein
Meds
jedes
dran.
Von
Bauern
ob
naja,
jetzt
hast
du
die
Pointe
schon
vorweggenommen,
aber
ich
meine
Entschuldigung,
was?
Natürlich
hing
natürlich
so
dran,
dass
der
hing
an
der
hinteren
Stoßstange.
Der
Bagger
Führer
hievte
diesen
Mercedes
Richtung
Kaimauer,
dann
flog
die
Windschutzscheibe
heraus,
nur
rein
geklebt.
War
die
Last
von
drinnen
einfach
zu
groß,
war
der
ganze
Schlick
klatschnass
und
das
Wasser
klatschte
auf
die
Mauer.
Und
mittendrin
ein
Gerippe,
bekleidet
mit
den
Kleidern,
dem
Hemd
und
der
Hose
des
Bauern
Rupp.
Und
der
Mercedes
stellte
sich
als
der
Mercedes
des
heraus.
Demnach
konnte
die
Familie
den
Bauern
Rupp
nicht
an
die
Hunde
verfüttert
haben.
Das
war
schon
mal
klar.
Dann
hat
sich
ein
Rechtsanwalt
gefunden.
Der
hat
die
Wiederaufnahme
beantragt
und
ist
tatsächlich
vom
Landgericht
Ingolstadt
gescheitert.
Das
Gericht
meinte
Könnte
ja
sein,
dass
die
Familie
den
Bauern
Rupp
dann
eben
anders
umgebracht
hat
und
dann
wieder
ins
Auto
gesetzt
und
das
alte
Urteil
hatte
Bestand.
Aber
wie
das
dann
funktioniert
haben
soll,
das
ist
nun
wirklich
eine
schon
sehr
hochgezüchtete
Form
von
ich
sag
mal
Confirmation
Bias,
dass
dann
auch
ein
anderes
Gericht
zu
seiner
vollkommen
abseitigen
Beurteilung
kommt
und
dann
auch
nicht
mal
im
Ansatz
sagen
kann,
wie's
denn
dann
gewesen
sein
soll.
Und
um's
abzukürzen
sind
die
immer
noch.
Nein,
diese
nicht.
Es
gab
da
eine
zweite
Wiederaufnahme.
Dieses
Mal
wurde
der
Antrag
beim
Landgericht
München
gestellt.
Das
hat
den
Pfeilern
zur
Wiederaufnahme
angeordnet
und
dann
wurde
die
Familie
selbstverständlich
freigesprochen.
Der
Bauer
Rupp
ist
schlicht
und
ergreifend
betrunken
nach
Hause
gefahren
und
darüber
hat
er
dann
eben
übersehen,
dass
die
Straße
zu
Ende
war
und
die
Donau
begann.
So
ist
das
gewesen
mit
dem
Bauern
Rupp.
Aber
sowas
kann
passieren,
wenn
man
zum
falschen
Zeitpunkt
am
falschen
Ortes
und
dann
womöglich
an
den
falschen
Ermittler
gerät,
der
der
Meinung
ist,
das
seien
jetzt
ins
Gefängnis
bringen
will.
Und
damit
komme
ich
jetzt
zu
dem
kleinen
Experiment.
Oh,
jetzt
bist
du
dran.
Okay,
denn
jetzt
solltest
du
mir
mal
erklären,
wo
du
am
7.
Mai
2001
warst.
2001
bitte.
Das
ist.
Das
ist
Peggy
verschwinden,
oder?
Das
müsste
ich
natürlich
inzwischen
wissen.
Nach
Mitternacht,
nach
diesen
langen
Podcastfolge
mit
dir.
Okay,
das
solltest
du
wissen.
2001.
Das
ist
vor
19
Jahren.
Das
heißt,
da
hatte
ich
gerade
vor
fünf
Monaten
ein
Kind
geboren.
Da
war
ich
also,
junge
Mama.
Dann
dürfte
ich
im
Mai.
Da
hab
ich
schon
wieder
ein
bisschen
angefangen
zu
arbeiten.
Also
ich
war
auf
jeden
Fall
in
München
da.
Das
kann
ich
schon
mal
von
mit
Sicherheit
sagen.
Ich
bin.
Ich
bin
nicht
irgendwo
im
Urlaub
gewesen,
ich
hab
nicht
irgendwo
anders
gearbeitet.
Ich
war
in
München.
Ich
müsste
jetzt
noch
nachgucken,
was
das
vielleicht
für
einen
für
einen
Wochentag
war.
Als
Alibi
tox
bisher
noch
nicht
so
richtig.
Aber
wenn
ich,
wenn
ich
wüsste,
was
es
für
ein
Wochentag
war,
weil
ich
nämlich
immer
nur
mittwochs.
Okay.
Keine
Ahnung.
Dann
könnte
man
natürlich
in
alten
Dienstpläne
bei
Arbeitgebern
nachschauen,
weil
ich
zum
Teil
da
schon
wieder
angefangen
hatte
zu
arbeiten.
Aber
nur
ganz
wenig.
Vermutlich
aber
nicht.
Die
wohnt
aber
schon
gerne
auch
über
Beer.
Mittwochs
hab
ich
immer
deswegen,
da
war
das
Kind
immer
bei
meiner
Mutter.
Mittwoch.
Mittwoch.
Ich
weiß
es
nicht.
Keine
Ahnung.
Also
ich
müsste.
Ich.
Ich.
Ich
müsste
lange
suchen.
Warst
du
schon
mal
Lichtenberg?
Nein,
noch
nie.
Bist
du
sicher?
Ich
bin
ganz
sicher.
Tja,
da
wurde
jetzt
aber
jemand
gesehen.
Der
sieht
dir
ähnlich.
Weiß
ich
auch
nicht.
Ich
war
definitiv
noch
nicht
in
Lichtenberg.
Da
war
eine
Frau
mit
einem
Kleinkind.
Und
diese
Frau,
die
ist
eine
Wiese
runtergegangen.
Das
ist
tatsächlich
so
gewesen.
Das
steht
in
der
Akte
ja
auch
drin.
Diese
Frau,
die
hatte
längere
Haare,
dunklere
kommt
bei
dir
noch
passen.
Warst
du
damals
auch
längere
Haare?
Ungefähr
die
gleichen
wie
jetzt?
Passt
ja.
Blöd
halt.
Ich.
Ja.
Noch
blöder
wäre
es,
wenn
ich
jetzt
ein
Mittler
wäre
und
das
ernst
nähme.
Ja,
ja.
Und
dann
bist
du
drin.
Na,
kommst
du
da
nicht
mehr
raus?
Na
ja,
und
dann
wird
wahrscheinlich
die
Frau
mir
gegenübergestellt.
Und
dann
sagt
sie
Vielleicht
haben
sie
früher
so
ausgesehen.
Die
könnte
sein,
weil
auch
sie
dieses
Phänomen
kennt.
Auch
Zeugen
haben,
wenn
man
ihn
lang
und
breit
sagt,
was
der
und
der.
Also
ja
nein
Fragen
stellt.
Also
Fragen,
wo
man
nur
ja
oder
nein
drauf
sagen
kann.
Und
dann
schaut
er
den
für
Nieman.
Ja,
dann
überlegen
die
sich
halt,
was
möchte
der
vielleicht
hören
und
und
und
und
halten
sich.
Ja,
das
gibt's.
Es
gibt
viele
Studien,
die
auch
genau
dieses
Verhalten
belegen.
Der
Punkt
ist
einfach
der
folgende.
Wäre
ich
jetzt
ein
Polizist,
hätte
ich
ein
anderes
Bedrohungspotenzial.
Aber
ich
könnte
dich
jetzt
schon
weiter
in
die
Enge
treiben
und
dich
auf
fragen
Beweist
mir
doch
mal,
dass
du
da
nicht
warst.
,
da
müsste
ich
natürlich.
Dann
müsste
ich
minutiös.
Einen
Tag
vor
x
Jahren
nachstellen.
,
du
sollst
mir
beweisen,
dass
du
da
nicht
warst.
Aber
das
kann
ich
ja
nur
eventuell
durch
Kalender.
Beweise
mir,
dass
du
das
nicht
warst.
Naja,
da
müsste
ich
halt
gucken,
wo
ich
sonst
war.
Das
müsste
ich
halt
herausfinden.
Dann
könnte
ich
das
wahrscheinlich
beweisen.
Dann
hättest
du
mir
aber
nur
bewiesen,
dass
du
woanders
warst.
Genau
das
hast
du
mir
nicht
bewiesen,
dass
du
da
nicht
warst.
Aber
muss
ich
dir
denn
wir
haben
doch
vorhin
eigentlich
gelernt,
dass
nicht
ich
dir
beweisen
muss,
dass
ich
da
nicht
war,
sondern
du
musst
mir
beweisen,
dass
ich
da
war.
Das
steht
so
in
der
Rechtsordnung.
Aber
stell
dir
mal
vor,
ich
würde
jetzt
ein
formelles
Ermittlungsverfahren
wegen
Mordes
gegen
dich
einleiten.
Willst
du
das?
Wenn
man
deine
Familie,
die
Eltern
deiner
Kinder,
der
anderen
Kinder,
deiner
Klasse
et
cetera
et
cetera,
die
wüssten
es
alle.
Da
hättest
du
aber
nicht
das
Problem.
Beweise
jetzt,
dass
du
unschuldig
warst.
Solche
versagen.
Das
geht
gar
nicht.
Das
geht
denk
logisch
gar
nicht.
Man
kann
nur
beweisen,
was
ist.
Man
kann
nie
beweisen,
was
nicht
ist
und
jeder
nicht
Beweis
einer
Straftat
ist
nur
der
Beweis
für
etwas
anderes.
Also
das
Alibi,
ja,
ist
schon
irre.
Also
ja,
ich
kann
mir
schon
vorstellen,
das
macht
einem
schon
Angst.
Fissner
Ja,
es
ist
fies.
In
der
Tat.
Und
ich
möchte
nicht
in
so
eine
Situation
kommen.
Niemals.
Ja,
und
damit
jetzt
den
Schlusspunkt
zu
setzen.
Doch
nochmal
eine
versöhnliche
oder
ein
kleines
bisschen
das
Ganze
wenigstens
in
eine
etwas
zuversichtliche
Richtung
bringende
Erkenntnis.
Es
gibt
in
unserem
Strafrecht
das
Prinzip
der
Öffentlichkeit
und
das
ist
auch
gut
so.
.
Der
Fall
Peggy
ist
deswegen
eigentlich
gut
ausgegangen
für
diejenigen,
die
zu
Unrecht
beschuldigt
waren,
weil
dieser
Fall
so
in
der
Öffentlichkeit
steht,
weil
eben
Journalisten
sich
mit
diesem
Fall
beschäftigt
haben.
So
welche
wie
du.
Und
weil
aber
auch
Ulvi
Unterstützung
gefunden
hat
damals
was
Fehlurteilen,
was
aber
auch
nur
ging,
weil
der
erste
Prozess
öffentlich
war,
wobei
der
die
entscheidenden
Teile
waren
es
nicht.
Was
wiederum
bedenklich
ist.
Im
ersten
Prozess
gegen
ÖFI
sind
Videos
gezeigt
worden,
die
die
Polizei
aufgezeichnet
hat.
Da
haben
sie
vermeintlich
nachgestellt,
wie
der
Ulvi
die
Peggy
umgebracht
und
versteckt
haben
soll.
Im
ersten
Prozess
heißt
es,
hätten
Leute,
die
drin
saßen,
geweint,
weil
sie
so
betroffen
gewesen
seien
über
diese
Aufnahme.
Der
zweite
Prozess
im
Jahr
2014
ist
komplett
öffentlich
gewesen.
Da
sind
diese
Videos
auch
gezeigt
worden.
Da
hat
niemand
geweint.
Da
gab's
eher
Gelächter
über
die
auch
für
meinen
Geschmack
wirklich
an
den
Haaren
herbeigezogene
Inszenierung,
mit
der
die
Polizei
diese
Videos
produziert
hat.
Wir
haben
aber
im
Grundsatz
die
Öffentlichkeit
in
jedem
Strafverfahren.
Und
das
ist
gut
so,
weil
die
Öffentlichkeit
auch
ein
Gradmesser
ist
und
eine
Kontrollinstanz,
die
jeder
Richter
spürt,
der
da
vorne
sitzt
und
die
Sitzung
leitet.
Wenn
er
weiß,
da
sind
viele
Zuschauer
dabei.
Dann
gibt
es
selten
Gründe,
die
zum
Beispiel
Anlass
wären,
Befangenheit
zu
beantragen
oder
ähnliche
Pannen
mehr,
sondern
da
geht
es
schon
eben
auch
nach
Plausibilität
und
irgendwo
gesundem
Menschenverstand.
Die
Gesetze
und
das
Prinzip
des
Rechtsstaats
sind
eigentlich
gut,
aber
man
muss
aufpassen,
dass
sie
ernst
genommen
werden
und
das
es
im
Fall
Peggy
der
eigentliche
Skandal.
Die
Ermittler
haben
die
Regeln
gebrochen.
Der
Staat
insgesamt
hat
Regeln
gebrochen
und
darum
ist
dieser
Fall
schief
gegangen.
Ich
glaube,
dass
das
der
Grund
dafür
ist,
dass
nach
fast
20
Jahren
kein
Täter
gefunden
worden
ist
und
dass
man
so
viel
gegen
Falsche
gemacht
hat,
dass
man
noch
so
viele
Schicksale
wirklich
ungünstig
beeinflusst
hat.
Aber
auch
hier
gibt
es
etwas
Gutes
die
Ermittler.
Der
Staat
ist
dabei
erwischt
worden.
Also
ich
konnte
z.B.
jahrelang
darüber
berichten
und
zwar
außerordentlich
kritisch.
Das
ist
eine
gute
Nachricht.
Das
gibt's
für
mich
auch
nur
im
Staatswesen
wie
unserem.
Da
hast
du
recht.
Der
Fall
Peggy
Ultimativer
letzte
Folge.
Dankeschön,
Christoph.
Gerne.
Check out more Geheimakte

See below for the full transcript

Antenne Bayern Geheimakten Peggy Kohelet KS Willkommen zur letzten Episode unseres Podcasts. Der Fall Peggy Nach fast 20 Jahren ist der Fall eingestellt. Er ist jetzt ein Cold Case. Und bei mir ist wieder Christoph Lemmer, der Journalist, dabei Antenne Bayern seit vielen Jahren über den Fall Peggy berichtet, der ein Buch über diesen Fall geschrieben hat, der für diese Podcast Serie mit dem deutschen Radio Preis prämiert wurde. Genau jetzt ist der Fall Peggy zu Ende. Jetzt bringen wir in dieser letzten Episode den Abschluss dieses Falls nach fast 20 Jahren Ermittlungen, nach fast 20 Jahren, die dieses Mädchen verschwunden ist. Und zum Schluss, da hab ich mir ein Experiment ausgedacht. Zugegebenermaßen ein ziemlich krasses Experiment. Das möchte ich mit dir am Ende machen. Und dieses Experiment hat mit diesem Fall zu tun, hat mit den Ermittlungen zu tun und das hat mit dieser Art der Ermittlungen in diesem Fall zu tun. Und vielleicht auch nicht nur in diesem Fall. Es hat auch damit zu tun, wie schnell urplötzlich völlig unschuldige Menschen ganz blöd dastehen können und nicht nur sie, sondern auch Frau und Kinder, wenn Menschen unter Verdacht geraten, die dann plötzlich Leben in Trümmer gehen sehen. Ja, darum in diesem Experiment, ich mit dir machen möchte. Okay. Du wirst dich nicht wohlfühlen. Ich bin gespannt. Aber jetzt lass uns zuerst einmal klären, was hier eigentlich passiert ist und warum das so viele Leute auch so stark beschäftigt. Cold Case Fall eingestellt und das nach 20 Jahren. Christoph, wie beurteilst du das denn als gigantische Niederlage für die Polizei und die Staatsanwaltschaft? Denn sie haben alles mögliche probiert über diese fast 20 Jahre, um den Fall Peggy zu lösen. Sie haben. Sie haben natürlich viel ermittelt. Sie haben mit einem unfassbaren Aufwand auch ermittelt oder nach diesem Mädchen gesucht. Sie haben einen Unschuldigen vor Gericht gestellt. Sie haben hinnehmen müssen, dass zehn Jahre nach diesem Urteil dieser Unschuldige dann freigesprochen worden ist. Sie haben andere Spuren fallen lassen, die sie besser nicht hätten fallen lassen. Und sie haben zum Schluss dann sogar noch einmal versucht, auf diese erste falsche Spur zurückzukommen. Denn nichts anderes ist das gewesen, was in den letzten zwei Jahren an Ermittlungsarbeit stattgefunden hat und am Ende daneben nach dieser ganzen Mühe, Durchsuchungen und eben auch menschlichen Schicksalen, die da dran hängen. Haben sie einräumen müssen. Sie haben den Fall nach fast 20 Jahren nicht lösen können. Und das nenne ich tatsächlich eine krachende Niederlage. Man fragt sich an der Stelle natürlich auch Was sagt Peggy S. Mutter zu alledem? Die hat ja jetzt damit überhaupt keine Hoffnung mehr, dass der Mörder ihrer Tochter jemals gefasst wird, während sie denn. Ja. Entsprechend ist die Erklärung, die sie hat abgeben lassen, sag ich. Sie hat sich selber öffentlich nicht geäußert, sondern sie hat eine Anwältin, mit der sie persönlich befreundet ist. Und diese Anwältin Theaterleben Tag, an dem die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben hat, dass das Verfahren eingestellt ist, eine Erklärung herumgeschickt. Und diese Erklärung lautet, dass sie die Anwältin für die Mutter jetzt prüfen werde, ob dieser Einstellungs Beschluss tatsächlich zulässig ist oder ob sie ihn anfechten möchte. Das Ergebnis ist natürlich noch offen, aber ich denke eine große Chance darauf, dass sie noch einmal weitere Ermittlungen erzwingen kann. Die dürften wohl eher klein sein. Zuletzt gab es ja eben auch nur noch diese eine Spur auf Manuel Schmidt. Die war dann auch der Anlass für Polizei und Staatsanwaltschaft, das Verfahren im Fall Peggy in Gänze einzustellen. Hören wir uns das doch nochmal an. Diese Aufnahme klingt ein bisschen merkwürdig wegen der Tonqualität. Und dazu sagen wir dann auch noch was. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir dürfen Ihnen die gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Bayreuth und des Polizeipräsidiums Oberfranken zum Abschluss des Ermittlungsverfahrens bekannt geben. Im Fall B wird es keine weitere Anklage geben. Das Ermittlungsverfahren gegen den letzten Beschuldigten Manuelles wurde eingestellt. Der BG ist damit insgesamt beendet. Diese Aufnahme ist ja ungewöhnlich. haben die Behörden selber und in Eigenregie aufgezeichnet und so hört sie sich auch an und so sieht sie aus. Normalerweise hätte die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Polizei vermutlich in Bayreuth eine Pressekonferenz veranstaltet. Da wären dann eben der Staatsanwalt und die Polizeisprecherin auf der Bühne gewesen und die Journalisten hätten auch Fragen stellen können. Aber das ist eben ausgefallen. Das hat leider auch unangenehmen Nebeneffekt, das muss man dazusagen, jetzt nicht gar nicht wertend, sondern es ist schlicht eine Tatsache. Diese Corona bedingte Einschränkung bedeutet eben auch, dass niemand hat Nachfragen stellen können. Ich finde, die Erklärung, die die Staatsanwaltschaft und die Polizei abgegeben haben, geht so nicht. Sie nicht, was die in den letzten zwei Jahren tatsächlich eigentlich untersucht haben. Sie haben ja über die letzten zwei Jahre immer wieder Details zu dieser Ermittlungsarbeit angekündigt und immer gesagt, zum gegenwärtigen Zeitpunkt könnten sie nix sagen. Jetzt ist der Zeitpunkt. Da jetzt stellen sie sich selber hin und sagen eben auch nur naja, gerade mal das Allernotwendigste man kann halt nicht nachfragen mit der Begründung wegen Coruña. Dann gehen wir doch nochmal zurück in den Fall und die wichtigsten Ereignisse. Der eine, der erste, der größte, der auch jahrelang den ganzen Fall Peggy dominiert hat. Das war eben der Ermittlungsstand Ulvi Ulvi. Das ist dieser geistig minderbemittelte Mann aus Lichtenberg, der dann irgendwann unter Verdacht geriet. Wobei dieser Verdacht offensichtlich zum ersten Mal damit zusammenhing, dass Polizisten erzählt hat, er hätte einen Hilferuf gehört, der hinten aus dem Haus der Familie Knobloch, also da Voli Peggy gewohnt hat, gekommen sei. Das hat ihm der Polizist nicht geglaubt. Das hat niemand nachgeprüft auf das Mögliches, aber der Hilfe, der war damit irgendwie auf der Liste. Und dann haben sie angefangen, auch diesen Strang zu ermitteln und und zu versuchen, da Details und Material heranzuführen. Und dann ist es so gewesen, dass der Ulvi, weil er aufgrund seiner Behinderung einfach so ein Entwicklungssprung Problem hatte, wo Körper und Geist nicht so ganz zusammengepasst sind. Da kann man die Pubertät. Der Geist war immer noch sehr kindisch und infantil und der Körper, der war naja, eben da, wo pubertäre Körper so sind, wo sie sich auch beginnen für Dinge zu interessieren, für die sich Kinder eigentlich nicht interessieren. Und das hat dazu geführt, dass er eben einige sonderbare Verhaltensweisen, was das Sexuelle betrifft, an den Tag gelegt hat. Und da ist er z.B. Exhibitionist, hat vor Kindern und ähnliches mehr. Dafür war er dann in Bayreuth in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung und dort in dieser Psychiatrie. Da hat dann die Polizei einen V-Mann aufgetan, tatsächlich ein V-Mann. Da machen wir jetzt einfach nochmal einen kleinen Rückblick. Denn das ist eine ganz entscheidende Passage, die dazu geführt hat, dass der Ulvi dann später ein Geständnis abgegeben hat, mit ganz fatalen Folgen für ihn selbst und auch für die Ermittlungen in diesem Fall. Dieser V-Mann, der hatte mich behauptet, der ÖFI hätte ihm gegenüber in dieser geschlossenen Psychiatrie gesagt, er hätte die Peggy umgebracht. Der hat ihm auch gesagt, wo er die Leiche versteckt habe. Und er, dieser V-Mann Peter Hoffmann, hieß er. Er lebt nicht mehr. Dieser Peter Hoffmann hat sich dann angeboten, dass er vom Ulvi weitere Details in Erfahrung bringen mit ihm redet. Die Polizei ist darauf angesprungen. Das hatte auch damit zu tun, dass dieser Peter Hofmann früher, als er noch in Freiheit war, immer mal wieder als V-Mann für die Polizei tätig gewesen war in der Drogenszene, so rings um Bayreuth. Und dann hat dieser Peter Hofmann angefangen, den Ulvi, ich sage mal, durchaus in die Mangel zu nehmen. Ich habe selbst den Peter Hoffmann gesprochen, und der hat dann viele Jahre nachdem aufgrund seiner Arbeit und des von ihm erdachten Geständnisses, der Ulvi verurteilt worden war, klar Schiff gemacht und zugegeben, dass er den Ulvi falsch beschuldigt hatte, dass er sich dieses Geständnis ausgedacht hatte und dass der Ulvi tatsächlich nie ein Geständnis ihm gegenüber abgelegt hatte, mit dem die Polizei dann aber eben weiter ermittelt hat und mit dem die Polizei dann noch den Ulvi unter Druck gesetzt hatte. Naja, das war eigentlich eine Falschaussage gewesen, weil die so ich damals ich angestiftet, die Falschaussage zu machen, unter dem Vorwand, dass wir dann zur Staatsanwaltschaft gehen und ein gutes Wort einlegen für mich. Und als ich dann rauskam, gleich anschließend Ulvi, mit dem ich eben auch über diesen Peter Hoffmann gesprochen habe und ihn gefragt habe, wie er den eigentlich erlebt hat. Wurden Sie denn Freunde oder Bekannte oder haben sie sich häufiger miteinander geredet miteinander geredet? Was haben Sie denen erzählt? Ich jetzt von dem Gefühl, dass sie die BW gewählt haben. meine das mal irgendwo. Sollte wer das jetzt gesagt, hätte Herr Hoffmann Sie jetzt so gefragt, dass Sie das sagen sollten? Oder haben Sie des Versicherers erzählt? Das hat man gesagt, dass ich das gesagt. Dieses Geständnis hatte ja noch eine weitere Konsequenz. Die Polizei hat nämlich alle anderen Ermittlungen daraufhin eingestellt und das war zumindest das eine Spur betrifft möglicherweise fatal auf einen jungen Mann, der dann Jahre später mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden ist. Dieser junge Mann, der kam etwa ein Dreivierteljahr vor Peggy verschwinden und mutmaßlich auch per Tod in das Leben von Peggy. Und zeitlich, mit diesem Moment, nämlich den Sommerferien des Jahres 2000, hat die Peggy auch begonnen, sich zu verändern, und zwar zum Schlechten. Sie hat sie ihre. Sie wurde in der Schule schlechter. Sie hat angefangen wieder einzunisten. Sie hat sich abgekapselt von anderen Kindern. Sie hat manchmal ewig lang vor dem Fernseher auf dem Sofa gesessen und das Licht nicht angemacht, was sie früher nie getan hatte, dass es dem Stiefvater von ihr damals aufgefallen. Und dieser junge Mann, der eben im Sommer 2000 ins Leben von Peggy. Treten ist er hat ja eigentlich an jeder Stelle die Unwahrheit gesagt, an der man es ihm hat nachweisen können, als er es nach Alibis gefragt. Er hat mehrere genannt. Alle waren falsch. Die Polizei hat sie jeweils auch alle widerlegen können. Am Ende hat die Polizei trotzdem und zwar falsch in den Abschlussbericht geschrieben. Der hätte ein Alibi gehabt. Das stimmt schlicht nicht. Und das kam eben zustande, nachdem der Ulvi gestanden hat. Und hier kommt für mich ein ganz bestimmter Effekt zum Greifen, der einfach auch mal vielleicht zu untersuchen wäre, was diese Polizeiarbeit betrifft. Vielleicht haben sie einfach einen Tunnelblick gehabt. Vielleicht wollten sie einfach, dass das jetzt stimmt mit diesem Geständnis, weil sie viel Druck hatten, auch von der Politik. Der Fall war ja auch schon einige Jahre her. Es waren die Ermittlungen schon zwei oder drei Jahre am Laufen, bis das Innenministerium in München hatte den Chef der Sonderkommission ausgewechselt gehabt, damit endlich etwas vorangeht. Und dann kommt eben dieses Geständnis. Da haben sie eben auch diese Spur fallen lassen, die sie wahrscheinlich nicht hätten fallen lassen sollen. Das war der vielleicht größte Fehler in dieser ganzen fast 20 Jahre währenden Ermittlungsarbeit. Und dann kam aber ja die Wiederaufnahme vor Gericht im Jahr 2014. Und das betrifft eben wieder den Ulvi. Der war 2004 wegen Mordes an Peggy verurteilt worden zu lebenslanger Haft, wobei er dann eben nicht ins Gefängnis gekommen ist, sondern er war immer noch zur Therapie in der geschlossenen Psychiatrie in Bayreuth. Aber ihm drohte Gefängnis für den Fall, dass er da irgendwann aus therapiert wäre. Und dann haben aber über die Jahre sich Unterstützer gefunden. Auch viele Lichtenberger, die nicht geglaubt haben, dass der Ulvi tatsächlich fähig gewesen wäre, dieses kleine Mädchen Peggy zu ermorden. Und es waren eben auch viele Lichtenberger, die als Zeugen in diesem Verfahren ausgesagt haben, z.B. zwei Boum, die ganz genau wussten, dass sie die Peggy nachmittags um 15.30 mitten im Ort gesehen haben und andere Kinder, die dasselbe gesagt haben. Es gab letztlich Aussagen, die die Peggy bis 19 Uhr gesehen haben. Kein einziger dieser Zeugen hat es in das erste Verfahren und das erste Gerichtsverfahren geschafft. Sämtliche dieser Zeugen sind zwar von der Polizei gehört worden, die Aussagen finden sich auch in den Ermittlungsakten. Sie sind aber nicht in die Anklage der Staatsanwaltschaft aufgenommen worden und sie sind vor Gericht nicht gehört worden. ist im Grunde genommen auf einer ganz verkürzten Faktenlage verurteilt worden, und die beruhte darauf, dass man gesagt hat Der muss die Peggy zwischen etwa 13.15 und 13.45 dieses Tages umgebracht haben und dafür gesorgt haben, dass sie verschwindet. Was schon sehr ambitioniert ist, gerade für jemanden, der geistig nicht so ganz auf der Höhe ist. Aber anders ging es nicht, weil er für vorher ein Alibi hatte und für nachher ein Alibi hat. Und die waren nun eindeutig diese Alibis. Es musste diese halbe Stunde sein. All diese Aussagen. , in die Peggy am Abend noch gelebt hat, die haben da gestört. Und deswegen, und das ist meine Unterstellung aufgrund der Faktenlage hat die Polizei sie weggeräumt und die Staatsanwaltschaft hat sich nicht in die erste Anklage aufgenommen. Sie existierten, aber sie wurden vor Gericht nicht verhandelt. Das ist jetzt keine Unterstellung, sondern das ist eine Tatsache. Und das haben dann ja ein Rechtsanwalt und die vom Gericht bestellte Betreuerin vom auf die Tagesordnung gebracht. Der Rechtsanwalt hat ein Wiederaufnahmeverfahren angestrengte als damit auch durchgekommen. Dann ist der Fall neu verhandelt worden. Das war dann eben im Jahr 2014, zehn Jahre nach dem ersten Urteil. Und dass der ÖFI dann tatsächlich freigesprochen worden. Naja, und als all das dann schon passiert war Ermittlungen, falsches Urteil, Wiederaufnahme, unfassbar viele Pannen. Du hast gerade einige geschildert oder viele geschildert. Tatsächlich auch ein skandalöses Verhalten im Umgang mit Zeugen. Erst danach wird dann überhaupt Peggy Leiche gefunden. Zweiter Juli 2016 13.30 Bei Ronacher Bundes ist ein kleiner Weiler in Thüringen der südlichste Ende von Thüringen, direkt an der Grenze zu Bayern, zu Franken. Da war ein Pilzsammler unterwegs. Da haben wir in unserer Episode 2 unseres Podcasts Der Fall Peggy diese Szene nachgespielt, die dann im Wald spielt. Als der Pilzsammler bei Rudere Bron Pilze sucht und da hören wir nochmal rein. Hallo! Was ist das? Oh mein Gott. Er findet Knochen, Teile eines menschlichen Skeletts. Der Mann alarmiert die Polizei. Die rückt schnell an und sperrt das Gelände weiträumig. Die Beamten werden nach und nach den kompletten Oberkörper mitsamt Schädel und Armen. Der Unterkörper, also Beckenknochen und Beine, fehlt bis heute. Fassen wir das bis hierher noch einmal zusammen. Peggy verschwindet im Mai 2001. Drei Jahre später wird Ulvi wegen Mordes verurteilt. 2014 wird Ulvi in der Wiederaufnahme dann freigesprochen und das erste Mord Urteil als falsch entlarvt. Und noch einmal zwei Jahre später, nämlich 2016 wird überhaupt erst PGS Leiche gefunden bzw. Teile davon 2016 und dann weitere zwei Jahre darauf, im Jahr 2018. Da nehmen die Ermittler einen letzten Anlauf. Sie beginnen Ermittlungen gegen einen Mann, der früher in Lichtenberg gelebt hat Manuel S. Eigentlich kennen wir den Namen vollständig sagen. Manuel Schmidt heißt er. Der kam nochmal unter Verdacht, wobei die Spur oder die Ermittlungen gegen Manuel Schmidt eben keine eigenständige Ermittlung war, sondern im Grunde genommen ging es wieder um die erste Spur, die aus dem falschen Urteil die gegen den Ulvi Der Manuel Schmidt ist nie als Mörder von Peggy bezeichnet worden von der Polizei. Ein Polizeisprecher hat aber tatsächlich wirklich sachlich falsch davon gesprochen, der Manuel Schmidt habe Mittäterschaft gestanden. Was definitiv wirklich richtig falsch ist. Er hatte etwas anderes, ich sage mal gestanden, in Anführung und Anführungsstrichen, in einer sehr langen Vernehmung, nämlich dass er in Lichtenberg an dem Tag, an dem Peggy Verschwundenes mit seinem Auto unterwegs gewesen sei, dass er an einem Bus Wartehäuschen vorbeigekommen sei. Dass dann da der Ulvi gesessen hat. Und jetzt können wir das auch so offen sagen, weil ich tatsächlich von allen Beteiligten weiß Ja, er hat gesagt, der Wolfi hätte da in diesem Bus Wartehäuschen gesessen, der habe zufällig die tote Peggy dabei gehabt, der hätte ihn angehalten, der hätte ihn gefragt. Thomas, kannst du für mich die tote Peggy irgendwo hin verstecken? Der Manuel habe dann gesagt Klar, mach ich. Da sei er ausgestiegen, hätte sein Kofferraum geöffnet, der eine Decke rausgeholt. Dann hätte er noch versucht, die Peggy wiederzubeleben. Das sei misslungen. Dann hätte er die Peggy in diese Decke eingewickelt. Die hätte er dann in den Kofferraum gelegt und dann wäre es wieder in sein Auto eingestiegen. Wird sie zum Ulvi gesagt, Schuss und sei losgefahren nach rudere Brunn, um die Pegida zu verscharren in dem Waldstück, das hat er gesagt. Was aber ja auch, wie wir heute wissen, nicht so ganz richtig war. Ja, ich hab mich gefragt Warum hat er das gesagt? Diese Aussage so was kann ich, will ich das nennen? Soll. Schwachsinnig. Unglaubwürdig. Haben sich viele gefragt. Wie kommt man dazu, sowas a zu gestehen und erst recht dieses Geständnis wahr sein sollte zu tun. Also hab ich Sie gefragt. Jetzt Sie zwei Jahre lang unter diesem Verdacht. Jetzt muss ich mal direkt fragen. Stimmt der Verdacht? War da was dran? Haben die richtig gelegen? irgendeine Spur oder irgendetwas? Was das stimmte? Oder was muss man davon halten? Stimme tut überhaupt nichts dran. Ich hab mit dem Foll überhaupt nichts zu tun. Ich habe mit Mädchen nie irgendwas gemacht. Ich habe sie nie angefasst. Ich weiß nicht, wie sie es so auf mich komme. Nachdem Atommülllager Mittel sofort um mich gelaufen ist. Es ist für mich unerklärlich, dass das jetzt noch einmal gewagt, Tom und geplatzt sind. Hier mit meiner Familie mir alles auf den Kopf zu stellen. Bis dahin, dass er mich in Untersuchungshaft gebracht. Dann müssen wir noch vorgehen, wie das funktioniert. Es gibt keinerlei Beweise oder Gründe, mir das überhaupt anzulasten. Es ist ein Unding. Sie haben bei einer Vernehmung damals eine Aussage gemacht, die bis heute immer noch zitiert wird, die als Teil, Geständnis oder Geständnis immer zitiert wird, wo Sie eben gesagt haben, Sie seien an dem Tag, an dem die verschwunden ist, mit dem Auto durch Lichtenberg gefahren. Das sagen Sie einem Busfahrer sind vorbeigekommen, da sei ein Mann gewesen. Dieser Mann hätte die tote Peggy dabei gehabt, hätte er gefragt, ob sie das Mädchen für ihn wegbringen würden. Sie hätten gesagt Ja, das tun sie. Warum haben Sie diese Aussage getroffen? An dem Tag, wo die vorher war, wo ich Auto durch mündig Leben gewesen war das Wolff voll durch. Dann würden wir vor der Polizei auf der Straße mitgenommene nur wird konfrontiert mit den Fall Peggy muss da was zu tun haben und und und. Das Modell geschockte so eine innere Schulglocke argumentiert und und dann kriegt Moka Hilfe. Also mir ist K. Anwalt zukommen lassen wollen. Das ist eine Lüge. Wie muss sowas als Geständnis bewerten oder als Teil Geständnis ist fraglich. Für mich haben die nichts in der Birne, die Lage des Mondes das ist reine gegen mich. Es wird nur gegen mich benutzt. Haben Sie, die Polizisten in dieser Vernehmung gesagt, dass das, was Sie da erzählen, nicht stimmt? Ich habe mehrmals. Ich kann euch doch nicht einfach eine Geschichte erzählen und man muss halt erzählen. Ich bin ständig animiert, weiterzuerzählen und dann irgendwann habe ich gedacht Nee, oder natürlich ihnen halt selbst noch eine Pause bin ich nun, da komme ich. Soll ja immer in die Kamera sprechen und hab dann gesagt leid, ich kann euch doch nicht irgendetwas erzählen. Jetzt hier nochmal auf Dolomit und. Jetzt bin ich würde auch animiert worden und und das weitergeht. Und ob ich ihnen dann wirklich dazu. Und ja, es war eine Schulglocke aus meiner, aus den heraus, da irgendwie rauszukommen, ich mir immer wieder mit Aussicht elektron. Ja, wenn ich das. Und wie, wenn das dann beendet wird, ich dann haben kann. Und so war irgendwie. Was ist denn für Sie in dieser Zeit, in der das Ermittlungsverfahren lief, mit Ihrem Leben passiert? Also Familie, Vereine et cetera. Naja, das Leben ist natürlich eingeschränkt, wenn andere Leute glauben, irgendein Verbrechen begangen, da wird man natürlich ausgegrenzt, spielt das natürlich. Wir wurden zum Teil Schulfreunde für die Kinder, die dann zu uns auf den Hof promovierende, wo die Eltern informiert haben, dass sie ja dürfen. Ich wurde einmütig engagiert, da bin ich natürlich zum Austritt genötigt worden und sonst nur ich wollte bei Feinstofflichkeit ich bin ja denn viele Freunde in Grenzen halten wollen. Traut sich also selber nirgendwo mehr hin. Das ist einfach so. Und jetzt, wo es vorbei ist? Was erwarten Sie für die Zukunft? Wie es weitergeht? Naja, ich hoffe, dass ich mich schon wieder in die Gesellschaft integrieren konnte, die Leute sind. Ich bin. Okay, wie das immer so in meinem Leben. Ich bin zuverlässig, bodenständig. Ich hab noch nie irgendwie irgendwelche kriminellen Handlungen gemocht und ich hoffe einfach, dass da mal Gras über die Sache wächst. Also dieser letzte Verdächtige. Wir haben ihn gerade gehört. Manuel Christoph, warst du überrascht, dass bei den Ermittlungen gegen ihn nichts herausgekommen ist? Ganz ehrlich? Nein, überhaupt nicht. Nicht die Bohne. Und das ist jetzt nicht so dahergesagt, weil man halt immer irgendwie hinterher schlauer ist als vorher und hinterher sagen kann Ich hab's vorher auch schon gewusst. Ich hab jetzt von Anfang an nicht geglaubt. Ich hab das schon nicht geglaubt, als 2018 die Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizei in Bayreuth stattfand und diesen Verdacht da bekanntgegeben haben. Ich hab den auf dieser Pressekonferenz ja auch sehr viele, auch sehr kritische Fragen dazu gestellt in dieser ernsten Situation, weil eben einfach klar war, dass das nur einen Rückgriff auf die falsche Spur ist. Und sie haben damals in dieser Pressekonferenz auch noch nicht einmal andeutungsweise sagen können, was konkret der gemacht haben soll. Sie haben nur das formale Delikt dargestellt. Also Sie haben gesagt, Sie ermitteln wegen Mordes. Okay, was anderes geht auch gar nicht, weil alles andere verjährt gewesen wäre. Dieses angebliche Geständnis, das wäre und das hat die Polizei zum Schluss ja auch selber gesagt, es wäre Strafvereitelung gewesen. Sie haben ja auch die schriftliche Erklärung zur Einstellungs Verfügung dazugeschrieben, dass die Strafvereitelung verjährt gewesen wäre, als hätte sie stattgefunden. Das ist so irrwitzig. Das ist so das Gegenteil von im Zweifel für den Angeklagten. Das ist einfach zu sagen ja, ich halte den Verdacht jetzt nochmal aufrecht, weil wir haben ihn ja nicht widerlegt. Aber der Punkt ist der ist nicht zu widerlegen, sondern wer ein Verdacht äußert und anklagen will, der muss den Beweis haben, dass die Schuld zutrifft. Die Schuld muss bewiesen werden und nicht die Unschuld. Und mit dieser Erklärung hat die Staatsanwaltschaft in höchstem Maße eine Instanz der Rechtspflege. Diesem Land das Bindeglied zwischen zweiter und dritter Gewalt erklärt, dass sie den Beweis für die Unschuld nicht gefunden haben. Ich finde das unglaublich, dass es zum Schluss letztlich eigentlich noch einen Skandal obendrauf und ich finde, man muss das auch in dieser Klarheit einfach mal sagen, diese Pannen und Fehler, die da passiert sind. waren die eigentlich eine Ausnahme? War der Fall Peggy für die Behörden einfach nur Pech, oder? Man wagt es ja kaum zu denken. Ist das möglicherweise normal oder zumindest passiert öfter mal eins dass im Fall Peggy anders als in den meisten anderen Kriminalfällen also fundamental anders kann ich die Art und Weise, wie die Polizei ermittelt, auch nicht, wie die Staatsanwaltschaft vorgeht, auch nicht, wie sie mit Zeugen umgehen. Es ist alles mehr oder weniger im Rahmen des Üblichen und der üblichen Praxis. Auch die Art und Weise, wie z.B. Vernehmungen protokolliert werden. Ich habe wirklich in vielen Fällen schon Vernehmungsprotokolle gelesen und ich staune immer, wie relativ schlampig deutsche Polizei Behörden Vernehmungen protokollieren. Es gibt offensichtlich keine wirkliche Form, ob Leerung dabei sind z.B. mal steht's drin, mal steht es nicht drin. Also mit Belehrungen meine ich, ob man z.B. demjenigen, der vernommen wird, sagt, ob das jetzt der beschuldigten Vernehmung ist oder ob es eine Zeugenvernehmung ist. Was ja nun wirklich einen riesigen Unterschied machen kann. In meinem Fall kann halt einfach den Mund halten und sagen Ich will einen Anwalt. Das geht nie aus diesen oder ganz selten aus Protokollen hervor. Also alles das. Da ist der Fall Peggy erst mal nicht ungewöhnlich, aber an einer Stelle ist er. Ungewöhnlich. Man weiß wahnsinnig viel über diesen Fall. Ich meine damit, man kennt wahnsinnig viele Interna, man kennt sehr viele Details, man kennt sehr viel Material, man kennt die Akten. Ich kenne jedenfalls den größten Teil dieser Akten. Ich kenne Zeugenaussagen. Ich kenne auch Zeugenaussagen, die dem widersprechen, was Polizisten bekannt gegeben haben oder Polizeisprecher bekannt gegeben haben. Und der Umstand, dass so viel über diesen Fall bekannt ist, der macht ihn ungewöhnlich. Man kann die Polizei bei Fehlern ertappen, wie man das eigentlich sonst nie kann. Und man kann zeigen, wie die Polizei am Ende nur noch in eine einzige Richtung ermittelt hat, koste es, was es wolle und gebe es auch Anlässe, vielleicht nochmal woanders hinzuschauen. Man hat es gelassen und das lässt sich zeigen. Und das ist eben das Ungewöhnliche in diesem Fall. Aber warum? Was ist denn das Motiv der Polizisten? Warum tun die das? Ich glaube gar nicht aus bösem Willen. Ich glaube, das liegt tatsächlich zum einen daran, dass sie unter Druck stehen. Also die Staatsanwaltschaft kann Druck machen. Hat sie auch in diesem Fall gemacht. Die Politik hat Druck gemacht. Es gab eben, wie gesagt, den Austausch der Leitung bei der Sonderkommission Peggy durch den damaligen Innenminister, der dazu ja auch steht. Das hat er uns ja auch gesagt. Für diesen Podcast. Ich sehe das auch daran, dass heute übrigens auch kein Interview Mögliches mit den beiden zuständigen Ministern Eisenreich und Herrmann, Justiz und Inneres, die sich schlicht kategorisch weigern, zum Fall Peggy was zu sagen. Auch jetzt, nachdem man Kauch jetzt nachdem vorbei ist. Aber ich glaube, das Motiv, das wichtigste Motiv oder der wichtigste Grund, warum das so schiefgegangen ist und warum die Polizei solche Dinge tut, ist etwas. Das nennen Psychologen den Confirmation Bias. Also das müssen wir ja, das ist eine eine Wahrnehmungs Verzerrung. Man erwartet sich etwas, weil man mit einem bestimmten Bild rangeht. Man könnte sagen, es gibt schon so ein vorgefaßte Urteil. Und alles, was dann da rein prasselt an Details und weiteren Ermittlungsergebnissen, die sortiere ich in dieses schon vorgefasste Bild als glaubwürdig oder nicht glaubwürdig. Manchmal mag das stimmen, dass der Eindruck richtig ist und jemand einfach sich irgendwas ausdenkt und man das auch tatsächlich zu gutem Recht weg buchen kann. Aber manchmal gibt es eben auch Verdachtsmomente, die stimmen. Aber die sagen mir dann eben, meine bisherigen Ermittlungen gingen in die falsche Richtung. wenn ich schon zwei Jahre irgendwo lang ermittle und dauernd Druck bekomme, dann nochmal die Kraft aufzubringen und zu sagen Hey, ich hab womöglich zwei Jahre einfach das Falsche gemacht und mir die falsche Spur angeschaut und muss immer von vorne anschauen. Das ist offensichtlich menschlich schwierig, auch für Ermittler. Und ich glaube, das ist der hauptsächliche Grund. Also lautet die Erkenntnis Der Staat bekommt keineswegs immer die Täter. Der perfekte Mord passiert womöglich häufiger, als man denkt. Und es könnte im Extremfall reichen, einfach am falschen Ort gewesen zu sein, um unschuldig ins Gefängnis zu kommen. Ja, und solche Fälle gibt es ja, die gibt es ja auch nachweislich. Weiß nicht, ob dir der Fall des Bauern Rupp noch etwas sagt. Es würde mich der krasseste Fall von wirklich schlimmer, falscher Arbeit der Ermittlungsbehörden. Der Bauer Rupp, der war am letzten Tag oder am letzten Abend seines Lebens in einer Wirtschaft und hat ordentlich gezecht. Und dann isser halt ziemlich besoffen nach Hause gefahren in seinem Mercedes und kam aber nicht mehr an. Der Bauer Rupp kam nicht an, weil er verschwunden war oder weil er irgendwo tot gefunden wurde. Nee, der kam nicht an und war verschwunden. War verschwunden. Einfach weg mit seinem Mercedes, war weg mitsamt seinem Mercedes Bergkamen schlicht nicht an und kein Mensch wusste bis zum Urteil und auch noch einige Zeit danach, was wohl mit ihm geschehen sein könnte. Aber dann kam ein schneidiger Staatsanwalt, der praktisch in Eigenregie den Ermittler spielte und dann auch ja sehr breitbeinig und lautstark selber die Vernehmung zum Teil übernahm. Und dann ist irgendwann die Familie Frau, Töchter, Schwieger Kinder angeklagt worden. Und mit diesen wirklich ihm vollkommen unterlegenen leuten der Familie des Bauern Rupp unfassbar rubik umging, um das mal ein kleines wortspiel zu benutzen. Und dann sind die angeklagt worden, von denen und verurteilt wurden wegen Mordes, Totschlags und andere Dinge. Und er hat sich frei ausgedacht, dass die den umgebracht haben, weil er ein Tyrann gewesen sein soll. Deswegen hätten sie ihn loswerden wollen. Und die Leiche, die hätten sie so weggeschafft, dass sie die den Hunden zum Fraß vorgeworfen hätten. Oh Gott! Und dann kamen die halt alle ins Gefängnis. Szenenwechsel Eines Tages ein Bagger bei Neuburg an der Donau. Der Bagger schaufelt das Hafenbecken aus. Von Neuburg an der Donau. Und wie der Bagger eine Schaufel voll Schlick hochzieht, hängt da ein Meds jedes dran. Von Bauern ob naja, jetzt hast du die Pointe schon vorweggenommen, aber ich meine Entschuldigung, was? Natürlich hing natürlich so dran, dass der hing an der hinteren Stoßstange. Der Bagger Führer hievte diesen Mercedes Richtung Kaimauer, dann flog die Windschutzscheibe heraus, nur rein geklebt. War die Last von drinnen einfach zu groß, war der ganze Schlick klatschnass und das Wasser klatschte auf die Mauer. Und mittendrin ein Gerippe, bekleidet mit den Kleidern, dem Hemd und der Hose des Bauern Rupp. Und der Mercedes stellte sich als der Mercedes des heraus. Demnach konnte die Familie den Bauern Rupp nicht an die Hunde verfüttert haben. Das war schon mal klar. Dann hat sich ein Rechtsanwalt gefunden. Der hat die Wiederaufnahme beantragt und ist tatsächlich vom Landgericht Ingolstadt gescheitert. Das Gericht meinte Könnte ja sein, dass die Familie den Bauern Rupp dann eben anders umgebracht hat und dann wieder ins Auto gesetzt und das alte Urteil hatte Bestand. Aber wie das dann funktioniert haben soll, das ist nun wirklich eine schon sehr hochgezüchtete Form von ich sag mal Confirmation Bias, dass dann auch ein anderes Gericht zu seiner vollkommen abseitigen Beurteilung kommt und dann auch nicht mal im Ansatz sagen kann, wie's denn dann gewesen sein soll. Und um's abzukürzen sind die immer noch. Nein, diese nicht. Es gab da eine zweite Wiederaufnahme. Dieses Mal wurde der Antrag beim Landgericht München gestellt. Das hat den Pfeilern zur Wiederaufnahme angeordnet und dann wurde die Familie selbstverständlich freigesprochen. Der Bauer Rupp ist schlicht und ergreifend betrunken nach Hause gefahren und darüber hat er dann eben übersehen, dass die Straße zu Ende war und die Donau begann. So ist das gewesen mit dem Bauern Rupp. Aber sowas kann passieren, wenn man zum falschen Zeitpunkt am falschen Ortes und dann womöglich an den falschen Ermittler gerät, der der Meinung ist, das seien jetzt ins Gefängnis bringen will. Und damit komme ich jetzt zu dem kleinen Experiment. Oh, jetzt bist du dran. Okay, denn jetzt solltest du mir mal erklären, wo du am 7. Mai 2001 warst. 2001 bitte. Das ist. Das ist Peggy verschwinden, oder? Das müsste ich natürlich inzwischen wissen. Nach Mitternacht, nach diesen langen Podcastfolge mit dir. Okay, das solltest du wissen. 2001. Das ist vor 19 Jahren. Das heißt, da hatte ich gerade vor fünf Monaten ein Kind geboren. Da war ich also, junge Mama. Dann dürfte ich im Mai. Da hab ich schon wieder ein bisschen angefangen zu arbeiten. Also ich war auf jeden Fall in München da. Das kann ich schon mal von mit Sicherheit sagen. Ich bin. Ich bin nicht irgendwo im Urlaub gewesen, ich hab nicht irgendwo anders gearbeitet. Ich war in München. Ich müsste jetzt noch nachgucken, was das vielleicht für einen für einen Wochentag war. Als Alibi tox bisher noch nicht so richtig. Aber wenn ich, wenn ich wüsste, was es für ein Wochentag war, weil ich nämlich immer nur mittwochs. Okay. Keine Ahnung. Dann könnte man natürlich in alten Dienstpläne bei Arbeitgebern nachschauen, weil ich zum Teil da schon wieder angefangen hatte zu arbeiten. Aber nur ganz wenig. Vermutlich aber nicht. Die wohnt aber schon gerne auch über Beer. Mittwochs hab ich immer deswegen, da war das Kind immer bei meiner Mutter. Mittwoch. Mittwoch. Ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Also ich müsste. Ich. Ich. Ich müsste lange suchen. Warst du schon mal Lichtenberg? Nein, noch nie. Bist du sicher? Ich bin ganz sicher. Tja, da wurde jetzt aber jemand gesehen. Der sieht dir ähnlich. Weiß ich auch nicht. Ich war definitiv noch nicht in Lichtenberg. Da war eine Frau mit einem Kleinkind. Und diese Frau, die ist eine Wiese runtergegangen. Das ist tatsächlich so gewesen. Das steht in der Akte ja auch drin. Diese Frau, die hatte längere Haare, dunklere kommt bei dir noch passen. Warst du damals auch längere Haare? Ungefähr die gleichen wie jetzt? Passt ja. Blöd halt. Ich. Ja. Noch blöder wäre es, wenn ich jetzt ein Mittler wäre und das ernst nähme. Ja, ja. Und dann bist du drin. Na, kommst du da nicht mehr raus? Na ja, und dann wird wahrscheinlich die Frau mir gegenübergestellt. Und dann sagt sie Vielleicht haben sie früher so ausgesehen. Die könnte sein, weil auch sie dieses Phänomen kennt. Auch Zeugen haben, wenn man ihn lang und breit sagt, was der und der. Also ja nein Fragen stellt. Also Fragen, wo man nur ja oder nein drauf sagen kann. Und dann schaut er den für Nieman. Ja, dann überlegen die sich halt, was möchte der vielleicht hören und und und und halten sich. Ja, das gibt's. Es gibt viele Studien, die auch genau dieses Verhalten belegen. Der Punkt ist einfach der folgende. Wäre ich jetzt ein Polizist, hätte ich ein anderes Bedrohungspotenzial. Aber ich könnte dich jetzt schon weiter in die Enge treiben und dich auf fragen Beweist mir doch mal, dass du da nicht warst. , da müsste ich natürlich. Dann müsste ich minutiös. Einen Tag vor x Jahren nachstellen. , du sollst mir beweisen, dass du da nicht warst. Aber das kann ich ja nur eventuell durch Kalender. Beweise mir, dass du das nicht warst. Naja, da müsste ich halt gucken, wo ich sonst war. Das müsste ich halt herausfinden. Dann könnte ich das wahrscheinlich beweisen. Dann hättest du mir aber nur bewiesen, dass du woanders warst. Genau das hast du mir nicht bewiesen, dass du da nicht warst. Aber muss ich dir denn wir haben doch vorhin eigentlich gelernt, dass nicht ich dir beweisen muss, dass ich da nicht war, sondern du musst mir beweisen, dass ich da war. Das steht so in der Rechtsordnung. Aber stell dir mal vor, ich würde jetzt ein formelles Ermittlungsverfahren wegen Mordes gegen dich einleiten. Willst du das? Wenn man deine Familie, die Eltern deiner Kinder, der anderen Kinder, deiner Klasse et cetera et cetera, die wüssten es alle. Da hättest du aber nicht das Problem. Beweise jetzt, dass du unschuldig warst. Solche versagen. Das geht gar nicht. Das geht denk logisch gar nicht. Man kann nur beweisen, was ist. Man kann nie beweisen, was nicht ist und jeder nicht Beweis einer Straftat ist nur der Beweis für etwas anderes. Also das Alibi, ja, ist schon irre. Also ja, ich kann mir schon vorstellen, das macht einem schon Angst. Fissner Ja, es ist fies. In der Tat. Und ich möchte nicht in so eine Situation kommen. Niemals. Ja, und damit jetzt den Schlusspunkt zu setzen. Doch nochmal eine versöhnliche oder ein kleines bisschen das Ganze wenigstens in eine etwas zuversichtliche Richtung bringende Erkenntnis. Es gibt in unserem Strafrecht das Prinzip der Öffentlichkeit und das ist auch gut so. . Der Fall Peggy ist deswegen eigentlich gut ausgegangen für diejenigen, die zu Unrecht beschuldigt waren, weil dieser Fall so in der Öffentlichkeit steht, weil eben Journalisten sich mit diesem Fall beschäftigt haben. So welche wie du. Und weil aber auch Ulvi Unterstützung gefunden hat damals was Fehlurteilen, was aber auch nur ging, weil der erste Prozess öffentlich war, wobei der die entscheidenden Teile waren es nicht. Was wiederum bedenklich ist. Im ersten Prozess gegen ÖFI sind Videos gezeigt worden, die die Polizei aufgezeichnet hat. Da haben sie vermeintlich nachgestellt, wie der Ulvi die Peggy umgebracht und versteckt haben soll. Im ersten Prozess heißt es, hätten Leute, die drin saßen, geweint, weil sie so betroffen gewesen seien über diese Aufnahme. Der zweite Prozess im Jahr 2014 ist komplett öffentlich gewesen. Da sind diese Videos auch gezeigt worden. Da hat niemand geweint. Da gab's eher Gelächter über die auch für meinen Geschmack wirklich an den Haaren herbeigezogene Inszenierung, mit der die Polizei diese Videos produziert hat. Wir haben aber im Grundsatz die Öffentlichkeit in jedem Strafverfahren. Und das ist gut so, weil die Öffentlichkeit auch ein Gradmesser ist und eine Kontrollinstanz, die jeder Richter spürt, der da vorne sitzt und die Sitzung leitet. Wenn er weiß, da sind viele Zuschauer dabei. Dann gibt es selten Gründe, die zum Beispiel Anlass wären, Befangenheit zu beantragen oder ähnliche Pannen mehr, sondern da geht es schon eben auch nach Plausibilität und irgendwo gesundem Menschenverstand. Die Gesetze und das Prinzip des Rechtsstaats sind eigentlich gut, aber man muss aufpassen, dass sie ernst genommen werden und das es im Fall Peggy der eigentliche Skandal. Die Ermittler haben die Regeln gebrochen. Der Staat insgesamt hat Regeln gebrochen und darum ist dieser Fall schief gegangen. Ich glaube, dass das der Grund dafür ist, dass nach fast 20 Jahren kein Täter gefunden worden ist und dass man so viel gegen Falsche gemacht hat, dass man noch so viele Schicksale wirklich ungünstig beeinflusst hat. Aber auch hier gibt es etwas Gutes die Ermittler. Der Staat ist dabei erwischt worden. Also ich konnte z.B. jahrelang darüber berichten und zwar außerordentlich kritisch. Das ist eine gute Nachricht. Das gibt's für mich auch nur im Staatswesen wie unserem. Da hast du recht. Der Fall Peggy Ultimativer letzte Folge. Dankeschön, Christoph. Gerne.

Translation Word Bank
AdBlock detected!

Your Add Blocker will interfere with the Google Translator. Please disable it for a better experience.

dismiss